Schach und Stars in Pasching

04.04.2008 – Am letzten Wochen stand im Mega-Einkaufscenter PlusCity im österreichischen Pasching wieder einmal das Schach im Mittelpunkt. Große Namen lockten Tausende von Schachfreunden und solche, die es einmal werden könnten, auf den "Marcuspaltz" des Centers. Am Freitag demonstrierten die Boxweltmeister Vitali und Wladimir Klitschko ihre Vorliebe zum Schachspiel. Garry Kasparov hätte gerne gegen Bundeskanzler Gusenbauer gespielt, doch dringende politische Geschäfte verhinderten dessen Kommen. So kam ein Zuschauer per Verlosung in den Genuss einer Partie gegen den früheren Weltmeister. Am Samstag stellten sich Garry Kasparov und Judith Polgar im Simultan den österreichischen Schachfreunden.PlusCity...Bericht und Bilder von Thomas Pähtz...

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Schach-Gala in Pasching mit vielen Stars
Thomas Pähtz, Presseinfo
Bilder: Thomas Pähtz, Cityfoto.at


Plus City in Pasching





Er ist kein Weltmeister mehr. Sie war es noch nicht. Dennoch gelten sie für viele noch immer als das Beste, was am Brett zu haben ist. Garri Kasparow, der russische Ex-Champion und Judit Polgar, das einstige ungarische Wunderkind, das heute als elegante junge Dame selbst die stärksten Männer das Fürchten lehrt. Beide  begeisterten bei der mittlerweile schon traditionellen Schach-Gala im Einkaufscenter PlusCity im österreichischen Pasching die zahlreichen Besucher. In einem wahren Simultan-Marathon demonstrierten sie ihr Können - fachkundig moderiert von Fernsehstar Vera Russwurm und dem deutschen Großmeister Klaus Bischoff.  

 


Einstimmung aufs Schach mit einem wilden Tanz der Figuren


Schwarze und weiße Damen zeigen, worum es geht.

Neben den 32 bzw. 24 erwachsenen Spielern nahmen auch acht kleine Schachgenies die Herausforderung an und stellten sich Kasparow zum Simultan. Unter dem Motto „Oberösterreichs Jugend fordert Garri Kasparow“ spielten die acht Jugend-Landes- und Staatsmeister, darunter die neunjährige Jugendstaatsmeisterin Verena Trenkwaldner, um den Sieg und Ehre.





Nach mehr als sechs Stunden Spielzeit war nur noch eine Handvoll Spieler übrig, die dem Ex-Weltmeister die Stirn boten - darunter die kleine Verena. Sie musste sich erst ganz zum Schluss geschlagen geben. Letzter Spieler des Simultans war Hofrat Dr. Wilfried Ritirc, der Vorstand des Finanzamtes Linz. Er hatte starke Nerven und viel Können gezeigt, doch letztlich musste auch er Kasparow die Hand zur Aufgabe reichen.

Während Kasparow alle Partien gewann, gab Judit Polgar zwei Punkte ab - bei einer Niederlage und zwei Remis.

Parallel zum Simultan gingen die oberösterreichischen und Salzburger Landesmeisterschaften im Schnellschach über die Bühne. 340 Teilnehmern bewarben sich um die Titel, die nach neun Runden à 30 Minuten schließlich Hermann Knoll für Oberösterreich und Pero Ljubic für Salzburg errangen.

Schachturnier der Superlative lockt mit vielen Highlights Massen in die PlusCity

Das größte Schachevent Österreichs, konnte bereits am ersten Tag mit vielen Highlights unzählige Besucher in die PlusCity locken. Viele Schachbegeisterte und Interessierte kamen letztes Wochenende nach Pasching, um den ehemaligen Weltmeister im Schach Garry Kasparov, und die beiden Box-Weltmeister Vitali und Wladimir Klitschko live beim Schachspielen zu sehen.


Moderatorin
Vera Russwurm  im Plausch mit Großmeister Klaus Bischoff


 v.l. Wladimir Klitschko, Moderatorin
Vera Russwurm, Vitali Klitschko


GM Klaus Bischhoff erkärt  den Zuschauern die Schachregeln:
Es wird alternierend gespielt,
d.h. ohne Absprache wurde abwechseln gezogen.


Autogrammjäger in Aktion...


Ein neues Boxtalent wird vorgestellt...


Boxtalente mit ihren großen Idolen


Dr. Ernst Kirchmayr (gf. Gesellschafter von PlusCity) eröffnet die Veranstaltung


Klitschkos bei der Arbeit


Die Brüder Klitschko sprechen über ihre Zukunft


Das Lebendschachensemble:
weiße Figuren nehmen Aufstellung


Das Lebendschachensemble: auch die Schwarzen sind dabei


Gemeinsam wird eine Partie vorgeführt

 
Die beiden Boxer ließen diesmal nicht die Fäuste sprechen, sondern bewiesen im Spiel gegen die glücklichen Gewinner der beiden verlosten Plätze im Doppelschach, Friedrich und Herbert, Köpfchen. Dennoch konnten sich die Hobby-Schachspieler Vitali und Wladimir nicht gegen die beiden Schachenthusiasten durchsetzen und mussten sich schlussendlich mit einem Remis zufrieden geben. „Es hat einen Riesen Spaß gemacht, auch wenn es nur ein kurzes Spiel war“, betonten die beiden boxenden Brüder. Die österreichische TV-Moderatorin Vera Russwurm und der deutsche Großmeister Klaus Bischoff führten fachkundig durch das Schachevent und konnten Groß und Klein in den Bann dieses Spiels ziehen.


GM Klaus Bischoff

Nach dem Schach signierten Am Stand von Intersport Eybl herrschte großes Gedränge, als die beiden Boxweltmeister fünf Paar Boxhandschuhe signierten. Die sympathischen Klitschko-Brüder nahmen sich für ihre kleinen und großen Fans auch Zeit für ein Foto oder ein Autogramm. Die Signierstunde der Klitschko’s im Bookstore Thalia wurde im Anschluss von zahllosen Fans regelrecht gestürmt. Viele wollten ihren Idolen einmal so nah wie möglich kommen und ein handsigniertes Buch oder ein Autogramm der Beiden ergattern.


Die Macher: v.l. Hermann Zemlicka, Schachveranstalter in Gmunden 2007
im Plausch mit PlusCity-Chef  Dr. Ernst Kirchmayr

Doch nicht nur die Klitschko-Brüder mussten sich gegen österreichische Schachspieler beweisen. Auch die Schachlegende Garry Kasparov spielte gegen den glücklichen Gewinner der Verlosung.


Einmarsch des Königs: v.l. Organisator Michael Stöttinger, PlusCity-Boss Ernst Kirchmayr, Kasparow




177a: aus einem Lostopf wird der Gegner für einen Schaukampf mit Kasparow gezogen


Der glückliche ist Dr. Franz Rimelmoser:

Franz Rimelmoser ist Doktor der Werkstoffwissenschaften, FM,  Internationale Elo: 2302, DWZ 2221, Stammspieler beim SC Simbach und spielt in der Österreichischen Bundesliga West für Inter Salzburg. Die Teilnahmekarte zum Spiel gegen Kasparov hat seine Frau Andrea, mittlerweile ebenfalls vom Schachvirus befallen, für ihn ausgefüllt. Beim Schnellschachturnier am 29. März belegte er in der Kategorie bester Spieler vom Landesverband Salzburg den 3. Rang.


Garry ist nicht gerade erfreut darüber, dass er gegen einen so starken Spieler antreten muss


Kasparow ist hoch konzentriert    

Dr. Franz Riemelmoser erwies sich als durchaus ebenbürtiger Spieler. Nach einem sehr kurzen Spiel musste sich die Nummer 10 der österreichischen Rangliste dennoch gegen Kasparov geschlagen geben.

Die Signierstunde von Garry Kasparov erwies sich ebenso als Magnet für das Publikum. Ist der Großmeister des Schachs doch auch ein erfolgreicher Buchautor, der es sich nicht nehmen ließ, seinen Fans die Bücher persönlich zu signieren.


Massenandrang bei Kasparov







Doch auch die jungen Schachtalente bis 15 Jahre bewiesen heute Nachmittag  in der Schartnerbombe Schülerliga ihr Können und spielten vier Stunden lang um den Turniersieg. An 100 Tischen in der ganzen PlusCity spielten etwa 200 Schüler auf den schwarz-weiß karierten Spielfeldern und zeigten, dass Schachspielen nicht nur etwas für Erwachsene ist.

Am morgigen Samstag gehen die Highlights aber noch weiter: Der russische Schachweltmeister wird gegen 32 Spieler gleichzeitig antreten und sein Können zeigen. Darüber hinaus beweist die Weltranglisten-Erste, Judith Polgar, dass Frauen im Schachspiel weit mehr als ebenbürtige Gegner sind. Polgar wird in einem Simultan-Spiel gegen 24 Teilnehmer gleichzeitig antreten.

Kasparov und Polgar im Simultan


Judit Polgar und Garri Kasparow im Interview



Frauenpower und Genialität in Gestalt der besten Schachspielerin der Welt, Judith Polgar, und des russischen Schachgenies, Garry Kasparov, begeisterten am zweiten Tag des größten Schachevents in Österreich in der PlusCity Pasching die zahlreichen Besucher. Die beiden Schachgrößen zeigten in einem wahren Marathon ihr Können: In zwei Simultanschachpartien, die wieder von Vera Russwurm und dem deutschen Großmeister Klaus Bischoff fachkundig moderiert wurden,  traten Kasparov und Polgar gegen 32 bzw. 24 Teilnehmer gleichzeitig an.












Die
9-jährige Verena Trenkwalder

Auch Dr. Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank, und Rudolf Andreas Cuturi, Herausgeber der OÖ Nachrichten, zeigten, dass sie das Spiel um König, Dame, Turm und Läufer beherrschen, und traten gegen Kasparov an.

Neben den erwachsenen Spielern nahmen auch acht kleine Schachgenies die Herausforderung an und stellten sich dem russischen Großmeister in der Simultanpartie. Unter dem Motto: „Oberösterreichs Jugend fordert Garry Kasparov“ spielten  die acht Jugend-Landes- und Staatsmeister, darunter die neunjährige Jugendstaatsmeisterin Verena Trenkwaldner, um den Sieg in dem Simultanspiel.

Nach mehr als sechs Stunden Spielzeit war nur mehr eine Handvoll Spieler übrig, die Garry Kasparov die Stirn boten. Unter diesen befand sich auch die jüngste Teilnehmerin, Verena Trenkwaldner. Sie musste sich erst nach mehr als sechs Stunden, fast schon am Ende der Simultanpartie, dem russischen Schachmeister geschlagen geben. Der letzte Spieler der Partie, Hofrat Dr. Wilfried Ritirc, Vorstand des Finanzamtes Linz, hatte über Stunden starke Nerven und viel Können gezeigt, doch dem Siegeszug von Kasparov konnte auch er sich nicht entgegenstellen. Nach 6,5 Stunden konnte sich das Schachgenie über den Sieg über ALLE 32 Teilnehmer freuen.


Andrea Riemelmoser wird befragt

Bei Judith Polgar kristallisierten sich nach mehr als zwei Stunden die gewieftesten Schachspieler heraus. Dennoch konnte die weltbeste Schachspielerin am Schluss 21 Partien gewinnen. Eine hat sie verloren, zwei gingen mit einem Remis zu Ende.


Judit Polgar beim Simultan. Neben dem Simultan kämpfen die Schnellschachspieler (links)


Handicap: Judit musste auf Bretter mit Kasparow-Autogramm spielen


Die ersten Züge sind gemacht.


Soeben hat's auf d1 eingeschlagen, Judit verlor die Dame und Laura Nagy gewinnt als einzige eine Partie

Doch nicht nur die beiden Größen des weltweiten Schachparketts spielten am Samstag in der PlusCity um Sieg oder Niederlage. In den oberösterreichischen und Salzburger Landesmeisterschaften im Schnellschach wurde unter 340 Teilnehmern der schnellste und beste Schachspieler aus beiden Bundesländern ermittelt. In neun Runden à 30 Minuten wurde um Schachmatt oder Remis gekämpft. Nach fast sieben Stunden standen die Sieger fest: Der oberösterreichische Landesmeister im Schnellschach ist Hermann Knoll, für Salzburg konnte Pero Ljubic den Titel des Landesmeisters erringen.

 
Bildergalerie von Cityfoto.at

 






























 

 

 

 


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