German Masters: Buhmann und Bindrich in Führung

von André Schulz
04.08.2017 – Nach vier Runden liegen beim German Masters in Dresden Falko Bindrich und Rainer Buhmann in Führung. Bindrich gelang in Runde vier eine Kontersieg über Matthias Blübaum. Buhmann gewann seine Partie gegen Georg Meier. (Foto: Bernd Vökler)

 

Nur mit Grausen denkt Rainer Buhmann wahrscheinlich an die letzte Deutsche Meisterschaft in Apolda zurück, wo er in einen Remissumpf geriet, aus dem er sich nicht befreien konnte und der ihn gegen (Elo-) schwächere Gegner reichlich Elopunkte kostete. In Dresden, beim German Masters läuft es nun deutlich besser. Nach zwei remis gegen Andreas Heimann und Liviu-Dieter Nisipeanu, konnte der Hockenheimer zweimal voll punkten. Er besiegte in Runde drei Rasmus Svane und und legte gestern mit einem Sieg über Georg Meier nach. 

Neben Rainer Buhmann konnte auch Falko Bindrich bisher zwei Partien gewinnen. Gestern gelang ihm gegen Matthias Blübaum ein Bigpoint. Aus der derzeit wieder sehr populären Semi-Tarrscjachvariante heraus entstand folgende Position:

 

Ein paar Züge später:

 

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Ergebnisse der 1. Runde

Br. Titel Name Land ELO Erg. Titel Name Land ELO
1 GM Liviu Dieter Nisipeanu
 
2683 ½ - ½ GM Matthias Bluebaum
 
2642
2 GM Georg Meier
 
2644 ½ - ½ GM Falko Bindrich
 
2585
3 GM Rasmus Svane
 
2583 0 - 1 GM Niclas Huschenbeth
 
2585
4 GM Rainer Buhmann
 
2580 ½ - ½ GM Andreas Heimann
 
2591

Ergebnisse der 2. Runde

Br. Titel Name Land ELO Erg. Titel Name Land ELO
1 GM Matthias Bluebaum
 
2642 ½ - ½ GM Rasmus Svane
 
2583
2 GM Andreas Heimann
 
2591 0 - 1 GM Falko Bindrich
 
2585
3 GM Niclas Huschenbeth
 
2585 0 - 1 GM Georg Meier
 
2644
4 GM Rainer Buhmann
 
2580 ½ - ½ GM Liviu Dieter Nisipeanu
 
2683

Ergebnisse der 3. Runde

Br. Titel Name Land ELO Erg. Titel Name Land ELO
1 GM Liviu Dieter Nisipeanu
 
2683 ½ - ½ GM Andreas Heimann
 
2591
2 GM Georg Meier
 
2644 ½ - ½ GM Matthias Bluebaum
 
2642
3 GM Falko Bindrich
 
2585 ½ - ½ GM Niclas Huschenbeth
 
2585
4 GM Rasmus Svane
 
2583 0 - 1 GM Rainer Buhmann
 
2580

Ergebnisse der 4. Runde

Br. Titel Name Land ELO Erg. Titel Name Land ELO
1 GM Liviu Dieter Nisipeanu
 
2683 ½ - ½ GM Rasmus Svane
 
2583
2 GM Matthias Bluebaum
 
2642 0 - 1 GM Falko Bindrich
 
2585
3 GM Andreas Heimann
 
2591 ½ - ½ GM Niclas Huschenbeth
 
2585
4 GM Rainer Buhmann
 
2580 1 - 0 GM Georg Meier
 
2644

Partien von Runde 1 bis 4

 

Stand nach vier Runden

Rg. Titel Name Land ELO 1 2 3 4 5 6 7 8 Pkt. Perf. Wtg.
1 GM Falko Bindrich
 
2585     ½   ½ 1 1   3.0 / 4 2806 5.00
2 GM Rainer Buhmann
 
2580     1 ½   ½   1 3.0 / 4 2816 4.75
3 GM Georg Meier
 
2644 ½ 0     1   ½   2.0 / 4 2598 4.25
4 GM Liviu Dieter Nisipeanu
 
2683   ½       ½ ½ ½ 2.0 / 4 2599 3.50
5 GM Niclas Huschenbeth
 
2585 ½   0     ½   1 2.0 / 4 2600 3.25
6 GM Andreas Heimann
 
2591 0 ½   ½ ½       1.5 / 4 2520 3.50
7 GM Matthias Bluebaum
 
2642 0   ½ ½       ½ 1.5 / 4 2536 2.50
8 GM Rasmus Svane
 
2583   0   ½ 0   ½   1.0 / 4 2432  

Turnierseite...

 


André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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Anton46 Anton46 04.08.2017 07:58
Kann jemand sagen ob Spieler wie z.B. Bluebaum od. Svane Vollprofis bzw. Pseudo Studenten sind.
Kann jemand normal studieren, der ein Turnier nach dem anderen spielt. Wohl kaum, ausser ein ausserordentliches Genie --
FramiS FramiS 05.08.2017 01:53
Rasmus hat, soviel ich weiß, ein Schachjahr eingelegt. Bluebaum studiert in Bielefeld, von Mitte Juli bis Mitte Oktober sind Semesterferien. Früher zumindest wäre es ohnedies kein Problem gewesen, da niemand die Anwesenheit interessiert hätte. Man musste einfach die Prüfungen bestehen. Ob das heute im Zuge des Bologna-Prozesses anders ist, d.h. für die Erlangung der Scheine eine gewisse Anwesenheit nachzuweisen ist, weiß ich nicht.

Prinzipiell muss man sicher kein Genie sein, um sein Studium zu absolvieren, und dennoch viel Zeit in anderes zu investieren. Ob man die absolute Weltspitze erreichen kann, wenn man das Schachspielen nicht als Vollzeitberuf oder mehr betrachtet, ist eine andere Frage.
Anton46 Anton46 05.08.2017 03:58
Wer fortlaufend Schach spielt dem schwirren wahrscheinlich ständig tausende von Stellungen und Varianten im Kopf rum.
Ein "ausserschachliches" Studium dürfte nur schwer funktionieren.
Buzzard Buzzard 05.08.2017 11:59
Ist doch alles Standard heutzutage in Deutschland. Die spielen ein paar Turniere, verdienen nebenher ein paar Euronen, um ihr Studium zu finanzieren, nach Studienabschluss fangen sie für GUTES Geld (also kein Taschengeld wie als "Schachprofi") an zu arbeiten (in der Industrie oder als Beamter (Hertneck/Döttling)), und das wars dann mit der "Schachkarriere". Es gibt einige Ausnahmen (Fridman/Nisipeanu), aber bei denen reicht es zum Leben auch nur mit Einnahmen aus Coachings für Privatschüler und den Gehältern der Bundesligavereine. Einen deutschen Spieler, der z.B. beim Sinquefieldcup als WIRKLICHER SCHACHPROFI teilnimmt, wird es in den nächsten hundert Jahren jedenfalls mit Sicherheit nicht geben. Damit das ginge, müssten sich Strukturen im Deutschen Schachbund ändern, und das wird, man kann es drehen und wenden wie man will, nicht passieren, auch mit einem Herrn Krause an der Spitze nicht. Leider.
hockeyplayer hockeyplayer 05.08.2017 06:17
Dem Kommentar von Buzzard stimme ich zu. Solange beim Deutschen Schachbund das Schulschach absolute Priorität besitzt, wird sich in Sachen Professionalität nichts ändern. Für eben jenes Schulschach interessiert sich kein Sponsor und das Resultat von der letzten 25 Jahre Schulschach ist eine einzige Niederlage für den Deutschen Schachbund. Selbst die Niederländer haben in diesem Zeitraum mehr und bessere Großmeister hervorgebracht als Deutschland.
Herr Krause kann immerhin bei seinem Arbeitgeber anfangen Geld für das Profischach in Deutschland zu generieren. Ob dies gelingen wird, ist bei den derzeitigen Strukturen im deutschen Schach eher fraglich. Aber ein Versuch wäre es wert.
Es wird Zeit, dass die Marktwirtschaft im Schach eingeführt wird, dass was nach der Deutschen Einheit passiert ist, war bisher eher Sozialismus (in der Sportart Schach, in anderen Sportarten sieht es anders aus).
Anton46 Anton46 06.08.2017 03:20
Allgemein fällt auf, dass die Yougster GMs bei uns viel zu viel Turniere (wohl mehr als 1 pro Monat) spielen, das ist nicht unbedingt förderlich für das Spiel. Ein Spieler wie Lasker z.B. lies Spieler wie Tarrasch od. sogar Capablanca jahrelang hinhalten.
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