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Masters
Die 7. Runde, mit der das Turnier in seine zweite Hälfte eingetreten ist, war geprägt durch hart umkämpfte Partien. Zunächst wurde jedoch an diesem Nachmittag ein Punkt vergeben, ohne dass dafür überhaupt gespielt werden musste.
Giri gewinnt kampflos gegen Dubov
Nachdem bei einer engen Kontaktperson von Daniil Dubov eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden war, bot man diesem an, seine Partie gegen Anish Giri mit Maske zu spielen - zu Giris Schutz. Dubov lehnte ab: Er würde prinzipiell nicht mit Maske spielen. Die Partie wurde als - kampfloser - Sieg für Giri gewertet.
Anish Giri konnte sich ausgiebig die Beine vertreten und dabei der Konkurrenz über die Schulter schauen
Carlsen schlägt "Pragg" und übernimmt die Führung
Der Sieg des Weltmeisters gegen den 16-jährigen Praggnanandhaa sah alles in allem nicht allzu schwierig aus, aber ein paar weder leicht zu sehende noch leicht zu berechnende taktische Motiv wären in der Partie möglich gewesen:
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In dieser Partie waren heterogene Rochaden zu sehen, die jeweils äußerst druckvoll angegriffen wurden. Weil keiner der Spieler einen Fehler beging, war die Partie zwar kurzzeitig spannend, ging dann aber auch schnell zu Ende:
Für Richard Rapport und Shakhriyar Mamedyarov läuft es in Wijk bislang gar nicht schlecht
Interessantes Remis auch bei Grandelius und Karjakin
Die Sache mit Karjakins weißfeldrigem Läufer war eine sehr lehrreiche Angelegenheit:
Die Zeiten, als Sergey Karjakin nach der Weltmeisterkrone gegriffen hat, liegen jetzt schon ein paar Jahre zurück
Vidit strauchelt kurz vor der Ziellinie
Diese (erste) "Ziellinie" in der Partie ist das, was Großmeister gern mit "Ich will 40 gute Züge spielen" formulieren. Der Co-Tabellenführer Vidit Santosh Gujrathi schaffte an diesem Nachmittag in seiner Schwarzpartie gegen den Vorjahressieger Jorden van Foreest deren nur 35:
Kurz vor der ersten Zeitkontrolle kollabierte Vidits Stellung
Esipenko: Sieg verpasst?
In der Partie zwischen Andrey Esipenko und Sam Shankland hatten ab einem gewissen Zeitpunkt beide Spieler eine sehr aktive Dame. Vieles drehte sich dann um die Frage, wie die zusätzlich beiderseits vorhandenen T+L hätten in Szene gesetzt werden können - und um die immer wichtige Königssicherheit. Nach dem Vormarsch der schwarzen Zentrumsbauern bis hin zu 35. ... d4 sah es so aus, als würde Esipenko die deutlich besseren Karten haben, doch die Situation auf dem Brett war extrem kompliziert und auch mit Engine-Hilfe nur schwer zu beurteilen.
Jan-Krzysztof Duda verlor seine Weißpartie gegen Fabiano Caruana aufgrund eines Taktikfehlers unmittelbar nach der Zeitkontrolle. Für Caruana war es der erste Sieg in diesem Turnier. Die ehemalige Nummer 2 der Weltrangliste verfügt jetzt immerhin über einen 50-Prozent-Score.
Ergebnisse der 7. Runde
Tabelle nach der 7. Runde
(Für Anish Giri muss noch der kampflos gegen Dubov gewonnene Punkt hinzuaddiert werden, so dass Giri auch einen Score von 4,0/7 hat.)
Partien
Deutscher Live-Kommentar mit GM Klaus Bischoff
Challengers
Im Challengers-Turnier ist das Spitzenspiel der 7. Runde zwischen Rinat Jumabayev und Erigaisi Arjun remis ausgegangen. Der Vorsprung des Inders Erigaisi vor Thai Dai Van Nguyen (Tschechien) hat sich auf einen Punkt reduziert, weil der Tscheche seine Partie gegen Marc`Andria Maurizzi gewonnen hat. Jumabayev ist Dritter.
Roven Vogel ist nach seiner Niederlage gegen den Dänen Jonas Buhl Bjerre auf Platz 12 der Tabelle zu finden.
Nicht gut läuft das Challengers-Turnier für Zhu Jiner: Gegen Daniel Dardha hat die Chinesin heute nur 22 Züge durchgehalten
Klaus BesenthalKlaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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