Nakamura gewinnt die Speed-Chess-Meisterschaft

von Klaus Besenthal
13.12.2020 – Das Finale der "Speed Chess Championship" zwischen Hikaru Nakamura und Maxime Vachier-Lagrave ist am Samstag mit einem klaren 18,5:12,5 zu Gunsten Nakamuras geendet. Gespielt wurden insgesamt 31 Blitzpartien mit drei unterschiedlichen Bedenkzeiten, wobei Nakamuras Überlegenheit erst in der abschließenden Phase mit "Bullet-Schach" zu Tage treten sollte. Das war aber kein Wunder, denn solche Partien mit nur einer Minute Bedenkzeit sind die erklärte Spezialität des amerikanischen Großmeisters. | Grafik: Chess.com

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Speed Chess Championship 2020

Gespielt wurden 90 Minuten 5+1-Partien, 60 Minuten 3+1 Partien und 30 Minuten 1+1-Partien. Nach den beiden ersten Phasen des Finales hatte sich lediglich eine Führung von +1 für Nakamura ergeben: Die zehn 5+1-Partien hatten ein Resultat von 5,5:4,5 für den Amerikaner erbracht, während die ebenfalls zehn 3+1-Partien zu einem 5:5 geführt hatten.

In der siebten Partie der 5+1-Phase gelang Nakamura dieser hübsche Angriffssieg:

 

"Bullet-Schach", also online gespielte Partien mit einer Bedenkzeit von nur einer Minute, das dürfte auch für viele Schachfreunde, die seit Jahrzehnten in ihren Vereinen aktiv sind, noch immer unbekanntes Terrain sein. Es ist ja auch eine ganz eigene Welt: Virtuosität bei der Bedienung der Computermaus zählt mehr als schachliches Wissen. Neben den rein physischen Fähigkeiten an der Maus spielt auch das schnelle Erkennen taktischer Motive eine herausragende Rolle. Das ist also nicht jedermanns Sache, doch Hikaru Nakamura liebt diese Disziplin - er hat sogar ein Buch darüber geschrieben! Und so eilt Nakamura beim Bullet-Schach dann auch ein Ruf wie Donnerhall voraus, dem auch Maxime Vachier-Lagrave nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hatte: 8:3 für Nakamura stand es schließlich nach elf Partien dieses Typs.

In der Praxis (Partie Nummer 28 der insgesamt gespielten 31 Blitzpartien) sah das dann zum Beispiel so aus:

 

Partien

 

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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