Keine Überraschungen in Runde 7

von Klaus Besenthal
18.02.2017 – Nach der Winterpause hat die Schachbundesliga heute wieder den Betrieb aufgenommen: An vier Standorten wurde die 7. Runde ausgetragen. Für die Spitzenteams aus Baden Baden, Solingen und Hockenheim gab es dabei klare Siege, und auch die Verfolger aus Bremen, Hamburg und Berlin konnten ihre Kämpfe gewinnen. Kuriosität am Rande: Der Österreicher Markus Ragger gewann seine Partie in 14 Zügen. Mehr...

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Tabelle nach der 7. Runde

 1. OSG Baden Baden            7 14  42½ 
 2. SG Solingen                7 14  40½ 
 3. SV Hockenheim              7 12  36 
 4. SK Schwäbisch Hall         7 11  34½ 
 5. SV Mülheim Nord            7 10  30 
 6. SV Werder Bremen           7  8  31 
 7. Hamburger SK               7  8  30 
 8. Schachfreunde Berlin       7  7  30 
 9. USV Dresden                7  6  27 
10. DJK Aachen                 7  5  25½ 
11. Speyer-Schwegenheim        7  5  23 
12. SG Trier                   7  4  24½ 
13. FC Bayern München          7  3  21 
14. SV Griesheim               7  2  19 
15. SK König Tegel             7  2  17½ 
16. MSA Zugzwang               7  1  16 

Meißen

USV Dresden               2 - 6 SG Solingen              
 5 Gajewski,Grzegorz      0 : 1 Giri,Anish              1
 6 Socko,Bartosz          ½ : ½ Harikrishna,Pentala     2
 8 Maiwald,Jens-Uwe       0 : 1 Ragger,Markus           4
 9 Vogel,Roven            ½ : ½ Van Kampen,Robin        5
10 Neef,Maximilian        ½ : ½ Predojevic,Borki        6
12 Boensch,Uwe            0 : 1 L'Ami,Erwin             8
14 Gauglitz,Gernot        0 : 1 Nikolic,Predrag        10
16 Hoffmann,Paul          ½ : ½ Naumann,Alexander      12

Der amtierende Deutsche Meister aus Solingen hatte eine starke Mannschaft aufgeboten, denn nicht jeder wurde beim Grand Prix in Sharjah gebraucht. Somit war der klare Sieg der Solinger gegen die Dresdner Gastgeber keine Überraschung - was sich an Brett 3 zutrug, war hingegen ganz und gar ungewöhnlich. Sehen Sie selbst:

 

In der anderen Begegnung in Meißen konnte der SK Schwäbisch Hall seinen Tabellennachbarn SV Mülheim Nord mit einem klaren Sieg überflügeln:

SK Schwäbisch Hall        6 - 2 SV Mülheim Nord          
 2 Inarkiev,Ernesto       ½ : ½ Landa,Konstantin        5
 5 Matlakov,Maxim Sergeev 1 : 0 Levin,Felix             7
 6 Laznicka,Viktor        1 : 0 Zelbel,Patrick          9
 7 Gharamian,Tigran       1 : 0 Hausrath,Daniel        10
11 Michalik,Peter         ½ : ½ Saltaev,Mihail         11
12 Wirig,Anthony          1 : 0 Warmerdam,Max          14
13 Womacka,Mathias        1 : 0 Zwirs,Nico             15
14 Zeller,Frank           0 : 1 Buckels,Valentin       17

Baden Baden

Die OSG Baden Baden will ihren im letzten Jahr an Solingen verlorenen Titel als Deutscher Meister zurück - gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller reicht offenbar auch der "zweite Anzug", um dieses Vorhaben eindrucksvoll zu untermauern. Für Trier war in Baden Baden heute nichts zu holen - man hat jetzt unmittelbaren Kontakt mit den Abstiegsrängen.

OSG Baden Baden           6 - 2 SG Trier                
 5 Svidler,Peter          1 : 0 Erdos,Viktor            2
 9 Kasimdzhanov,Rustam    1 : 0 Lupulescu,Constantin    3
10 Bacrot,Etienne         ½ : ½ Parligras,Mircea-Emili  4
11 Shirov,Alexei          0 : 1 Gledura,Benjamin        5
12 Naiditsch,Arkadij      ½ : ½ Goloshchapov,Aleksande  6
13 Movsesian,Sergei       1 : 0 Gonda,Laszlo           12
14 Meier,Georg            1 : 0 Kolbus,Dietmar         15
16 Gustafsson,Jan         1 : 0 Cioara,Andrei-Nestor   16

Der zweite Kampf in Baden Baden war hingegen hochspannend: Die beiden Aufsteiger aus Speyer und Aachen trennten sich am Ende unentschieden und stehen weiterhin beide über dem Strich.

Speyer-Schwegenheim       4 - 4 DJK Aachen               
 1 Neiksans,Arturs        0 : 1 van Foreest,Jorden      3
 2 Feller,Sebastien       0 : 1 Donchenko,Alexander     4
 3 Kantans,Toms           1 : 0 Swinkels,Robin          8
 4 Meskovs,Nikita         1 : 0 Burg,Twan               9
 8 Kovacs,Gabor           1 : 0 Hoffmann,Michael       10
10 Shytaj,Luca,Dr.        1 : 0 Braga,Fernando         12
13 Commercon,Simon        0 : 1 Braun,Christian        13
17 Mager,Denis            0 : 1 van Foreest,Lucas      14

München

Der SV Werder Bremen war für den Tabellenletzten MSA Zugzwang eine Nummer zu groß. Das musste am Spitzenbrett auch leidvoll Stefan Bromberger erfahren:

 
MSA Zugzwang              1½-6½ SV Werder Bremen         
 1 Bromberger,Stefan      0 : 1 McShane,Luke J          3
 2 Kindermann,Stefan      ½ : ½ Bluebaum,Matthias       4
 4 Hertneck,Gerald        0 : 1 Hracek,Zbynek           7
 6 Zysk,Robert            ½ : ½ Babula,Vlastimil        9
 7 Gerigk,Erasmus         0 : 1 Werle,Jan              10
 8 Dr. Hoffmeyer,Falk     0 : 1 Markgraf,Rolf-Alexande 12
 9 Eichler,Christoph      ½ : ½ Fish,Gennadij          13
11 Dirr,Ulrich            0 : 1 Koop,Thorben           14

Auch der Hamburger SK macht in diesem Jahr eine ausgesprochen gute Figur, und das wieder einmal mit jeder Menge "Eigengewächsen". Einer dieser jungen Leute ist IM Jonas Lampert, der gegen den schwedischen IM Philip Lindgren messerscharf die Schwächen in dessen Partieanlage erkannte - und bei vollem Brett die Partie gewann:

 
FC Bayern München         3 - 5 Hamburger SK             
 1 Bezold,Michael         ½ : ½ Grandelius,Nils         2
 3 Fedorovsky,Michael     ½ : ½ Bauer,Christian         3
 5 Dragnev,Valentin       0 : 1 Svane,Rasmus            6
 6 Johansson,Linus        1 : 0 Ernst,Sipke             9
 7 Lindgren,Philip        0 : 1 Lampert,Jonas          11
 8 Schenk,Andreas         ½ : ½ Kollars,Dmitrij        13
 9 Belezky,Alexander      ½ : ½ Carlstedt,Jonathan     14
14 Reich,Thomas           0 : 1 Heinemann,Thies        15

Griesheim

Gegen die Schachfreunde Berlin hatte der gastgebende SV Griesheim eine starke Mannschaft aufgeboten - allein es nützte nichts. Die Berliner holten sich den Sieg und belegen einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Für Griesheim bleibt derzeit nur ein Abstiegsplatz.

SV Griesheim              3 - 5 Schachfreunde Berlin     
 2 Georgiadis,Nicolas     0 : 1 Piorun,Kacper           3
 3 Krassowizkij,Jaroslaw  ½ : ½ Vocaturo,Daniele        4
 5 Tazbir,Marcin          ½ : ½ Kraemer,Martin          5
 6 Jarmula,Lukasz         1 : 0 Mista,Aleksander        6
 7 Walter,Stefan          ½ : ½ Jakubowski,Krzysztof    9
 8 Baskin,Robert          0 : 1 Lauber,Arnd            12
17 Spitzl,Vinzent         0 : 1 Baldauf,Marco          13
18 Nothnagel,Marian Can   ½ : ½ Thiede,Lars            15

Einen Kampf hat der SV Hockenheim in dieser Saison bereits verloren, doch der Meistertitel ist immer noch möglich - praktisch ebenso wie theoretisch. Heute untermauerten die Hockenheimer ihren Anspruch mit einem ungefährdeten Sieg gegen den SK König Tegel. Der Aufsteiger aus Berlin ist Vorletzter in der Tabelle.

SV Hockenheim             6 - 2 SK König Tegel           
 5 Howell,David W L       1 : 0 Stern,Rene              1
 6 Buhmann,Rainer         ½ : ½ Rabiega,Robert          2
 7 Saric,Ivan             ½ : ½ Richter,Michael         3
 9 Wagner,Dennis          1 : 0 Muse,Mladen             5
10 Moiseenko,Alexander    1 : 0 Bruedigam,Martin        6
12 Baramidze,David        1 : 0 Fruebing,Stefan         7
13 Braun,Arik             1 : 0 Sarbok,Torsten          8
15 Boguslawski,Oleg       0 : 1 Muse,Drazen             9

Partien:

 

Offizielle Webseite: www.schachbundesliga.de



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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flachspieler flachspieler 19.02.2017 01:27
Leider ist die Besenthal-Kommentierung der Ragger-Partie nicht sehr kompetent.
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