Mannschaftspokal: Baden-Baden und Hockenheim im Endspiel

von Klaus Besenthal
13.05.2017 – In Dresden meinte es die Losfee heute gut mit den Favoriten, denn die OSG Baden-Baden und der SV Hockenheim mussten nicht schon im Halbfinale der Pokalmannschaftsmeisterschaft gegeneinander antreten. Arkadij Naiditsch (Foto: Archiv) war dabei der elostärkste Spieler vor Ort - sein Verein, der Deutsche Meister OSG Baden-Baden, kam zu einem klaren Sieg gegen die Gastgeber vom USV TU Dresden. Schwerer hatte es Vizemeister SV Hockenheim gegen den SK Norderstedt.

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Der Deutsche Schachbund (DSB!) arbeitet in seiner Turnierordnung intensiv mit Akronymen; und in diesem Sinne berichten wir hier von der "DPMM", was sich auch viel einfacher schreiben lässt als "Deutsche Pokalmannschaftsmeisterschaft". Und dies wäre noch nicht einmal die in der Turnierordnung nachzulesende offizielle Turnierbezeichnung: Es war das Halbfinale der "Deutschen Schach-Pokalmeisterschaft für Mannschaften", das heute in Dresden ausgetragen wurde.

Die Gastgeber vom USV TU Dresden hatten nicht ihre - aus der Bundesliga bekannte - stärkste Mannschaft aufgeboten, mussten sich aber, so wollte es die Auslosung, mit dem frischgebackenen Deutschen Meister, der OSG Baden-Baden, auseinandersetzen. Ein Blick auf die Elozahlen zeigte schon vor Spielbeginn, dass es für Dresden nicht allzu viel zu holen geben würde - am Ende holten die bedauernswerten Gastgeber dann sogar überhaupt nichts:

Dresden - Baden-Baden 0:4

1 FM Möhn Hans 2382 - GM Movsesian Sergei 2677 0 : 1
2 IM Vogel Roven 2462 - GM Naiditsch Arkadij 2702 0 : 1
3 IM Neef Maximilian 2438 - GM Meier Georg 2621 0 : 1
4 FM Gungl Theo 2269 - GM Gustafsson Jan 2626 0 : 1

Viel größere Schwierigkeiten hatten die Deutschen Vizemeister vom SV Hockenheim mit ihrem Gegner SK Norderstedt. Erst als Dennis Wagner kurz vor 20 Uhr endlich sein Endspiel gegen Andrey Ostrovskiy gewonnen hatte, da stand fest: Dank der Berliner Wertung hatte Hockenheim das bessere Ende für sich. Bei der Berliner Wertung zählt - einfach ausgedrückt - ein Sieg an einem höheren Brett mehr als ein Sieg an einem tieferen Brett.

Hockenheim - Norderstedt 2:2 (7:4)

1 GM Buhmann Rainer 2633 - IM Trent Lawrence 2449 ½:½
2 GM Wagner Dennis 2543 - IM Ostrovskiy Andrey 2456 1 : 0
3 GM Braun Arik 2579 -   Powierski Emil 2321 ½:½
4 IM Boguslawski Oleg 2435 - IM Kopylov Michael 2431 0 : 1

Partien vom Halbfinale:

 

Morgen, am Sonntag, geht es um 10 Uhr (Liveübertragung auf ChessBase.de) weiter mit dem Finale zwischen Baden-Baden und Hockenheim. Im Spiel im Platz 3 trifft Dresden dann auf Norderstedt.

 



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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