"Kein Boxkampf, sondern Schach"

08.07.2007 – Der gestrige Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht zwischen Lamon Brewster und Wladimir Klitschko dauerte nicht so lange wie die Zuschauer in der Kölnarena erhofft hatten und endete auch weniger spektakulär als erwartet. Von Anfang an übernahm Schachfan Klitschko die Initiative und beschäftigte Brewster mit seiner langen linken Führhand. Im Laufe der Runden wurde der Kampf immer einseitiger und Brewsters Trainer warf nach der sechsten Runde das Handtuch. Unter den 18.000 Zuschauern war auch Klitschko-Freund Vladimir Kramnik, der nach dem Kampf bei RTL den Kommentar von Vitali Klitschko bestätigte: "Das war kein Kampf, sondern Schach!" Kramnik war aus Hamburg angereist, wo er bei ChessBase eine DVD aufgenommen hat und bei der Auslosung für die Partnerschulen der Schacholympiade anwesend war. Wie inzwischen bekannt geworden, bezahlte Wladimir Klitschko seine harten Schläge mit einer gebrochenen linken Hand. Artikel bei Sport.de... Boxkampf bei Sport.de...Kramnik und Klitschkos...

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Als Kramnik 2002 in Bahrain sein erstes Match gegen Deep Fritz spielte, besuchten die beiden schachbegeisterten Klitschko-Brüder die ChessBase -Büros in Hamburg, um Vladimir Kramnik im Kampf gegen die Maschine "Unterstützung" zu leisten. Kramnik spielte damals Remis, ob die Unterstützung der Klitschko-Brüder dabei eine Rolle gespielt hat, lässt sich schwer entscheiden.

Das ChessBase-Team nahm übrigens aus dem Scheichtum einen großen symbolischen Scheck mit nach Hause, auf dem "200.000 Dollar" stand. Das Geld sollte einer Stiftung "Europäisches Jugendschach" zugute kommen, wurde aber von den Organisatoren in Bahrain niemals ausbezahlt. Hier wären die vier Klitschko-Fäuste in Bahrain dringend von Nöten gewesen, um die Organisatoren an ihr Zahlungsversprechen zu erinnern.


Vitali und Wladimir beim Schach in den ChessBase Büros


Wladimir Klitschko gegen Sergey Karjakin

Kramnik und die Klitschko-brüder haben sich bereits auf vielen Veranstaltungen besucht, sofern das möglich war. So waren die beiden Boxer häufig in Dortmund zu Besuch oder waren bei der Pressekonferenz für den WM-Kampf Kramnik gegen Leko 2004 in Hamburg zu Gast.

Der Kampf am Samstag war sehr einseitig. Brewster war völlig chancenlos und wurde schon von den Treffern der linken Führhand Klitschkos zermürbt. Nach sechs Runden warf die Brewster-Ecke das Handtuch.





Der Zusammenhang zwischen Boxen und Schach erhellt sich auch für den Laien unmittelbar. In beiden Sportraten wird schließlich häufig etwas geschlagen.

 

 


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