Kasparovs politische Partie

12.07.2006 – In seiner Schachkarriere war Kasparov es zumeist gewohnt gegen Gegner zu spielen, die schwächer waren als er. Seit er sich entschlossen hat als Spielfeld die politische Bühne zu wählen, spielt er gegen einen weitaus stärkeren Gegner. Für die politische Opposition In Russland ist Kasparov, der Front-Mann, wie die taz einen aktuellen Artikel benannt. Bei der Ankunft in Ischewsk im Westural, eine von bisher 25 von Kasparov besuchten Regionen warten schon 50 gegen Bezahlung empörte Zuschauer, die ihm u.a. zurufen: "Menschen sind keine Schachfiguren!" Eigentlich sollte die Versammlung der oppositionellen "Front" in der Universität stattfinden, doch Moskau drohte mit Repressalien. Auch das Ausweichquartier im Eispalast stand plötzlich nicht zur Verfügung -wegen einer Bombendrohung. Schließlich landete man im Theatersaal eines Restaurants. Moskau hat zudem dafür gesorgt, dass Kasparov als Politiker, aber auch als Schachspieler aus den Medien verschwunden ist. Nicht zuletzt gibt es Gerüchte, dass der einst geplante Wiedervereinigungskampf Ponomariov gegen Kasparov am Veto Putins scheiterte. Kasparov.ru... Artikel in der taz...

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