Russland: Niederlage gegen Niederlande<br>

04.08.2005 – In der heutigen sechsten Runde wurde das russische Team durch die zweite Niederlage, diesmal gegen die Niederlande, erneut zurück geworfen. Tiviakov und Timman sorgten für Siege und ein 3:1. Im Spitzenkampf schlug Israel (Foto: Boris Avrukh) die französische Mannschaft mit dem gleichen Ergebnis. In einem weiteren Verfolgerduell setzte sich Aserbeidschan gegen die Ukraine durch. Deutschland spielte gegen Ungarn 2:2. Es führt Israel mit 11 Punkten vor den Niederlanden (10). Das Spitzenduell im Frauenturnier zwischen Polen und Russland endete 2:2. Alle vier Partien wurden entschieden. Die deutsche Mannschaft gewann mit 3:1 gegen Kroatien. Tabellenführer ist Polen (10 Punkte). Offizielle Seite...Tabellen, Fotos, Partien...

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Fotos: Frits  Frits Agterdenbos, Jacob Aagaard

Die Spitzenpaarung des heutigen Tages bei der Mannschaftseuropameisterschaft hieß Israel gegen Frankreich. Beide Mannschaften konnten nach fünf Runden neun Punkte auf ihren Konto gut schreiben und lagen gleichauf an der Spitze. Emil Sutovsky, schon bei seinem Auftritt in Dortmund in großer Spiellaune, sorgte mit einem Sieg für eine Vorentscheidung zugunsten der Israelis. Falls die Organisatoren für ihre Schlussfeier noch einen Vortragskünstler brauchen, z.B. im Gesang, dann werden sie bei einem bestens gelaunten Sutovsky ein offenes Ohr finden, das bin ich ganz sicher. Später erhöhte Ehrenburg auf 3:1.

Favorit Russland - viele Stars fehlen, aber Russland ist immer Favorit - ist schlecht ins Turnier gestartet, hat sich aber dann nach oben gearbeitet. Heute musste man gegen die Niederlande ran und bezog die zweite Niederlage des Turniers. Tiviakov bestätigte seine aufsteigende Form und schlug Alexej Dreev und Timman zeigte einmal mehr, dass er Weltklasse war und Weltklasse ist. Wer die Schach-Webseiten verfolgt, besonders die ChessBase-Seiten, weiß, dass Tiviakov viel unterwegs ist und bei Gelegenheit seltsame Dinge isst. Außerdem sind häufig merkwürdige (unbekannte!)  Fluggegenstände auf seinen Fotos zu sehen. In letzte Zeit nimmt seine Elozahl infolge entsprechende Leistungen einen steilen Aufschwung und er nähert sich den 2700. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Vorgängen? Wir wissen es nicht.

In einem weiteren Verfolgerduell trafen die Ukraine und Aserbeidschan aufeinander. Die Aserbeidschaner mischen die Mannschaftsturniere schon seit längerem auf und haben eine schlagkräftige Truppe, die allerdings inzwischen schon in die Jahre gekommen ist: Einige sind schon über 20! Gestern gab es eine klare Niederlage gegen Israel. Heute bekamen die Jungs die Ukraine zugelost - nicht gerade ein Aufbaugegner. Am Ende hieß es 2,5:1,5 für Aserbeidschan. Radjabov konnte Ivanchuk ein Remis durch Dauerschach entreißen und Kiriakov konnte gegen Guseinov dem schnellen Remis auch nicht ausweichen. Der Kampf um den Sieg wurde auf den Mittelbrettern in zwei Turmendspielen geführt. Mamedyarov gewann seines und Gashimov hielt seines remis.

Zu erwähnen ist noch der überraschend klare 3;5:0,5-Sieg der Griechen über die Schweiz.

Deutschland spielte 2:2 gegen Ungarn, in der Setzliste einen Platz hinter Deutschland gesetzt. Christoper Lutz' Niederlage gegen Zoltan Almasi glich Jan Gustafsson durch einen Sieg gegen Berkes aus.

Es führt nun Israel (11) vor den Niederlanden (10). Mit 9 Punkten folgen Polen (!), Aserbeidschan und Frankreich. Deutschland ist mit 7 Punkten Sechszehnter. Der Leistungszuwachs der polnischen Schachspieler und Schachspielerinnen ist bemerkenswert. Die polnische Frauenmannschaft mit einigen jungen Spielerinnen gehört bereits zur Weltklasse, die Männer scheinen nachzuziehen. Besonders erfolgreich ist Polen aber in der Nachwuchsarbeit. Man schaue sich die Ergebnisse der Jugendweltmeisterschaften und Europameisterschaften an.


Nadezhda Kosintseeva und Ekaterina Kovalevskaya (Russland)

Im Frauenturnier gab es am Spitzentisch einen harten Kampf zwischen Polen und Russland. Alle vier Partien wurden entschieden! Radziewicz gewann an Brett eins gegen Vizeeuropameisterin Nadezhda Kosintseva und Monika Socko gegen Vizeweltmeisterin Ekaterina Kowalevskaya. Joanna Dworakowskaya und Marta Zielinska verloren gegen Tatiana Kosintseeva und Alisa Galliamova. In den Verfolgerduellen gewann die Ukraine gegen Rumänien, Bulgarien gegen Spanien und Georgien gegen Ungarn. Die deutsche Mannschaft gewann 3:1 gegen Kroatien.

Polen bleibt alleiniger Tabellenführer mit nun 10 Punkten vor Russland, Bulgarien, Georgien und der Ukraine (alle 9). Deutschland ist mit sechs Punkten Zwölfter.


Johan Sigeman macht vor dem Strat der Runde noch einen Witz


Göran Terninger und Johann Sigemann

 

Ein Wort noch zum Inernet-Service der Organisatoren in Göteborg: Dieser ist einzigartig. Die Webseite ist schnell, sehr aktuell und vor allem übersichtlich. In der jüngeren Vergangenheit war dies bei anderen offiziellen Turnieren der FIDE und ECU bei Weitem nicht so. Jacob Aagaard mit seiner täglichen Radioshow vom Veranstaltungsort (live Radio-Show ab 20.30! im Fritzserver), Frits Agterdenbos, Calle Erlandsson und Bettina Trabert versorgen die Schachfreunde draußen mit erstklassigen Informationen. Die Spitzenpartien sind live auf der Turnierseite in drei Formaten zu sehen und werden auch im Fritz-Server zur Verfügung gestellt. Fantastisch!

André Schulz
 

Stand nach sechs Runden:

Männer

Rk. SNo Team Games + = - TB1 TB2
1 2 Israel 6 5 1 0 11 17.0
2 6 Netherlands 6 4 2 0 10 15.0
3 12 Poland 6 3 3 0 9 15.5
4 7 Azerbaijan 6 4 1 1 9 14.0
5 5 France 6 4 1 1 9 14.0
6 4 Armenia 6 3 2 1 8 16.0
7 3 Ukraine 6 4 0 2 8 16.0
8 8 Romania 6 3 2 1 8 14.0
9 17 Greece 6 3 2 1 8 14.0
10 14 Georgia 6 3 2 1 8 13.0
11 18 England 6 3 1 2 7 15.0
12 1 Russia 6 3 1 2 7 14.0
13 9 Czech Republic 6 3 1 2 7 13.5
14 29 Sweden 2 6 3 1 2 7 13.5
15 26 Macedonia 6 3 1 2 7 13.5
16 10 Germany 6 3 1 2 7 13.0
17 11 Hungary 6 3 1 2 7 13.0
18 15 Serbia and Montenegro 6 3 1 2 7 12.0
19 13 Bulgaria 6 1 4 1 6 13.0
20 21 Croatia 6 3 0 3 6 13.0
21 19 Switzerland 6 2 2 2 6 12.5
22 25 Estonia 6 3 0 3 6 11.5
23 28 Norway 6 2 2 2 6 11.5
24 20 Sweden 1 6 2 1 3 5 12.5
25 16 Denmark 6 1 3 2 5 12.0
26 24 Lithuania 6 1 3 2 5 11.5
27 30 Finland 6 2 1 3 5 11.5
28 22 Slovenia 6 2 1 3 5 11.0
29 31 Italy 6 2 1 3 5 10.5
30 34 Sweden 3 6 2 1 3 5 8.5
31 33 Austria 6 2 0 4 4 11.0
32 32 Ireland 6 1 2 3 4 10.5
33 23 Spain 6 2 0 4 4 10.0
34 37 Belgium 6 1 2 3 4 10.0
35 27 Iceland 6 2 0 4 4 9.5
36 35 Turkey 6 2 0 4 4 9.5
37 38 Luxemburg 6 1 1 4 3 9.5
38 39 Wales 6 1 0 5 2 7.0
39 36 Scotland 6 1 0 5 2 6.0
40 40 Cyprus 6 0 0 6 0 2.0

Frauen:

Rk. SNo Team Games + = - TB1 TB2
1 4 Poland 6 4 2 0 10 15.0
2 1 Russia 6 4 1 1 9 16.0
3 11 Bulgaria 6 3 3 0 9 16.0
4 2 Georgia 6 3 3 0 9 14.5
5 3 Ukraine 6 4 1 1 9 14.0
6 10 Romania 6 4 0 2 8 15.0
7 13 Greece 6 4 0 2 8 13.5
8 12 Netherlands 6 3 1 2 7 13.5
9 14 Slovenia 6 3 1 2 7 12.5
10 15 Israel 6 3 1 2 7 12.0
11 17 Czech Republic 6 3 0 3 6 14.5
12 9 Germany 6 2 2 2 6 14.0
13 5 Hungary 6 2 2 2 6 13.0
14 21 Lithuania 6 2 2 2 6 13.0
15 7 Armenia 6 3 0 3 6 12.5
16 19 Spain 6 3 0 3 6 12.0
17 6 Serbia and Montenegro 6 1 3 2 5 11.0
18 16 Sweden 1 6 2 1 3 5 11.0
19 8 France 6 1 3 2 5 10.5
20 18 England 6 1 2 3 4 11.5
21 25 Turkey 6 1 2 3 4 11.0
22 20 Croatia 6 2 0 4 4 9.0
23 24 Sweden 2 6 2 0 4 4 8.5
24 22 Switzerland 6 2 0 4 4 7.0
25 26 Austria 6 0 1 5 1 6.0
26 23 Iceland 6 0 1 5 1 5.5

 



Bilder:


Vier Spielerinnen der niederländischen Mannschaft, v.l. Petra Schuurman, Desiree Hamelink, Tea Lanchava, Bianca Muhren, mit Kapitän Karel van der Weide.


Die fünfte Spielerin: Peng Zhaoquin (Brett 1)


Marion Adriaans aka Frau Van Wely schaut Ptera Schuurmann und Desiree Hamelinck zu


Pia Cramling (Schweden)


Europameisterin Kateryna Lahno (Ukraine)


Inna Gaponenko (Ukraine)


Alexandra Kosteniuk und Almira Skripchenko


Almira Skripchenko


Joel Lauter hat Probleme mit seinem Ausweis


Ari Ziegler präsentiert ein neues Buch aus seinem Verlag


Noch kein Gegner in Sicht


Boris Avrukh ist einer der besten Scorer


Ein Däne fotografiert einen Dänen, der einen Dänen fotografiert. Drei Kapitäne bei der Arbeit.


Französinnen


Gelfand gegen Radjabov, 6.Lg5


John Shaw (Schottland)


Lars Bech Hansen - Cheforganisator des Politiken Cup und Schiedsrichter


Blick auf das Brett aus einer anderen Perspektive

 

 

 

 


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