Talking Chess

13.03.2013 – In Teheran wurde gerade ein Wettkampf im Format "Talking Chess" ausgetragen. Ehsan Ghaem Maghami traf auf Nigel Short und spielte mit ihm ein Match mit langer Bedenkzeit, im Schnellschach und im Blitz. Warum aber "Talking Chess"? Nun, alle sechs Züge wurde die Partie kurz unterbrochen und die Spieler erklärten in einem Internet-Stream ihre Pläne. Mehr...

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Talking Chess in Teheran

Im Iran geht man neue Wege, um Schach für das Pubikum verständlicher zu machen. Vom 8.-12. März spielte der iranische Spitzenspieler Ehsan Ghaem Maghami einen Wettkampf gegen Nigel Short mit vier Partien mit Turnierbedenkzeit, vier Schnellschachpartien und acht Blitzpartien. Das Besondere war, dass die beiden Spieler dem Publikum abwechselnd regelmäßig erklärten, weshalb sie bestimmte Züge gemacht haben und was ihre Pläne und Absichten sind.

Pressekonferenz

Alle sechs Züge wurde die laufende Partie unterbrochen und die Spieler berichteten in einem Nebenraum vor einer Webcam den Zuschauern, was sie zur Partie zu sagen hatten. Der Gegner konnte die Analysen natürlich nicht verfolgen. Anders als bei den inzwischen schon auf vielen Turnieren üblichen Pressekonferenzen nach der Partie, erfährt der Zuschauer bei "Talking Chess" schon während der Partie, worum es geht. Die Kommentare der Spieler wurden in den Zuschauerraum auf Kopfhörer übertragen und waren auch auf der Turnierseite während der Partieübertragung zu hören.

Nigel Short ist ein gern gesehener Gast im Iran. Eine Zeit lang hat er das iranische Frauenteam trainiert.

Organisator dieses einzigartigen Wettkampfes war Mehrdad Pahlevanzadeh. Er berichtete, dass er bereits Anfragen von einem iranischen TV-Sender habe, der das Format gerne übernehmen würde.

 

Der Vizeweltmeister von 1993 gewann den Wettkampf in klassischer Bedenkzeit, wobei Ghaem Maghami in der dritten Partie eine ausgeglichene Stellung einzügig wegwarf.

 

Der Schnellschach- und der Blitzwettkampf endeten offenbar remis, wobei jedoch nicht alle Partien fest gehalten wurden und die Webseite nur für Kenner des Farsi vollständig zugänglich ist.

Die Idee eines solchen von den Spielern selbst kommentierten Wettkampfes ist nicht ganz neu. Die Idee wurde Anfang der neunziger Jahre schon innerhalb der PCA diskutiert, kam aber nie zur Anwendung. Deutsche Fernsehzuschauer kennen das Format von den WDR-Sendungen "Schach der Großmeister". Auch die BBC hat in Kooperation mit dem NDR zuvor schon solche "Live"- Kommentare simuliert, indem sie die Kommentare von den Spielern im Nachhinein einsprechen ließ, in die Partien montierte und dann als Aufzeichnung ausstrahlte.

 

Partien...

Turnierseite...


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