Neu: Fritz 17 mit neuronaler Fat Fritz Engine

von ChessBase
11.11.2019 – Mit Fritz 17 erhält man neben der Fritz17-Engine eine völlig neue Schachengine, die mit Hilfe eines neuronalen Netzes nach dem Vorbild des AlphaZero-Ansatzes erstellt wurde: "Fat Fritz". Außerdem gibt es neue spannende Funktionen für das Erstellen und Üben von Eröffnungsrepertoires.

ChessBase 15 - Megapaket ChessBase 15 - Megapaket

Kombinieren Sie richtig! ChessBase 15 Programm + neue Mega Database 2020 mit 8 Mio. Partien und über 80.000 Meisteranalysen. Dazu ChessBase Magazin (DVD + Heft) und CB Premium Mitgliedschaft für ein Jahr!
ChessBase 15 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen.

Mehr...

Fritz 17 mit der Fat Fritz-Engine

Der Startbildschirm

Die neue neuronale Schachengine Fat Fritz

Im Dezember 2017 erschütterte eine Pressemitteilung von Google die Schachwelt: Das neuronale Netz AlphaZero hatte durch Millionen von Partien gegen sich selbst solche Spielstärke „erlernt“, dass es die zu dieser Zeit führende Schachengine Stockfish 8 in einem Match deutlich besiegen konnte. Das Open-Source-Projekt LCZero begann, den von Google gezeigten Weg nachzuvollziehen und erreicht inzwischen ebenfalls beachtliche Stärke. Auch LCZero folgt der Google-Philosophie, dass das neuronale Netz nur durch Partien gegen sich selbst lernt (Starting from „Zero“). Dieser Ansatz fordert eine massive Rechenleistung, weil Abermillionen von ausgespielten Partien notwendig sind.

Die Idee liegt nahe, unsere bestehende Basis von Hunderttausenden von guten Großmeisterpartien zu nutzen, um diesen Lernprozess abzukürzen. Dieser Ansatz hat unser langjähriger technischer Redakteur Albert Silver konsequent verfolgt und basierend auf der LCZero-Technologie ein neuronales Netz über ein Jahr lang mit GM-Partien trainiert. Das Ergebnis ist so überzeugend, dass wir dieses jetzt als „Fat Fritz“ mit Fritz17 veröffentlichen. Nach jetzigem Stand schlägt Fat Fritz im direkten Vergleich alle traditionellen Schachprogramme und auch LCZero. Für die Anwendung gibt es allerdings eine praktische Einschränkung: Die Engine von Fat Fritz braucht (wie LCZero auch) eine sehr leistungsfähige NVidia-Grafikkarte („GPU“), um seine volle Spielstärke zu erzielen.

Viele Einstellmöglichkeiten für Engine-Forscher

Auf dem nackten Prozessor eines handelsüblichen PCs funktioniert die Engine auch, liefert dank des neuronalen Netzwerkes auch sehr interessante Ergebnisse, ist aber auf der schnellen Grafikkarte tatsächlich um den Faktor 2000 schneller. 

Dennoch ist hier zum ersten Mal seit vielen Jahren ein wirklicher Durchbruch der Schachprogrammierung zu verzeichnen. Fat Fritz und LCZero beginnen schon jetzt, die Eröffnungstheorie zu verändern.

Wer (noch) keine so schnelle Grafikarte besitzt, erhält mit der herkömmlichen Fritz 17 ebenfalls eine verbesserte starke Engine für die Analyse oder als Spielpartner (im Lieferumfang enthalten).

Eröffnungstraining mit Methode

Fritz17 hat neben anderen Neuerungen neue Funktionen im Angebot, die Aufbau, Verwaltung und vor allem den Gedächtnistransfer eines Eröffnungsrepertoires erheblich vereinfachen. 

Eröffnungsrepertoire mit Hilfe des Livebooks erstellen

Fritz17 führt eine Repertoireverwaltung ein, die nicht auf ganzen Varianten, sondern auf Zügen basiert. Sie entscheiden zu einem Zug: „Den will ich selbst spielen“ und darauf wird die ganze Variante in Ihr Repertoire übernommen. Der Vorteil: Mit einigen Entscheidungen und wenigen Klicks kann man ein brauchbares Repertoire aufbauen. Der Abruf dieses Repertoires geschieht über den neuen Reiter „Meine Züge“ neben der Notation.

Dieses Repertoire befindet sich online, d.h. es ist auf jedem Rechner und auch im Web sofort zugreifbar. Eine Verwaltung in Partien und Datenbanken ist nicht mehr notwendig, doch können bereits bestehende Repertoires hochgeladen werden

Drillen und Spielen

Hat man sich auf diese Weise ein Repertoire zusammengestellt, kann es per "Drill" geübt werden. Dabei spielen Sie Ihre Varianten und Fritz antwortet so, dass Sie möglichst in Ihrem Repertoire bleiben. Die Züge kommen zunächst in der Häufigkeit der Theorie. Nach einiger Zeit stellt sich heraus, was Sie gut beherrschen und was nicht. 

Drillen geht auch mit einem beliebigen geladenen Variantenbaum (traditionelles ChessBase-Repertoire), ja sogar mit einer nackten Partie, falls Sie diese auswendig lernen möchten.

Zurückgelehnte Eröffnungstheorie

Eröffnungstheorie prägt sich am besten ein, wenn man Züge am Schirm oder am Brett ausführt. Doch manchmal möchte man sich am Ende eines langen Tages einfach nur entspannt zurücklehnen und die Finger von der Maus lassen. Auf Wunsch führt Fritz 17 deshalb die Varianten des Repertoires automatisch vor. 

Fertige Repertoirevorschläge

Zum Lieferumfang von Fritz17 igehören auch vorgefertigte aktuelle Repertoires. Einfach einüben oder per Klick ins eigene Repertoire übernehmen. Die fertigen Repertoires liegen jeweils in vier Ausbaustufen vor: "Einfach" – "Klub" – "Turnier" und "Profi". 

Weitere Neuerungen in Stichpunkten

  • Verbesserte Fritz Engine von Frank Schneider in herkömmlicher Suchtechnik.
  • Blitz & Train: Aufgabenzetteln mit Taktik aus den eigenen Blitzpartien auf playchess.com drucken.
  • Zugriff auf Siebensteiner in Let’s Check.
  • Rauschfreie Ray Tracing Schachbretter. Echtzeit Ray Tracing auf Top-GPUs.

Im Shop kaufen...

 



Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren