Power Play 23 und 24

Heute auf schach.de

Bilbao Master Runde 1

– Bei der Masters Challenge in Biel spielen in diesem Jahr Maxime Vachier-Lagrave und Peter Svidler. Neben einer Schnellschachchallenge werde 4 klassische Partien gespielt. Heute ist Runde 1 der klassischen Partien. DAniel King kommentiert live ab 17 Uhr. Alle Veranstaltungen im Kalender!

Neuheiten

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Wir haben den gesamten Bereich (E00-E59) im "Komplettes Nimzoindisch-Powerbook 2016" zusammengefasst. Es basiert u.a. auf 45.000 Partien aus der Mega Datenbank und 4.000 Fernschachpartien. Den Löwenanteil stellen die 245.000 Partien aus dem Maschinenraum.

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Abgelehntes Damengambit Powerbook 2016

Für das Damengambit-Powerbook wurde hochwertiges Material verwendet: 90.000 Partien aus der Mega Database und vom Fernschach, dazu kommen über 310.000 Partien aus dem Maschinenraum von Schach.de.

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The Semi-Slav

Halb-Slawisch (1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 e6) ist eine der interessantesten und spannendsten Eröffnungen nach 1.d4. Nielsen erklärt auf dieser DVD was hinter dieser Eröffnung steckt.

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Fritz&Fertig Schach-Arbeitsheft für Lehrer

Wie unterrchtet man Schach an der Schule? Die Fritz&Fertig Autoren haben ein prächtig illustriertes Arbeitsheft für Lehrer erstellt, das eine umfassende Material-, Methoden- und Ideensammlung für den Unterreicht an der Grundschule bietet.

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Fritz&Fertig Schach-Arbeitsheft für Schüler

Das Fritz&Fertig Arbeitsheft bietet alles, was Kinder zum Schachlernen brauchen: Von der Vorstellung der Figuren und ihren Gangarten bis hin zu Tipps für den Partieanfang. Mit vielen Aufgabenblättern und Lernspielen. Ideal für den Schachunterricht!

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The Black Lion - an aggressive version of the Philidor Defense

Nach 1.e4 d6 2.d4 Sf6 3.Sc3 e5 4.Sf3 Sbd7 5.Lc4 Le7 6.0–0 c6 will der Löwe brüllen – und Schwarz hat den Plan, mit frühem ...g5 anzugreifen.

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Matt in Brissago

30.09.2004 – Es ist sehr unwahrscheinlich, dass auf dem Schachbrett zwischen Kramnik und Leko bei der Weltmeisterschaft in Brissago ein Matt auftauchen wird. Matt kommt auf höchstem Schachniveau nicht vor. Den Zustand der Mattigkeit kann man sich aber leicht selber beschaffen, indem man eine Reise von Hamburg nach Brissago unternimmt und dabei aus nachvollziehbaren Gründen - die Überwindung der Schwerkraft gelingt nicht immer so dauerhaft wie gewünscht - auf einen Flug verzichtet und alternative Reisemittel wählt. Reise nach Brissago...
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Reise zum Lago Maggiore
Von André Schulz

Wer Flugzeuge nicht nur laut und hässlich, sondern auch unheimlich findet, ganz besonders von innen betrachtet, für den bietet sich zur Reise in den Tessin vor allem der Zug an. Von Hamburg kann man etwas Zeit sparen, wenn man die City Night Line der Deutschen Bahn nutzt. Besonderen Komfort bieten die Schlafabteile. Dort liegt man auf einer Pritsche und ist, falls man eine Einzelkabine gewählt hat, der einzige Schnarcher im Abteil. Schlafen kann man dennoch nicht. Dafür sorgt das permanente Geräusch der aufbrausenden Klimaanlage. Und wer darüber dennoch eingeschlafen ist, wird alle 15 Minuten von einem lauten Quietschen und Knarren irgendwo aus dem Inneren des Wagens kommend geweckt. Am nächsten Morgen bedankt sich das überaus freundliche Zugpersonal, dass man sich für die City Night Line entscheiden hat. Sie wissen, warum sie sich dafür bedanken.

Von Zürich aus besteigt man den Intercity der Schweizer Staatsbahn, um nach Bellinzona weiter zu fahren. Sich das Bahn fahren in der Schweiz vorzustellen, ist zunächst einigermaßen leicht. Es ist so, als führe man in einer gewaltigen Modelleisenbahnanlage von Märklin, nur eben viel größer (Maßstab 1:1) und man selbst sitzt eben nicht davor, sondern ist drin. Zunächst geht es bald an einigen Seen entlang, auf die man schon aus einer gewissen Höhe hinunterblickt. Am Zuge See sieht man am gegenüberliegenden Ufer die ersten kleineren, aber schon steilen Gipfel.

Oben liegt Schnee. Von manchen stürzen sich kleine Bäche den Hang hinab. Quer über Täler und Hänge sind Stromleitungen gespannt. 

Auch diesseits des Tals steigen Berge auf und die Schienentrasse ist daran irgendwie befestigt. Die Bahn fährt manchmal links um den Berg herum oder rechts um den Berg herum. Wenn der Berg links ist, und man selber rechts sitzt, kann man sehen, was sich rechst von der Bahn befindet - Nichts. Manchmal 50 Meter Nichts, manchmal 100 oder vielleicht 200 Meter Nichts, weil unter einem eine tiefe Schlucht ist. Über diese führt eine Steinbrücke, die an einigen Stellen weiß - bemalt? - ist und irgendwie baufällig wirkt, was man in einer Kurve sehen konnte. Wenn der Berg links ist, dann ist die eigene Bahn bei einer zweispurigen Strecke übrigens außen, während die entgegenkommende - sie fährt von Mailand nach Zürich - innen ist. Obwohl man weit in die Landschaft schauen kann, bekommt man ein Gefühl von Enge.


Dies ist kein Bild von dieser Fahrt, vermittelt aber ganz gut das Fahrgefühl

Die Fahrt ist begleitet von dem ständigen "Patatong" das man von Bahnfahrten kennt, wenn die Stahlräder über die Grenze zwischen zwei Schienen fährt. Ein beruhigendes Geräusch, das einen schönen Kontrapunkt setzt zu dem Gedanken, von dem man ergriffen wirde, wenn sich der Zug während der Fahrt neigt, was er häufig macht, zum Beispiel in Richtung Abgrund - auf einem dieser Steinviadukte. Man fragt sich, welche Rolle das nicht so hohe Metallgeländer, rechts neben den Schienen spielt, und ob es dabei erfolgreich sein kann.

Wenn die Bahn nicht rechts oder links am Berg vorbeifährt, dann fährt sie hindurch. Es gibt reichlich Tunnel, den ersten schon gleich hinter dem Bahnhof von Zürich. Der Blick auf die Hänge gegenüber zeigt die Trasse der Autobahn, die aufwärts zum St. Gotthard-Pass führt, die Stelle an der man hier die Alpen überquert. Unter der Autobahn befinden gelegentlich bis zu sich zu 70 Meter hohe Betonstelzen, auf denen die Autobahn ruht, wenn Sie recht steil nach oben oder recht steil nach unten, oder auch manchmal ganz wenig abschüssig von einem Hang über eine Schlucht zum nächsten führt. An den Betonstelzen sieht man, dass das Auto gegenüber der Bahn das moderne Verkehrsmittel ist. Die Bahnbrückenpfeiler sind gemauert.

Auch die Autobahn fährt durch den Berg, wenn der Weg außen herum zu aufwändig ist, wie die Bahn. Meist führt der Weg in den Berg einspurig hinein. Jede Fahrtrichtung hat eine eigenen Tunnel. Umso überraschender ist es, wenn ein plötzliches Knallen und ein lautes "PschPschPsch" ertönt, weil nun doch im gleichen Tunnel ein Zug in die andere Richtung vorbeizischt. Warum ist er auf der linken Seite? Wird in Schweizer Bahntunneln nicht rechts gefahren?

Zwischen den aufragenden Steinwänden zeigen sich in der Ferne weitere Schnee bedeckte Berge. Dann geht es wieder in einen Tunnel, der diesmal sehr lang zu sein scheint. Daran, dass von der Schwerkraft vornüber gezogen wird, merkt man, dass der Zug im Berg hinunter fährt. Nach dem Tunnelausgang macht der Zug aus Gründen, die ich niemals wissen will noch eine Art Vollbremsung und kommt fast zum Stillstand, bevor dann doch wieder Fahrt aufnimmt. Jetzt ist das Licht ganz anders, die Sonne, auf der anderen Seite nicht zu sehen - dort zog Nebel, oder schon Wolken?, an den Gipfeln vorbei - scheint. Hier ist es immer noch Schweiz, aber nun steht Ristorante an den Häusern und die Leute fangen an Ferrari zu heißen, wie man auf einem Firmenschild erkennen kann. Logischerweise führt der Weg auch bald an einer Go-Cart-Bahn vorbei. Dann ist man bald in Bellinzona. Von dort geht es mit einem anderen Zug weiter nach Locarno, ein Bus bringt einen nach Ascona.

Das Hotel, in diesem Fall das Casa Berna, holt seine Gäste gerne an der Busstation ab. Schon bald biegt der freundliche Portier in Richtung Berg ab und es geht in Serpentinen rasch aufwärts. Am Hang wird die Straße bald immer schmaler und hat nur noch die Breite des Hotel eigenen Kleinbusses zuzüglich zweier Wanderer, die sich am Abgrund ans Straßengeländer drücken. Manchmal ist wieder das Metallgeländer zu sehen, dass auch schon zur Abgrenzung der Bahnstrecke Verwendung fand, meist aber nicht.


Das ist natürlich nicht die Straße, sondern ein Fußweg


Das ist die Straße


Die kleinen Begrenzungssteine zieren den Rand.


Versuchen Sie beim Verlassen der Fahrbahn, die Steine zu treffen.


Links Fels, rechts Abgrund


Platz für ein Auto, eigentlich nicht mal das


Manchmal kommt etwas entgegen

Dann liegen am Straßenrand, dort wo der Teer an den Rändern schon etwas rissig ist, nur noch ein paar Steine, höchstens 15 Zentimeter hoch. Ich weiß nicht zu welchem Zweck.

Jedenfalls strahlt der Fahrer viel Zuversicht aus und erreicht das Hotel mühelos. Wie man sich aus der Anfahrt denken kann, liegt dieses direkt am Hang und wurde mehr oder weniger in den Stein gebaut. Die Aussicht vom Balkon des Zimmers über den See ist sehr weitläufig. Man könnte sogar bis zum Luganer See blicken, wenn keine Berge dazwischen wären. Vor dem Balkon steil abwärts ist wieder nur das Nichts, bevor vielleicht 300 Meter tiefer -zumindest gefühlt- wieder Grund und Boden zu sehen ist. Wer Höhenangst hat, kann diese hier ausleben. Manchmal hat man auch das Gefühl, das Haus neige sich etwas zum Abgrund hin.

Das leichte Misstrauen bei der Anfahrt war sicher unbegründet. Nachdenklich stimmt aber, dass kurze Zeit später an der Straße oberhalb des Hotels (in der Schweiz gibt es eigentlich weniger ein Nebeneinander, als ein Über- und Untereinander) ein sehr schwerer Kranwagen vorfährt und einen riesigen Arm ausfährt. Dann wird der Haken in etwas Orangefarbenes eingehängt, dass sich neben der Straße in einem Gebüsch befindet. Es handelt sich dabei um einen VW-Pritschenwagen, der von der Straße abgekommen ist und von dem Gebüsch am Fall in die Tiefe gehindert wurde. Der Fahrer soll am morgen vergessen haben, die Handbremse zu ziehen. Eigentlich passiert hier sehr wenig. Gut, dass die Büsche dort wachsen. Ohne sie wäre der Lieferwagen wohl in den Hotelpool 10 Meter tiefer geplumpst. Eine andere Möglichkeit als in einem Hotelpool durch ein niederfallenden Lieferwagen zu Tode zu kommen...


Pool. Vorsicht Steinschlag bzw. Achten Sie auf Autos von oben

...oder gleich selbst mit Bahn oder Auto vom Hang zu stürzen, bietet die einheimische Fauna. In der Tat sind die Hänge auch von Skorpionen bewohnt und ein Gast erzählte, wie sich ein solcher in sein Zimmer verirrt hatte. Allerdings sind die hiesigen Skorpione nicht nur recht klein, sondern auch nicht besonders giftig.

Es empfiehlt sich, in diesem Fall ruhig zu bleiben, damit das Reptil sich nicht erschreckt und versteckt, und das Personal zu rufen. Diese fängt das Untier so ein, wie man anderswo Wespen fängt. Glas drauf, Deckel drunter und weg damit.

Am Ende haben sich die Strapazen jedoch gelohnt und der gebotene Sonnenaufgang am nächsten Tag ist nur schwer zu überbieten.

André Schulz

 

 

 

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