Romain Edouard gewinnt Echternach-Open

18.06.2009 – Das Echternacher Schnellschach-Open, in diesem Jahr zum 16ten Mal ausgetragen, ist eines der größten Schnellschachturniere in Mitteleuropa. Die großartige landschaftliche Kulisse, die malerische Echternacher Altstadt, die günstige Lage am Dreiländereck und die ausgezeichneten Turnierbedingungen in der alten Abtei sorgen jedes Jahr für großes Interesse nicht nur bei den Schachfreunden in Frankreich, Deutschland und Luxemburg. In diesem Jahr nahmen 300 Spieler teil, darunter etliche Großmeister. Schon eine Runde vor Schluss stand der Sieg des jungen Franzosen Edouard Romain fest. Zweiter wurde, ebenfalls ohne Niederlage, die lebende Schachlegende Ulf Andersson. Dieter Morawietz aus Köln sorgte als Dritter für eine Überraschung. Gerd Densing berichtet in Wort und Bild.Turnierseite...Bericht und Bilder...

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Romain Edouard Gewinner des 16. Echternacher Open in Luxemburg
Von Gerd Densing

Am letzten Wochenende (13.-14.6.) richtete der Schachclub „de Sprenger Echternach“ die 16. Auflage des bei vielen Schachspielern beliebten Schnellschachturniers aus. Gespielt wurden 9 Runden nach Schweizer System mit 45 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie.

Wie auch in den Vorjahren fanden nahezu 300 Spieler aus Luxemburg, Belgien, Niederlande, Deutschland und weiteren Ländern den Weg nach Echternach, einem der touristischen Höhepunkte Luxemburgs.



Durch die mittlerweile etablierte „Ländervielfalt“ unter den Teilnehmern kommt internationaler Flair auf. Viele bekannte Gesichter sind unter den zahlreichen Amateuren und mehren Dutzend Profis jedes Jahr zu sehen.

Nachdem das Turnier im Jahre 1994 mit wenigen Teilnehmern, im Wesentlichen Spieler aus der Luxemburger Schachszene startete, hat das Turnier im Laufe der Jahre schnell an Beliebtheit gewonnen und weit über Luxemburg hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. So sind in den letzten 10 Jahren Teilnehmerzahlen oft jenseits der 300 normal. Der gute Preisfonds, viele Ratingpreise, die idealen Spielbedingungen in der ehemaligen Abtei in Echternach mit schönem Spielgelsaal (für die 40 Spitzenbretter), die kühlen Kreuzgänge und helle gut klimatisierte Nebenräume bieten ideale Turnierbedingungen für dieses Schnellschach-Event. Wie immer wurde für das leibliche Wohl bestens gesorgt und auch große Stände mit Schachbüchern luden zwischendurch zum stöbern ein. Die unmittelbar neben dem Turnierareal befindliche Basilika sowie der gemütliche Ortskern von Echternach mit südländischem Flair boten in den Rundenpausen genügend Möglichkeiten der Entspannung und Abwechslung.


Gelegenheit zum Beten gibt es auch






Das Rathaus



Wie in den letzten Jahren auch, fanden viele Profis den Weg nach Luxemburg. Unter den 33 Titelträgern waren 13 Großmeister und 11 Internationale Meister am Start. Viele starke Großmeister spielten in ihrer Laufbahn bereits beim Echternacher Open mit, so sind in den Teilnehmerlisten der letzten Jahre Spieler wie Iwantschuk, Portisch, Gurevich und Khenkin zu sehen. Auch die deutsche Nachwuchshoffnung Georg Meier aus Trier spielte mehrfach schon in Echternach mit. Seit vielen Jahren ist das Echternacher Open eines der größten und am besten besetzten Schnellschachopen in Mitteleuropa!



Auch dieses Jahr war das Turnier wieder stark besetzt. Nach gutem Start konnte der junge und talentierte französische GM Romain Edouard mit beeindruckenden 8 Punkten aus 9 Partien (ungeschlagen) den alleinigen Turniersieg erringen!




GM Romain (der spätere Turniersieger) gegen IM Körholz aus Trier

Umso beeindruckender ist, dass der Turniersieg bereits nach 8 Runden schon klar war, während es in den Vorjahren oft spannende „Kopf-an-Kopf“-Rennen bis zum Schluss gab und oftmals die Zweitwertung (Buchholz) die vordersten Platzierungen entschied.

Zweiter wurde die lebende Schachlegende GM Ulf Andersson  (auch ohne Niederlage),

... der in der letzten Runde gegen GM Vlastimil Jansa ein remis-trächtiges Endspiel in einer hochgradigen Zeitnotphase auf beiden Seiten mit viel Glück für sich entscheiden konnte und somit auch den Seniorenpreis einheimsen konnte.

Etwas überraschend wurde der starke Kölner IM Dieter Morawietz dritter, nachdem er in der letzten Runde in einer schönen Partie nach starkem Spiel und toller Schlusskombination einen Großmeister bezwingen konnte.

Die Nummer 1 der Setzliste, GM Evgeny Postny wurde nach wechselhaftem Turnierverlauf nur 10. im Schlussranking.

 

Hier die vorderen Tabellenplätze:

Rang

Teilnehmer

Titel

TWZ

Attr.

Verein/Ort

Land

S

R

V

Punkte

PktSum

MiBuch

1.

Edouard, Romain

GM

2594

 

 

FRA

7

2

0

8

42

45

2.

Andersson, Ulf

GM

2581

 

Arboga

SWE

6

3

0

39

44

3.

Morawietz, Dieter

IM

2437

 

Klub Kölner Schachfreunde

GER

7

1

1

37

39½

4.

Berelowitsch, Alexander

GM

2581

 

Echternach

GER

5

4

0

7

40

44

5.

Istratescu, Andrei

GM

2623

 

Differdange

ROU

5

4

0

7

39

46½

6.

Seel, Christian

IM

2494

 

Katernberg

GER

6

2

1

7

39

45

7.

Kritz, Leonid

GM

2599

 

Differdange

GER

5

4

0

7

38½

44½

8.

Henrichs, Thomas

IM

2500

 

Differdange

GER

5

4

0

7

38½

44

9.

Lalic, Bogdan

GM

2508

 

 

CRO

5

4

0

7

38½

43½

10.

Postny, Evgeny

GM

2648

 

Wirtzfeld

ISR

6

2

1

7

36½

42

10.

Wiedenkeller, Michael

IM

2431

 

Echternach

SWE

6

2

1

7

36½

42

12.

Afek, Yochanan

IM

2317

 

 

ISR

6

2

1

7

36½

41

13.

Alienkin, Alexander

IM

2394

 

 

RUS

5

4

0

7

36½

41

14.

Orlov, Andrey

GM

2527

 

Wirtzfeld

RUS

6

2

1

7

36½

40

15.

Levin, Felix

GM

2526

 

Echternach

GER

6

2

1

7

36

40½

16.

Berend, Fred

IM

2344

 

Dudelange

LUX

7

0

2

7

35

36½

17.

Dgebuadze, Alexandre

GM

2539

 

 

BEL

6

1

2

38

42½

18.

Sumets, Andrey

GM

2581

 

 

UKR

6

1

2

37

43½

19.

Polaczek, Richard

IM

2405

 

Eynatten

BEL

6

1

2

36½

41½

20.

Körholz, Ludger

IM

2311

 

Echternach

GER

6

1

2

36½

40½

21.

Jansa, Vlastimil

GM

2480

 

 

CZE

5

3

1

36½

39

22.

Zaragatski, Ilja

IM

2472

 

SG Bochum 31

GER

6

1

2

36

38½

23.

Berend, Elvira

wGM

2316

w

Dudelange

LUX

6

1

2

34½

41

24.

Sonntag, Hans-Hubert

IM

2381

 

Wirtzfeld

GER

6

1

2

34½

39½

25.

Wagener, Claude

FM

2265

 

Echternach

LUX

6

1

2

34

38½

26.

Hautot, Stephane

FM

2389

 

Wirtzfeld

BEL

6

1

2

34

37

27.

Kessler, Andreas

 

2111

 

SV  Leonberg

GER

6

1

2

33½

39

28.

Dobias, Richard

 

2270

 

Bonnevoie

SVK

6

1

2

33½

38½

29.

Faber, Hugo

 

2082

 

HSC Helmond

NED

5

3

1

32½

33

30.

Hammes, Michael

FM

2389

 

SV Koblenz

GER

5

3

1

31½

34

 

… insgesamt 279 Teilnehmer. Hier die Tabelle als PDF zum Download …

 

Das Schiedsrichter-Team unter Leitung des erfahrenen Schiedsrichters René Recking leistete gute Arbeit und sorgte für einen reibungslosen und störungsfreien Turnierverlauf.

Fazit: Es war wieder ein wunderbares Turnier in Echternach bei schönem Juni-Sommer-Sonnenschein, vielen interessanten Partien und netten Begegnungen unter Schachspielern.

Weitere Informationen, Tabellen und Fotos sowie ein Archiv über die bisherigen Echternacher Open sind auf der Vereinshomepage des Ausrichters zu finden: www.desprenger-echternach.lu

Weitere Impressionen aus dem Turnier:







 

Der Austragungsort. Die ehemalige Abtei im luxemburger Städtchen Echternach. Die Fenster des Spiegelsaals sind geöffnet, um vor Turnierbeginn mal gut durchzulüften.


Biergartenatmosphäre bei herrlichem Sommerwetter …



 



 


Die mittleren und hinteren Bretter in den Kreuzgängen.


Der Spiegelsaal


Schwergewicht Yochanan Afek






GM Istratescu gegen IM Morawietz (li.), den späteren 3. in der Schlussrangliste













Blick in den Spiegelsaal auf die ersten 40 Bretter.

Viel Schachliteratur zur Auswahl an mehreren Bücherständen.

Blick auf die Reihe mit den Spitzenbrettern und Zuschauer-Korridor.


Aufstellung zur Siegehrung, die im Vorhof stattfand




Geduldige Zuschauer bei der Siegerehrung am Abend des Sonntags.


Das Siegerfoto. Die drei Erstplatzierten mit Hauptschiedsrichtern und Vertretern des
Schachclubs Echternach sowie der Schachföderation Luxemburg.

 

 

 

 

 

 

 


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