Einladung zum Lasker-Masters

30.08.2013 – Die Lasker-Gesellschaft lädt zu ihrem 5. Laskers Masters nach Wolfen ein. im Rahmenprogramm wird eine Führung durch die Filmfabrik Wolfen angeboten. Diese gehörte erst zur Agfa AG, produzierte u.a. die ersten Farbfilme der Welt und war in der DDR Teil des Chemie-und Filmkombinats ORWO. 1994 wurde die Firma liquidiert. Heute dient die Fabrik als Museum. Einladung und Filmfabrik...

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5. LASKER MASTERS
OFFENES SCHNELLTURNIER um den
EMANUEL-LASKER-ORWO-POKAL


Termin: Sonnabend, den 7. September 2013
Ort: Städtisches Kulturhaus Wolfen – Saal 063 Puschkinstraße 3, 06766 Wolfen
Modus: 9 Runden Schweizer System
Bedenkzeit: 15 Minuten pro Partie und Spieler
Startgeld: 15 € - Mitglieder ELG und Senioren 8 € Jugendliche 5 €
Titelträger sind von der Zahlung befreit

10:00 – 10:50 Uhr Anmeldung im Saal 063 des Kulturhauses
11:00 Uhr Begrüßung durch: Petra Wust, OB der Stadt Bitterfeld-Wolfen Dr. Günter Reinemann (Präsident LSV Sachsen-Anhalt) Hans-Jürgen Krause (Chemie Wolfen)
Eröffnung des Turniers: Dr. Gerhard Köhler (ORWO Net GmbH) Paul Werner Wagner (Emanuel Lasker Gesellschaft)

11:30 Uhr Beginn der 1. Runde
Siegerehrung: ca. 18:00 Uhr –
Abendessen der Emanuel Lasker Gesellschaft

Turnierleiter: Bernhard Riess (Berlin)
Preise: 1. Platz – 150 € / 2. Platz – 125 € / 3. Platz – 100 € / 4. Platz – 75 € / 5. Platz – 60 € / 6. Platz – 50 € / 7. Platz – 40 € / 8. Platz – 30 € / Bester weiblicher Teilnehmer – 50 € / Bester Senior Ü 60 – 50 € / Bester Jugendlicher U 18 – 40 € / Bester Jugendlicher U 14 – 30 €
Anmeldung: Wir bitten um Anmeldung unter: pww@lasker-gesellschaft.de

Rückfragen: Paul Werner Wagner 0175-5948124
Startgeldüberweisung: Emanuel Lasker Gesellschaft
Commerzbank
Konto: 40 50 63 57 00
Bankleitzahl: 120 800 00
Kennwort: Lasker-ORWO-Pokal mit Namensangabe

Anmeldeschluss: 4. September 2013

Falls noch freie Plätze vorhanden sind, kann am Turniertag bis 10:45 Uhr noch die Anmeldung erfolgen! Im Spiellokal wird ein kostengünstiger Imbiss angeboten.

Wer am Freitag, den 6. September 2013, anreisen möchte, kann am Programm teilnehmen:

Rahmenprogramm:

Industrie- und Filmmuseum Wolfen
Chemiepark Bitterfeld-Wolfen Areal A
Bunsenstraße 4
06766 Wolfen
Telefon: 03494-636446

Industrie-und Filmmuseum Wolfen...

Einblick in die Sammlung im museum digital...

15:00 Uhr Begrüßung durch den Leiter des Kreismuseums Bitterfeld, Herrn Uwe Holz, anschließend Führung durch das Industrie- und Filmmuseum
16:30 Uhr Vortrag: Dr. Rainer Karlsch „Eine Weltfirma unter dem Zeichen von AGFA/ORWO– Geschichte der Filmfabrik Wolfen“

17:30 Uhr

Städtisches Kulturhaus Wolfen -
Puschkinstraße 3
06766 Wolfen

Begrüßung: Dr. Günter Reinemann (Präsident LSV Sachsen-Anhalt)
Thomas Weischede (2. Vorsitzender Emanuel Lasker Gesellschaft)

17:45 Uhr Paul Werner Wagner: „Liebe zum Schach – Rückblick auf ein halbes Jahrhundert“

18:00 Uhr PODIUMSDISKUSSION „Schach in der DDR – Schach heute“

Uwe Bönsch IGM und Schachbundestrainer), Dr. Fritz Baumbach (DDR-Meister 1970, Fernschach-Weltmeister 1988 und zweifacher Fernschach-Olympiasieger) und Dr. Gerhard Köhler (ORWO Net) Moderation: Paul Werner Wagner - Gemütliches Beisammensein

Unterkunft:
Hotel „Deutsches Haus“ Wolfen, Leipziger Str. 94a – Telefon: 03494-45025 Email: hotel-deutsches-haus@online.de Homepage: www.deutscheshauswolfen.de

Eine Veranstaltung der Emanuel Lasker Gesellschaft in Kooperation mit SG Chemie Wolfen und SG 1871 Löberitz und mit freundlicher Unterstützung der ORWO Net GmbH Wolfen

Presseinfo der Lasker-Gesellschaft

 

Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Karte mit Wolfen, nördlich von Leipzig

Ab 1909 gehörte die Filmfabrik Wolfen zur Agfa AG (Aktien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation) und war unter anderem Leitbetrieb für die Kamerawerke in München. 1936 wurde in Wolfen der erste verwendbare Mehrschichtenfarbfilm produziert. Der Standort war führend bei der deutschen Cellulose- und Kunstfaser-Produktion. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Wolfen zunächst durch amerikanische Streitkräfte besetzt. Spezialeinheiten der Amerikaner beschlagnahmten Dokumente, Herstellungsanleitungen und Patente und stellten sie der US-Industrie zur Verfügung. Kodak produzierte mit diesen dann eigene Farbfilme. Nach der Übergabe an die Sowjetunion wurden die meisten Anlagen demontiert und inklusive Personal nach Schostka in die Ukraine verfrachtet. Ab 1958 startete die DDR in Wolfen ihr "Chemieprogramm" mit dem "VEB Film- und Chemiefaserwerk Agfa Wolfen." Diese wurde 1964 in ORWO (Abkürzung für Original Wolfen) umbenannt.

1990 wurde der Wolfener Stammbetrieb der ORWO in die Filmfabrik Wolfen AG umgewandelt. Das Aktienvermögen in Höhe von 230 Mio. DM hielt die Treuhand. 1992 wurde die Filmfabrik in die Wolfener Vermögensverwaltungsgesellschaft AG und die Filmfabrik Wolfen GmbH aufgeteilt. Nachdem die Privatisierung der Filmfabrik Wolfen GmbH scheiterte, wurde die Firma 1994 liquidiert.

Der ehemalige Verwaltungs-Hauptsitz der Filmfabrik Wolfen (Bild von um 2004) wurde 1936-1939 als „Wissenschaftliches Zentral-Laboratorium der Photographischen Abteilung“ von Agfa gebaut. Heute wird es als Rathaus von Bitterfeld-Wolfen genutzt. Links vorne steht das Denkmal „Die Chemiearbeiterin“ von Gerhard Markwald, 1964. (Foto: Robert Jäschke; CC BY-SA )

 Mehr zur Geschichte der ORW0 bei photoscale...

Das Film-und Industriemuseum Wolfen zeigt in seinen Ausstellungen eine Fülle an Exponaten aus der Produktionsgeschichte von Film, Foto und Bürokommunikation. Für alle Retrofreunde und Industrieromantiker ist dies ein wahrer Schatz von Geräten und Hilfsmitteln, die man vielleicht einst selber noch in Gebrauch hatte und mit denen man Erinnerungen verbindet. Im "musum digital" hat das Land Sachsen-Anhalt Exponate verschiedener Museen des Landes, auch des Filmmuseums, fotografiert und im Internet zugänglich gemacht.

Rollfilm

Das ist die Verpackung eines Filmes für Fotoapparate. Dort sind einige Begriffe aufgedruckt, die bei den jüngeren Lesern Erklärungsbedarf verursachen: Das Wort Fotoapparat ist vielleicht auch der Jugend  noch verständlich. Heute würde man Kamera sagen. Color bedeutet Farbe. Warum steht das da? Weil es auch noch aus vorherigen Tagen (doch, doch, es gab sogar noch eine Zeit vor der Steinzeit, aus der dieses Exponat stammt) Filme in Schwarz-Weiß gab. ORWO war in der Deutschen Demokratischen Republik der Hersteller für Materialien dieser Art. Das Bild wurde mit Hilfe eines photochemischen Vorgangs (bitte googeln) auf einem "Film" festgehalten, heute würde man sagen: gespeichert. Dann wurde der Film "entwickelt" (umkopiert). Bei einem Diafilm kamen am Ende kleine Bilder auf einem lichtdurchlässigen Material heraus, die man mit einem "Projektor" (eigentlich nur eine starke Glühbirne mit Halterung) auf einer Leinwand abbilden konnte. Mancher Hobby-Fotograf stellte riesige Diasammlungen zusammen, deren einziger Nutzen allerdings darin bestand, seine Freunde (danach: früheren Freunde) mit stundenlangen Diaabenden zu quälen.

Fotopapier

Sofortkamera

Bei diesem Typ wurde das Bild schon in der Kamera entwickelt. Nach nur wenigen Minuten konnte man die Aufnahme auf Fotopapier aus dem Apparat ziehen und anschauen. Sensationell!

"Die Polaroid Sofortbildkamera vom Typ 1000 SE für SX-70 Poloaroidfilm im Format von 7,8 x 7,9 cm im Bildbereich ist eine Sonderedition (SE). Das Gehäuse besteht aus schwarzem und cremefarbenem Kunststoff. Der Auslöser ist grün. Die Trageschlaufe ist aus schwarzem synthetischem Textilband. Die Kamera verfügt oberhalb der Optik über einen Anschluss für eine Blitzschiene (Flashbar) und besitzt einen elektronischen Verschluss mit Werten von 1 bis -/150 Sekunde. Eine im Filmpack integrierte laminierte Kohle-Zink Batterie liefert die zum Betrieb notwendige Energie. Die Scharfstellung erfolgt manuell. Die Optik hat folgenden Wert: 14,6 /103 mm. Der Apparat weist deutliche Gebrauchsspuren auf." (Industrie- und Filmmuseum Wolfen )

Eine Filmkamera mit Wechselobjektiv

"Die Filmkamera "Kiev 16 C-2" ist eine Kamera für 16mm Film. Das Metallgehäuse ist grau beledert und hat an der Oberseite einen grauen Tragegriff aus Leder. Auf einer Seite befindet sich eine kreisrunde verstellbare Belichtungstabelle mit Typenbezeichnung und Herstellerlogo. Rechts daneben, die angelenkte Öffnung für das Filmkassettenfach. Darauf, eingraviert und in rot gehalten "16mm". Auf der Kamerarückseite sind Sucher und Öffnungsmechanik für das Kassettenfach. Beim Öffnen des Fachs wird am angelenkten Teil die eingravierte Gerätenummer 1587-64 sichtbar, womit sich auch das Produktionsjahr auf 1964 festlegen lässt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der Griff zum Aufziehen des mechanischen Federwerks und Einstellung für die Bildfrequenz von 16, 24, 32, 48 und 64 Bildern pro sek. (Das Federwerk ist defekt). An der Kamerafront sind zwei Objektive, die über einen Drehmechanismus gewechselt werden können. Objektiv 1: Po-51, 2,8/20 Nr. 6400659; Objektiv 2: Industar-50, 3,5/50, Nr. 6401230. Links unten befindet sich der Auslöser. Schräg unterhalb noch ein Herstellerschild. An der Kameraunterseite ist ein Stativgewinde angebracht. Die Kamera weist deutliche Gebrauchsspuren auf."  (Industrie- und Filmmuseum Wolfen )

Hier die Westversion (ohne Wechselobjektiv!)

"Die Schmalfilmkamera "Canon 310 XL" hat das Format "Super-8". Der Zustand der Kamera ist mittel. Gehäuse: Kunststoff schwarz, Klappgriff Objektiv: Canon Zoom Lens C-8 1:10 / 8,5 - 25,5 Macro Sucher: Reflexsucher Antrieb: - Weitere Details: macro, Cds-Belichtungsmesser außerhalb des Objektivs, Bilder / Sekunde 1 + 18, lichtstärkste Super-8 Kamera, XL" (Industrie- und Filmmuseum Wolfen )

Diese Rechenmaschine ist schon alleine wegen ihres Namens bemerkenswert: "Triumphator". Leider nur als Tischgerät. Das Mitführen in der Tasche war auf Dauer doch lästig.

"Die Triumphator KA (KA = Kleinaddiermaschine) ist eine Zweispeciesmaschine, d.h. sie führt die beiden Grundrechenarten Addition und Subtraktion aus. Die Einstellhebel haben die Farben weiß und rot. Das Kunststoffgehäuse der Maschine ist hammerschlag grün lackiert, Auf der Rückseite der Gehäuses befindet sich ein Aufkleber vom Deutschen Amt für Messwesen und Warenprüfung (DAMW): Die Ziffer 1 in einem Dreieck darunter 13/3223. Die 1 im Dreieck bedeutet: Das Produkt entspricht dem Durchschnitt des Weltmarkts, die 13/3223 ist die Betriebsidentifikationsnummer. Der Geräteboden ist aus Metall und steht auf vier Gummifüßen. In den Boden ist die Gerätenummer 009097 gepunzt." (Industrie- und Filmmuseum Wolfen )

Dies ist ein MP3-Player der 1960er und 70er Jahre. Die Titel wurden nicht auf Speicherstick, sondern auf einem flexiblem Band gespeichert. Vorteil: Man konnte die Bänder aufrollen. Und wenn der Speicher kaputt ist, einfach mit Tesa wieder zusammenkleben. Nachteil: Das Speichern dauert genauso lange wie das aufzunehmende Tonstück. Und das Gerät ist etwas sperrig. Geräte der Marke Revox (wurde nicht in Wolfen hergestellt) sind heute Kult und kosten eine Vielfaches ihres ursprünglichen Anschaffungspreises, auch deshalb, weil solch ein Tonbandgerät im Film "Pulp Fiction" zu sehen ist.

"Das Modell Tesla B 57 Typ ANP 237 ist ein Vierspur Mono Tonbandgerät für18er Spulen mit einer Bandgeschwindigkeit von 9, 53 cm/s. Der Frequenzbereich liegt zwischen 50 und 12000 Hz. Ein vierstelliges Zählwerk ist vorhanden. Die Eingänge für Mikrofon, Rundfunkgerät und Phono sowie Ausgänge für 4 Ohm Lautsprecher, Kopfhörer und Kabelfernbedienung für einen Diaprojektor befinden sich auf der Geräterückseite. Der eingebaute Lautsprecher hat eine Ausgangsleistung von 5 Watt. Der Betrieb erfolgt bei 120V/220V bei 50 Hz Wechselspannung und einer Ausgangsleistung von 46 W. Das Gerät befindet sich in einem Holzgehäuse. Der Deckel des Koffergerätes ist ebenfalls aus Holz. Dort befindet sich auch die rote Herstellerplakette mit technischen Angaben und der Gerätenummer 445290. Eine Bedienungsanleitung ist vorhanden. Das Tesla B 57 wurde vorwiegend im Schule und Ausbildung eingesetzt. " (Industrie- und Filmmuseum Wolfen )

Das Museum zeigt auch eine Reihe von Titeln einer "Filmillustrierten". Das ist so eine Art Movie-Blog, aber auf Papier gedruckt.

Die Route ist heute eigentlich nur noch mit einem Leopard II gefahrlos befahrbar.

Dirne? Heute würde man vielleicht sagen: eine "bitch"

Ein aktuelles Thema aus der Reisewelt, z.B. im Mainzer Hauptbahnhof.

Aus der Justizgeschichte: Der Titel ist nur schwer in die aktuelle bundesdeutsche Realität zu übersetzen. Vielleicht: "Der Freigänger ist nicht zurückgekehrt".

Klassiker mit Hans Albers und Heinz Rühmann.

Fotos. museum digital
Text: André Schulz mit Texten der Filmfabrik Wolfen

 


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