16.09.2013 – Mit einem halben Punkt Vorsprung ging Magnus Carlsen in St. Louis in die letzte Runde. Dort stand er mit Weiß gegen Levon Aronian lange ziemlich passiv. Nachdem Aronian, der seine Stellung vielleicht überschätzte, ein stilles Remisangebot ablehnte, übernahm Carlsen das Kommando und gewann die Partie und das Turnier. Kamsky und Nakamura spielten remis. Impressionen, Analysen, Partien....
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Runde Sechs
Vor der heutigen Schlussrunde des Rex Sinquefield Cups in St. Louis, nach fünf
Runden, lag Magnus Carlsen mit 3,5 Punkten in Führung und hatte einen halben
Punkt Vorsprung vor Hikaru Nakamura. Der Turniersieg des Cups ist mit 70.000
Dollar dotiert, der zweite Platz mit 50. 000 Dollar. Die Turnierseite gibt
allerdings keine Auskunft darüber, wie die Stichkampfregelung bei Punkgleichheit
aussehen sollte. Die Spieler werden es aber vermutlich gewusst haben.
Hikaru Nakamura strebte in seiner Partie gegen Gata Kamsky wie von ihm gewohnt
kompliziertes und taktisch verwickeltes Spiel an. Kamskys 1.e4 beantwortete er
mit der Najdorf-Variante und reagierte auf den Englischen Angriff mit 6...Sg4.
In der Folge blieb Nakamura mit seinem König im Zentrum, besaß aktives Spiel am
Königsflügel, musste aber auch einiges Gegenspiel gegen den unrochierten König
hinnehmen. Schließlich endete die Partie remis.
Carlsen hatte den Vorteil, in seiner letzten Partie gegen Levon Aronian die
weißen Steine führen zu dürfen. Auf dem Brett stand dann eine häufig gespielte
Variante der Spanischen Partie, mit der Weiß üblicherweise der unangenehmen Marshall-Variante aus dem Weg
geht. Carlsen forcierte frühen Damentausch. Im Mittelspiel ohne Damen übernahm
Schwarz aber bald die Initiative und Carlsen befand sich schließlich in einer
sehr passiven Stellung. Aronian gewann einen Bauern, allerdings auf Kosten der
Mobilität seiner Figuren. In einer Art "Grabenkrieg" war es für den Armenier
schwierig, Fortschritte zu machen.
Levon Aronian
Magnus Carlsen unter Druck
Nach einem stillen Remisangebot, das Aronian ablehnte, befreite Carlsen seine
Stellung und übernahm nun seinerseits das Kommando. Überraschend schnell brach
die schwarze Stellung zusammen und Carlsen holte sich den vollen Punkt.
Auf
diese Weise erübrigte sich für die Zuschauer auch die Frage nach dem Tiebreak.
Carlsen stand als Turniersieger fest.
GM Daniel King zeigt die Partie Carlsen gegen Aronian
Der Meister ist schon verschwunden
Levon Aronian stand nach der Partie noch Rede und
Antwort
Endstand:
Alle Partien des Turniers
Jennifer Shahade und Yasser Seirawan
kommentierten in St. Louis
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