Newsblog WM Carlsen-Karjakin: Partie Nr. 1 Remis

11.11.2016 – Magnus Carlsen setzt Karjakin die Trompowsky-Eröffnung vor. Opening Gala im Plaza Hotel an der Fifth Avenue ohne Fide-Präsident, aber mit ChessBase-Korrespondent. Live-App von Agon braucht ein Schönheits-Update und kam auch technisch ins Stocken und: Karjakin braucht kein Feindbild. Mehr...

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WM-News vom 11. November 2016

12. November - Kommentar von Ruslan Ponomariov:

11.

23.53 Uhr: Remis! Updates am Sonnabend mit einem Bericht und einem Partie-Kommentar

23.49 Uhr: Sieht nach Remis aus. Judit Polgar ist überzeugt, dass die Position technisch Remis sein solle. Karjakin sei sogar in der besseren Verhandlungsposition.

22:48 Uhr: Ian Nepomniachtchi ist sich als offizieller Experte sicher, dass die Eröffnung für Weiß kein Erfolg war. Die Pointe mit Trump-ovsky wird aber für einen Eintrag in die Schachgeschichte kandidieren, wenn auch waghalsige Metaphern gestattet sind.

22.27 Uhr: ChessBase Gala! - Ein bunter Bericht über die Eröffnungsgala von unserem Korrespondenten auf unserer englischsprachigen Seite. Demächst: ChessBase Business.

22.21 Uhr: Offizieller Hashtag ist #WorldChess2016 - wir werden meist auf #CarlsenKarjakin fündig.

22.19 Uhr - die Technik von morgen ist noch nicht ganz warmgelaufen: 

21.05 Uhr: Laut einer norwegischen Quelle hat Carlsens Vater angedeutet, die Eröffnungswahl könne ein Witz des Weltmeisters sein - auf dem Brett: Trumpovsky.

20.31 Uhr: Der Weltmeister wählt die Trompowski-Variante. Nach der Partie folgt ein Newsflash, anschließend ein erster Bericht aus New York City. Es folgen Updates mit Partiekommentaren.

14.07 Uhr: Die App-Designer waren vielleicht etwas zerstreut - Kollege Asim Pereira kann sich nur wundern:

12.16 Uhr: ChessBase India hat schöne Fotos unseres Korrespondenten Albert Silver zu einem Foto-Rundgang durch die Eröffnungszeremonie zusammengestellt. Wenn wir so weitermachen, haben wir bald auch noch ChessBase Gala. Oder Variety. Pourquoi-pas? 

11.06 Uhr: Den ersten gemeinsamen Auftritt in New York City vor Journalisten und die Ansprachen der Offiziellen hat das norwegische Fernsehen festhalten (45 Min.).

Einen guten Überblicksartikel findet man beim Star Tribune aus Minnesota. Karyakin berichtet darin, dass er sich überall aufgefordert sieht, Carlsen als Feind zu betrachten. Dies fiele ihm indes gar nicht ein. Tut er einfach nicht, und warum solle er? Lesenswert.

7.43 Uhr: Nanu, sind wir gemeint?

Wo wir gerade dabei sind: In den interessanten Kommentaren zu der Umfrage (englische Version), hat Peter B anzumerken: "The rating difference of 81 means Karjakin has a 39% chance of winning per game. Doesn't sound too bad, until you account for draws. If 50% are drawn, then it's 50% draw, 36% Carlsen win, 14% Karjakin win, on every game. That translates to Carlsen having a 90% probability of winning a 12 game match."

Kommentare für Fortgeschrittene.

7.26 Uhr: Die App zum Live-Verfolgen der Partien hat dem Vernehmen nach noch Luft nach oben. 

 

Und wo wir gerade dabei sind: Der Twitter-Hashtag ist übrigens nicht #WCC2016 - da sind die Fans von der World Comic Convention dagegen. Auch nicht #Worldchesschampionship oder so ähnlich, sondern wohl #CarlsenKarjakin. Aber vielleicht hat das Moskauer Handelsgericht auch in dieser Hinsicht noch ein Veto einzulegen. Hatte die Fifa nicht bestimmte Hashtags verbieten oder durchsetzen wollen? Oder waren das die Olympischen Spiele?

7.21 Uhr: Die Party lief wohl ohne Fide-Präsident Kirsan Ilyumzhinov, den die USA nicht ins Land lässt, weil er offenbar mit Syriens Staatschef Assad Geschäfte gemacht haben soll, wie die FAZ berichtet (Update: Fehler wurde korrigiert, erst rutschte uns Herr Sadat ins Bild, hat aber nichts mit Jetlag nichts zu tun, denn unser Mann in New York erholt sich gerade von der Sause im Plaza, um für die erste Partie bereit zu sein). Wenn er die Gala schon nicht in New York eröffnen kann, so doch zumindest über Skype, so Ilyumzhinov auf "Kirzan today".

Die großen Schwestern des Weltmeisters zeigten sich auf der Gala, auch ein Promi-Moderator namens Adrian Grenier war dabei.

7.10 Uhr: Um drei Uhr nachts MEZ gab es Stefan Löffler aus New York durch: 

Carlsen beginnt also mit Weiß.

 

 


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acepoint acepoint 14.11.2016 09:36
flachspieler: ja, aber weder auf meine Bugliste noch die Forderung nach refund kam eine Reaktion, nur ein an offenbar alle, sehr allgemein gehaltener Apology Letter. Ich habe dann eine in diesem Letter explizit genannte Person nochmals extra angeschrieben und möchte Euch folgenden Dialog nicht vorenthalten:

Ich: » the Android app you generously pointed to in your Apology letter (thx at least for this e-mail) doesn't work on a tablet with Android 5.1.1 or on a phone with Android 4.2.2. The list gets longer and longer ...«

Support: »thanks for reaching out and providing your feedback. Unfortunately the official app only support Android 5.0 and higher.«

Ich: »Fortunately I have a tablet with Android 5.1.1 but you might not have read what I wrote because I told you that: »doesn't work on a tablet with Android 5.1.1« So, and now? Next explanation why something doesn't work?«

Support: »please give us some time to investigate this. What is the manufacturer of your device? Thank you.«

Ich: »a Samsung Note 10.1 tablet, modell SM-P600, Android Version 5.1.1 (official update provided by Samsung, not rooted or otherwise manipulated by me)«

Support: »unfortunately I am not able to answer on this issue right now as we need some time to test it and see what's going on there. Thank you«

Mittlerweile bin ich es echt Leid, mich andauernd mit Firmen auseinanderzusetzen, die großspurig Dinge versprechen und dann noch nicht einmal 50% davon einhalten können. Geht nur um 15$ diesmal, aber ich werde der Kreditkartenbuchung widersprechen (was natürlich wieder Papierkrieg bedeutet). Dabei wollte ich nur entspannt Schach genießen.
Klataro Klataro 13.11.2016 02:56
Die kommerzielle Ausschlachtung gepaart mit offenbar schlechter Technik erzeugt regelrecht Brechreiz. Ziel sollte es doch sein, zunächst weiterhin neues Publikum zu erschliessen um das Spiel populärer zu machen, anstatt tatsächlich Geld dafür zu verlangen. Die sollten sich ein Beispiel am Sinquefiled Cup nehmen, der ausserordentliche Maßstäbe setzt und weiterhin frei zu sehen ist. Es ist wirklich traurig, wohin das alles steuert. Und ganz ehrlich - wer will dafür schon bezahlen wenn es, auch hier, kostenlose Alternativen gibt. Ich erwarte sowieso ein recht langweiliges Match, in dem sich keiner richtig was traut.
flachspieler flachspieler 13.11.2016 08:43
Hallo acepoint,

auch wenn es Dir nicht so sehr um das Geld geht: Hast Du
versucht, von AGON die bezahlten 15 Euro zurückzubekommen?
Falls ja, berichte doch über die Erfahrungen bei dem Versuch.
acepoint acepoint 12.11.2016 10:30
»Der Service scheint verbesserungsbedürftig, aber ich mutmaße, dass beim nächsten Mal die Sache beser funktioniert Oder?«

Warum sollte es? Die grundsätzlichen Probleme waren schon in früheren Übertragungen da, also bekannt und basieren offensichtlich auf der Strategie, nicht seit Jahren funktionierende Module des Marktes einzubinden, sondern das Rad neu (und dilettantisch) zu erfinden. Und warum überhaupt soll ich heute für etwas bezahlen, das _vielleicht_ beim nächsten Mal funtkioniert? Mir geht auch nicht um den rein pekunären Wert (15$), sondern um das Grundprinzip. Ich wollte einen schönen Schachabend mit moderner (state of the art) Technik genießen. Stattdessen habe ich mich vier Stunden nur geärgert.
Dieter Emmerich Dieter Emmerich 12.11.2016 10:17
Schliesse mich dem Kommentar von acepoint an.

Der Service scheint verbesserungsbedürftig, aber ich mutmaße, dass beim nächsten Mal die Sache beser funktioniert Oder?

Zur Partie:

Ich denke Magnus Carlson hätte mehr aus seiner Position machen müssen! Vielleicht ein Hauch von Überheblichkeit in der 1. Partie? Ich denke nicht! Es ist vielleicht ein Kennelernen der besonderen Art von Carlson.
Karjakin wird seine Chance sicherlich wahrnehmen. Denke wir haben einen " neuen " Weltmeister gesehen.
Schunk Schunk 12.11.2016 10:14
Ich kann die geschilderten Erfahrungen von acepoint hier nur bestätigen.
Deckt sich exakt mit den von mir gestern Abend gemachten Erfahrungen.

Jedes "normale" Turnier wird mittlerweile besser präsentiert
Ich hatte meine Erwartungen ohnehin schon sehr tief angesetzt,
allerdings sind diese noch unterboten worden.

Das hierfür 15 $ von den Schachfreunden verlangt wird ist eine Unverschämtheit.
Ob es im Laufe des WM Matches besser wird... ich bezweifele das!
hockeyplayer hockeyplayer 12.11.2016 09:29
Das Remis in der ersten Partie kommt nicht ganz unterwartet. Schön, dass es im 6. Zug eine Neuerung gab. Aber diese war im Gewinnsinne nicht nachhaltig genug. Carlsen bleibt aber weiter der Favorit, nicht zuletzt weil er in der womöglich entscheidenden letzten Partie Weiß hat. Wladimir Kramnik hätte vermutlich im 14. Zug Remis vereinbart; insofern ist es gut, dass diese erste Partie 40. Züge dauerte. Mal sehen, ob Karjakin auch eine Neuerung in der 2. Partie bringt oder ob es ein weiteres Remis gibt.
flachspieler flachspieler 12.11.2016 08:32
Carlsen spielte die Trompowski-Eröffnung, wohl auch gewählt als Witz in Bezug auf Donald Trump. Auf match-psychologischer Ebene könnte es auch ein Signal an Gegner Karjakin sein: "Schau her. Gegen Dich fühle ich mich so sicher, dass ich mir sogar solch einen Witz erlauben kann."
acepoint acepoint 12.11.2016 08:14
Die Präsentation von AGON ist - ähnlich wie in der Vergangenheit - ein schlechter Witz. Diesmal nur mit der Ergänzung, dass man dafür bezahlen muss, Alpha- oder Beta-Tester zu sein.

1. Der Stream funktionierte in den ersten 60 - 90 Minuten überhaupt nicht, danach gab es häufige, kurze und nervige Ausetzer.
2. In den ersten 90 Minuten sprang das Brett alle paar Sekunden zurück in die Ausgangsstellung.
3. Der 3D-View funktionierte erst überhaupt nicht, danach 90 Minuten später?) auch eher schlecht, es gab im View viele sogenannte Glitches.
4. Der Wechsel auf andere Kamerapositionen oder die entsprechenden Schaltflächen auf der Webseite funktioniert nicht.
5. Das Layout der Partiehistorie und der Stellungsbewertungen ist fürchterlich, aufgrund der gewählten Farben kann man kaum etwas oder nichts erkennen.
6. Der Chat ist eine einzige Katastrophe. Texte erschienen erst überhaupt nicht, dann unter falschem Login-Namen, dann teilweise drei- oder viermal hintereinander der einmal abgesetzte Text. Auf- und Abblättern und Lesen der Chathistorie ist unmöglich, da der Verlauf sofort wieder zurück an den Anfang springt.
7. Fragen an Experten konnten somit nicht gestellt bzw. auch nicht oder kaum beantwortet werden
8. Die Experten waren sowieso erst ca eine Stunde vor Partieende da, versprachen, den Chat für die nächste Partie zu »optimieren«. Na ja, Schlechter machen geht kaum noch.
9. Der Twitteraccount @TheWorldChess hat mich sicherheitshalber schon zum Kandidatenturnier geblockt, als ich ihn auf die bereits damals zahlreich vorhandenden Bugs hinwies, war also nicht ansprechbar.
11. Aufgrund der zahlreichen Scripts wirkt die Webseite allgemein total überladen, ist langsam und weder auf Chrome, Firefox oder Safari (Mac OS) flüssig zu bedienen.
12. Die Applikation von AGON für das iPad ist unbrauchbar. Der Loginscreen ist ca eine halbe Sekunde sichtbar, wird dann vom Brettfenster überdeckt, und man hat keine Chance, wieder zurück zum Login zu kommen, kann also den »Premium-Content« von Worldchess dort gar nicht erst antesten. Das Boardfenster der App ist überdies fehlerhaft programmiert, man sieht im unteren Bereich immer einen nervigen blauen Balken, der den Namen des Spielers und die verbrauchte Zeit verdeckt.

Alles in allem war die Investition von 15$ (ich bin froh, dass ich nicht das teure Gesamtpaket gekauft habe), ein Griff ins Klo für mich. Hat jemand ähnlcihe Erfahrungen gesammelt?
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