04.11.2014 – Heute hätte das Tashir Petrosian Memorial in Moskau einen fast perfekten Auftakt im Geiste der remisfreudigen 9. Weltmeisters gefeiert, wenn Alexander Grischuk nicht aus der Reihe getanzt wäre. Mit Weiß setzte er Ernesto Inarkiev schon früh unter Druck und kam zu einem vollen Punkt. Die anderen Spieler gedachten Petrosian standesgemäß mit der Punkteteilung. Mehr...
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Irgendwie hat das Tashir Petrosian Memorial es noch geschafft, eine kleine Lücke im neuerdings äußerst gedrängten Schach-Terminkalender zu finden. Das Grand Prix-Turnier von Tashkent ist gerade vorbei, die Weltmeisterschaft zwischen Carlsen und Anand beginnt am Samstag und wird bis Ende November dauern. Die "freien" Tage dazwischen bieten zwar nicht Platz für ein ganzes Turnier mit ungeteilter Aufmerksamkeit, aber immerhin für einige Runden.
Sponsor des Turniers zu Ehren von Tigran Petrosian ist Samvel Karapetyan, der Gründer und Präsident des Multikonzerns Tashir und der wohl reichste Armenier der Welt mit einem geschätzten Vermögen von vier Mrd. Dollar. Es ist sicher gut fürs Schach und besonders seine Aktiven, wenn so ein Mann dem Schach nicht nur seine Aufmerksamkeit schenkt.
Das Moskauer Novotel
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Schach!
Boris Gelfand ist derzeit übrigens der vielleicht meist beschäftigte Vielspieler unter den Topgroßmeistern. Er musste sich beeilen, um von Tashkent noch rechtzeitig nach Moskau zu kommen. Dies ist sein drittes Turnier innerhalb von sechs Wochen. Beim Grand Prix in Tashkent hatte man den Eindruck, dass dem Vizeweltmeister von 2012 etwas die Puste ausgeht. Aber vielleicht kommt er in Moskau wieder zu besseren Ergebnissen.
In der heutigen ersten Runde musste Gelfand gleich mit Schwarz gegen Levon Aronian ran. In der Symmetrievariante der Tarrasch-Verteidigung holte Petrosians Landsmann aber nichts raus und so endete die Partie ohne große Aufregung remis.
Auch die Begegnung zwischen Ding Liren und Kramnik endete ohne Sieger. Kramnik wählte eine gerne von Vaganjan angewandte Variante im Abtauschsystem des Damengambits, in der Schwarz einen isolierten Doppelbauern auf der f-Linie in Kauf nimmt und hielt den Chinesen damit mühelos auf Distanz.
In Leko gegen Morozevich sorgte Letztere mit der Wahl der Sizilianischen O'Kelly-Variante für Abwechslung. Nach dem Lehrbuchzug 3.c3 ging die Partie dann in die Alapin-Variante über. Mehr als einen akademischen Vorteil konnte Weiß hier nie nachweisen und so wurde der Punkt auch hier geteilt.
Einzig Alexander Grischuk tanzte aus der Remisreihe. Mit Weiß setzte er Ernesto Inarkiev in der Katalanischen Eröffnung schon bald unter Druck. Schließlich gewann er einen Bauern und hatte dann mit zwei verbundenen Freibauern am Damenflügel im Endspiel mit Turm und Läufer keine Mühe, die Partie für sich zu entscheiden.
Kramnik und Ding Liren
Morozevich und Leko
Alexander Grischuk spielt gegen...
... Ernesto Inarkiev
Grischuk und Gelfand
Boris Gelfand sucht seine Konzentration
№
Name
ELO
Ergebnis
Name
ELO
№
1
Ding Liren
2730
½-½
Vladimir Kramnik
2760
8
2
Peter Leko
2731
½-½
Alexander Morozevich
2724
7
3
Levon Aronian
2797
½-½
Boris Gelfand
2759
6
4
Alexander Grischuk
2795
1-0
Ernesto Inarkiev
2688
5
Partien:
Hier wird kommentiert
Da kann man nur staunen
Andrej Filatov
Es gibt viel zu sehen
Gelfands Immer-Sekundant Alexander Huzman
Dirk Jan ten Geuzendam und Maria Emelianova mit großen Objektiven
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