Eröffnungslexikon 2016

Heute auf schach.de

Biel Master Challenge Runde 4

– Bei der Masters Challenge in Biel spielen in diesem Jahr Maxime Vachier-Lagrave und Peter Svidler. Neben einer Schnellschachchallenge werde 4 klassische Partien gespielt. Heute ist Runde 4 der klassischen Partien. Daniel King kommentiert live ab 17 Uhr. Alle Veranstaltungen im Kalender!

Neuheiten

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Biel: Ruhetag auf der St. Peter Insel

24.07.2004 – Mit 0:4 war Luke McShane ins GM-Turnier des Bieler Schachfestivals gestartet. Dann gelang ihm gestern ausgerechnet gegen Co-Favorit Ruslan Ponomariov der erste Sieg. Alexander Morozevich konservierte durch ein Remis gegen Lokalmatador Yannick Pelletier seine Führung mit einem halben Punkt Vorsprung vor Krishnan Sasikiran. Im Accentus-Turnier führt überraschend Eva Repkova. Heute wurde das Blitzturnier gespielt, während einige den freien Tag zu einem Ausflug nutzten, Zum Schachfestival...Bericht und Fotos...
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Ruhetag in Biel
Bericht und Fotos: André Schulz


Wer holt die Kuh vom See?

Die Neuheit des Bieler Schachfestivals, das von der Kulturstiftung Accentus gesponserte Frauenturnier erregt in der Tagespresse für große Aufmerksamkeit. Einem - natürlich: französischen -  Journalisten ging gleich die Fantasie durch, indem er seinen Artikel mit "Lolitas d'Echecs" übertitelte. Auch wenn die jungen Damen meist weniger introvertiert sind als ihre männlichen Kollegen, ist es vielleicht nicht unbedingt das, was sie lesen möchten. Dennoch ist auch solcherart Aufmerksamkeit für das Schach natürlich willkommen. Warum soll etwas Sexappeal, in Sportarten wie Beach Volleyball oder Tennis längst und fast schon übertrieben Gang und Gäbe, nicht auch im Schach Gesprächsstoff liefern und für einen Blickfang sorgen?

Die Presse biss jedenfalls in der ganzen Schweiz gerne an und produzierte mehrere Seite-1-Meldungen. Im Mittelpunkt stand einmal mehr Alexandra Kosteniuk, von der es Im Internet seitenweise Glamourfotos gibt. Sie spielt im Meisteropen, das von der Kulturstiftung gesponserte Frauenturnier wird von Eva Repkova, Elisabeth Pähtz, Monika Seps, Iweta Radziewicz, Kateryna Lahno und der frisch gebackenen russischen Meisterin Tatiana Kosintseva bestritten. Deren ein Jahr ältere Schwester Nadeshda spielt im Meister-Open mit und hält sich dort gut. Mit einem Durchschnittsalter von etwa 20 Jahren stehen die jungen Damen noch am Anfang ihrer Karriere und sind gleichzeitig Beweis für einen kleinen Schachboom bei den Mädchen. Früher war Schach reine Jungen- und Männersache, doch die Zeiten sind vorbei und dem Schach tut das gut. Etwas überraschend wird das Accentus-Turnier von "Seniorin" Eva Repkova (29) aus der Slowakei angeführt. Schwer hat es die Schweizerin Monika Seps, die noch keinen Punktgewinn verbuchen konnte. Dennoch war es es von den Oraganisatoren und eine richtige Entscheidung teilzunehmen. Wo sonst als bei einem solchen Turnier könnte man besser lernen. Yannick Pelletier wurde auf diesem Weg auch an die Spitze heran geführt.

Bei der Eröffnungsfeier spielte Elisabeth Pähtz auf dem MobiCat, dem grösstem Solarboot der Welt, simultan. 


Mobi Cat

 

GM-Turnier
Stand nach fünf Runden

1. Alexander Morozevich (RUS, 2743) 3.5 points
2. Krishnan Sasikiran (IND, 2666) 3
3. Ruslan Ponomariov (UKR, 2722), Yannick Pelletier (SUI, 2597), Etienne Bacrot (FRA, 2712) 2.5
6. Luke McShane (ENG, 2643) 1

GM_Turnier: Runde 1 bis 5 zum Nachspielen...
 


 

Accentus-Turnier
Stand nach fünf Runden

1. Repkova Eva (SVK 2411) 3.5 pts
2. Radziewicz Iweta (POL 2431), Pähtz Elisabeth (GER 2396), Kosintseva Tatiana (RUS 2462) 3
5. Lahno Kateryna (UKR 2472) 2.5
6. Seps Monika (SUI 2097) 0
 

Ausflug nach St. Peter


Peter Bohnblust bewirbt sich um einen Platz im Gemeinderat...


...und führt den Ausflug an.


Bohnenblust mit Tatiana und Nadeshda Kosintseva

Am heutigen Samstag war Ruhetag, denn viele Spieler zur Teilnahme am Blitzturnier nutzten. Einige beteiligten sich jedoch lieber an dem angebotenen Ausflug auf die St. Peter Insel. Früher war es eine richtige Insel mit einer kleinen vorgelagerten Vogelinsel. Dann wurde die Aare, die im Seenland häufig für Überschwemmungen sorgte, umgeleitet und in Folge dieser Maßnahme der Wasserspiegel des Bielersees um etwa zwei Meter abgesenkt.


Die alte Uferbefestigung liegt jetzt mitten im Wald

So wurde aus St. Peter eine Halbinsel. Die Schweizer stören sich aber an der Änderung nicht, betrachten sie einfach weiter als richtige Insel und besuchen sie demgemäß auch mit dem Schiff von der Seeseite her.



Der einflussreiche französische Philosoph Jean-Jaques Rousseau verbrachte 1765 zwei Monate in dem Kluniazenser-Kloster auf der Insel. Sein Slogan "Zurück zur Natur" ist schon vorher entstanden, wenn nicht, wäre ihm die Idee wohl hier gekommen. In Briefen äußerte er seine Begeisterung über den Bieler See und das unentdeckte St. Peter.


Rousseaus Brief, in dem er die St. Peter Insel als schönsten Fleck der Welt lobt.


Hier schlief der Meister


Gesammelte Werke

Auch Goethe, der auf seiner Reise nach Italien in Biel Station machte, soll seine Fuß auf St. Peter gesetzt haben. An diesem Samstag folgten ihm einige wenige Schachspieler, deren Fahrt zuvor an malerischen Weinbergen und Orten vorbei führte. 
 


Hohle Gasse auf St. Peter




Die Schweizer zeigen gerne Flagge.

Schweizer Panorama:

Wenn Sie den Fluss umgelenkt und den See abgelenkt habe, haben sie die Berge vielleicht auch aufgeschüttet, wer weiß?



Die Bootsfahrt führt vorbei an Schwimmern und endet in Biel eigentlich mitten im Freibad.


Tatiana und Nadeshda Kosintseva...


... mit Peter Bohnenblust und Vater.


Die Schwestern kommen aus Archangelsk und studieren Jura.


Krishnan Sasikiran gibt...


einem Fan ein Autogramm.

Die St. Peter Insel


Fischerhütte


Das ehemalige Klunianzenser-Kloster beherbergt heute einen Gasthof


Der bronzezeitliche Grabdeckel wurde als Tränke genutzt, ehe man seine Bedeutung erkannte.




v.l.: Mihail Brosky, Kateryna Lahno, Zahar Efimanko, Kosintsev, André Schulz, Tatiana und Nadeshda Kosintseva
 

Foto-Shootings:


Kateryna Lhano mit Zahar Efimenko und ihrem Trainer Mihail Brodskij


Zahar Efimenko

Rückfahrt:


Peter Bohnenblust mit dem Kapitän, der das Schiffe ebenso sicher im Griff hatte, wie sonst zu Hause seine Märklin Eisenbahn.


Auf dem Bielersee machen die Schiffe mit ihrem Anstrich Werbung für Firmen und Produkte. Unser Boot hatte eine Kuh auf dem, "Kühlergrill" und warb für Milch.

 

 

 

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