Der elfminütige Film, der von John Lennon und Yoko Onos Anti-Kriegslied Happy Xmas (War Is Over) inspiriert wurde, beruht auf einer Geschichte von Dave Mullins und Sean Ono Lennon. Mullins hat den Film, der 2023 erschien, auch inszeniert. 2024 gewann War Is Over den Oscar für den besten animierten Kurzfilm und im gleichen Jahr in der gleichen Kategorie auch den Annie Award.
Der Film spielt im Ersten Weltkrieg und zeigt, wie zwei Soldaten, die sich im Krieg bekämpfen, mit Hilfe einer Brieftaube Fernschach spielen.
Die öffentliche Freigabe des Films, der bislang vor allem auf Filmfestivals und in Kinos gezeigt wurde, soll War Child unterstützen, eine gemeinnützige Initiative, die sich für Kinder in Kriegsgebieten einsetzt. Kinder und Jugendliche in Konfliktgebieten wie Gaza, Libanon, Sudan und der Ukraine erleiden oft schwerste Traumata und werden ausgebombt und vertrieben. Die Organisation betont, dass ihre lokalen Teams lebenswichtige Hilfe und psychologische Unterstützung leisten, dass angesichts des Ausmaßes der Not jedoch weitere Unterstützung dringend nötig ist.
In einem Interview mit der Musikzeitschrift Rolling Stone erklärte Sean Ono Lennon, wie die Zusammenarbeit mit Dave Mullins zustande kam. Lennon wollte ein Video zu dem Song Happy Xmas (War Is Over) machen, das mehr sein sollte als ein gewöhnlicher Musikclip. Dabei stieß er auf Mullins, einen ehemaligen Pixar-Animator, der inzwischen das Studio ElectroLeague gegründet hatte. Lennons Interesse war geweckt, nicht zuletzt durch Mullins’ früheres Werk Lou, das für einen Oscar nominiert war. Bei ihrem ersten Treffen entstand die Grundidee des Films War Is Over fast auf Anhieb.
Lennon schilderte auch die Entstehung der eigentlichen Geschichte. Erste Überlegungen kreisten um die Idee eines Schachspiels, woraus sich bald das Konzept zweier gegnerischer Soldaten entwickelte, die heimlich über die Frontlinie hinweg spielen.
Die öffentliche Freigabe Anfang Dezember ist ebenfalls kein Zufall, wie Lennon erklärt:
Wir wollten den Film zu Weihnachten zeigen, denn darum geht es ja in dem Lied – am Ende des Films. Letztendlich ist es ein Weihnachtslied.