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Paul Mross

17.06.2004 – Die Karriere vieler starker Schachspieler, oft auch ihr Leben, endete in den Wirren des Zweiten Weltkrieges. Selbst wenn Sie in ihrer aktiven Zeit Meisterstärke besaßen und gegen einige der besten Spieler der Welt gespielt hatten, sind manche von Ihnen heute fast vergessen. Die Erinnerung an sie starb mit den Zeitgenossen und als Zeugnis ihrer Existenz bleiben nur noch einige verblasste Fotos, aber auch einige Partien in der Datenbank. Paul Mross (oder Pawel Mróz, Foto) wuchs in Schlesien in einer Welt auf, die Deutsche und Polen sich zusammen geschaffen hatten, und die von den Nazis nach 1939 vollständig zertrümmert wurde. Obwohl er gegen Spieler wie Aljechin, Bogoljubow, Richter oder Euwe angetreten war und auch nach dem Krieg noch beim berühmten Berliner Verein Eckbauer aktiv war, ist er den meisten Schachfans heute nicht mehr bekannt. Henryk Konaszczuk und Thomas Lemanczyk (Übersetzung) machten sich auf die Spurensuche nach einem großen schlesischen Schachspieler. Mróz oder Mross?...
 

Mróz oder Mross?
Eine vergessene Gestalt des schlesischen Schachs
Von Henryk Konaszczuk (Gliwice)

[Übersetzung aus dem Polnischen und Fußnoten von Thomas Lemanczyk (Solingen)]

Anfang April 1929 fand in Królewska Huta (dt. Königshütte, heute: Chorzów) die erste Polnische Mannschaftsmeisterschaft statt. Es beteiligten sich sechs Auswahlmannschaften: Warschau, Lodz, Lemberg[1], Krakau, Schlesien und Posen. Folgendes war die Schlussplazierung der Meisterschaft: Sieger, mit minimalem Vorsprung vor Lodz, wurde die Mannschaft Warschaus, die weiteren Plätze belegten Krakau, Lemberg, Schlesien und Posen.

Am zweiten Brett der Mannschaft Schlesiens (am ersten spielte Emil Sojka) spielte der junge (geb. 23. 01. 1910) Paweł Mróz.
[2] In seinen Begegnungen schlug er den starken Lodzer Spieler Hirszbain, erspielte sich ein wertvolles Remis gegen den Lemberger Meister Henryk Friedman, verlor hingegen gegen Henryk Pogorieły aus Warschau. Die beiden übrigen Partien, gegen Spryzer (Krakau) und Gostyński (Posen) endeten unentschieden.

Paweł Mróz war Mitglied des Klubs „Wielkie Hajduki“ in Wielkie Hajduki (heute: Chorzów Batory)
[3]. Zur damaligen Zeit war dies ein bekannter und großer Klub, zeitweilig der größte Oberschlesiens, der bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges aktiv war. An dieser Stelle wird bewusst, wie wenig uns doch eigentlich über das reiche Schachleben Schlesiens der Dreißiger und Vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts bekannt ist, wie wenig wir wissen über die damals bekannten schlesischen Spieler: über den Gymnasial-Professor S. Zawadzki, der zwei Mal an Polnischen Meisterschaften (1935 und 1937) teilnahm, über Emil Sojka, den in den damaligen Jahren führenden Spieler Schlesiens wie auch über Paweł Mróz.

Mróz war eine große Stütze seines Klubs und seine Schachkarriere begann sehr viel versprechend. Sein bei der 1. Polnischen Mannschaftsmeisterschaft erzieltes Ergebnis war vielleicht nicht direkt atemberaubend, aber wenn man seine Jugend und seine Unerfahrenheit im Kampf mit stärkeren Gegnern in Betracht zieht, so stellte es doch eine gute Grundlage für Zukünftiges dar. Hätte er vielleicht bedeutende Ergebnisse in der Polnischen Schachszene erzielen können, wenn sein Schicksal anders verlaufen wäre?

 

P. Mróz – H. Pogorieły
POL-chT Królewska Huta 1929

[H. Pogorieły
in: Świat Szachowy Nr.6, Juni 1929 - Warschau]

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sd2 d5 4.Sgf3 c5 5.e3 cxd4 6.exd4 Sc6 7.b3 Lb4 8.Lb2 0–0 9.Ld3 Mit dem folgenden Bauerntausch hatte Schwarz den nächstfolgenden Zug im Sinn. Normalerweise würde ein solcher Zug bloß das Zentrum von Weiß stärken. 9...dxc4 10.bxc4 e5 Ganz folgerichtig. 11.d5! [ 11.dxe5? Dxd3 12.exf6 Te8+] 11...Lg4! Konsequentes weiteres Spiel. 12.0–0! [ 12.dxc6? Dxd3 13.Sxe5! Tfe8 14.f3! Txe5+! 15.Lxe5 Te8] 12...Sd4 13.Lxd4 exd4 14.Dc2 Tc8! 15.Sxd4 Sxd5 16.Lf5! Besser als 16.Lxh7+ 16...Lxf5 17.Sxf5 Sf4! [ 17...Lxd2 18.Dxd2 Txc4? 19.Dxd5 Dxd5 20.Se7+  mit Figurengewinn. Diese Kombination hätte ein Loch wenn infolge von Lxh7+ der König auf h8 stehen würde.] 18.Se4 Dd3 19.Dxd3 Sxd3 20.Sfd6 Tc7 21.a3 La5 22.Tab1 Lb6 23.Tb3! f5! 24.Sxf5! Der einzige Zug, der die Partie ausgleicht – zugleich eine Falle!

24...Sxf2! [ 24...Txf5 25.Txd3 Txc4? 26.Sd6 und Weiß büßt die Qualität ein.] 25.c5? [ 25.Txb6 Sxe4 26.Tb2] 25...Sxe4 26.cxb6 axb6 27.Txb6? Sd2! 28.Tf4 Tc1+ 29.Kf2 Tf1+ 30.Kg3 [ 30.Ke3 Te8+ 31.Kxd2 Txf4 mit Gewinn] 30...Txf5 31.Txf5 Txf5  0–1

E. Sojka - P. Mróz
Katowice 1931

[T. Rybinski
in: Świat Szachowy Nr. 4, April 1931 - Warschau ]

1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Ld3 Sc6 [ nicht gut ist 5...d5, wegen 6.e5 Sfd7? 7.Sxe6] 6.c3 [ 6.Sxc6 dxc6 7.Sd2 e5 8.Sc4 Lc5 9.Le3 Lxe3 10.Sxe3 Le6 11.0–0 0–0 mit gleichem Spiel - Spielmann-Alechin, New York 1927] 6...Lc5 Der Läufer steht nicht gut auf c5.  [ 6...d5! 7.Lg5 Le7;  6...Db6 Suechting-Marshall, Karlsbad 1911] 7.Sf3 d5 Jetzt ist dies nicht mehr so stark, dennoch sollte Schwarz zu Ausgleich gelangen. 8.De2 0–0? Nach diesem Zug, der ironischerweise der Königssicherheit hatte dienen sollen, bekommt Schwarz sofort eine Verluststellung und kann trotz größter Anstrengungen seinem Schicksal nicht mehr entgehen.  9.e5! Sg4 Das Einzige. 10.Lxh7+ Kh8 11.Sg5 f5 Wiederum das Einzige. [ 11...Scxe5? 12.h3 und gewinnt.] 12.h3 Sh6 13.f4 De8 14.Sd2 a5 [ 14...d4 15.Sdf3, mit den Drohungen Sh4 und Sg6+,  15...Dh5 16.cxd4] 15.Sdf3 Dh5 16.Le3 Lxe3 17.Dxe3 Sg4! Zwar hat sich Schwarz zuviel von diesem Zug versprochen, aber die Falle die dieser Zug darstellt verdient dennoch Aufmerksamkeit.  18.Dd2! Die richtige Replik. [ 18.De2? Sf6 19.exf6 gxf6 20.Kf2 fxg5 21.Sxg5 Dxe2+ 22.Kxe2 Tf6!] 18...Sf6 19.exf6 gxf6 20.0–0–0! Die Pointe! Schwarz kann die Damen nicht tauschen und bekommt zudem Schwierigkeiten auf der Diagonalen a1-h8. 20...fxg5 21.Sxg5 d4 Ziel dieses Bauernopfers ist die Besitznahme der großen Diagonale und Überführung des Springers auf das Feld d5. 22.g4 Dh6 23.cxd4 Sb4 24.d5! Sxd5 25.gxf5 Sb4 26.a3 [ 26.Dc3+ Dg7] 26...Sc6 27.fxe6 Lxe6 28.f5! Mit der Drohung Sf7+.  28...Se5 29.Sxe6 Tfc8+ 30.Kb1 Dxh7 31.Df4 Der Auftakt zur schönen Schlußkombination.  31...Sc6

32.Td7! Dh5 [ 32...Dxd7 33.Dh6+ Dh7 34.Df6+ Kg8 35.Tg1+ Dg7 36.Dxg7#] 33.Dg4 Dh6 34.Dg3 Df6 35.Tf7! 1–0

Von nun an wird man vergebens nach Mróz’ Ergebnissen in Tabellen Schlesiens oder Polens der folgenden Jahre suchen. Er beteiligte sich auch nicht an der 2. Polnischen Mannschaftsmeisterschaft, die 1934 in Katowice (dt. Kattowitz) stattfand, da er damals schon seinen Namen in Paul Mross geändert und sich in Berlin niedergelassen hatte. Wir kennen nicht die Ursache für diese Entscheidung. Eine Rückkehr zu den deutschen Wurzeln?[4] Ein Studium oder eine attraktive Arbeit? Familienangelegenheiten?

Wie dem auch sei, in seiner neuen Heimatstadt beteiligte sich Paul tätig am Schachleben. Anfangs erzielt er keine großen Ergebnisse, nur in einzelnen Partien gelingt es ihm, seine Fähigkeiten zu demonstrieren. Schrittweise allerdings klettert er innerhalb der Schachhierarchie höher.

Dr. Bauriedel – P. Mross
Berlin 1934

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Le2 0–0 6.h4 c5 7.d5 e6 8.h5 exd5 9.cxd5 Te8 10.hxg6 hxg6 11.Dc2 Sbd7 12.Sh3 b5! 13.Sg5 Da5 14.Ld2 b4 15.Sd1 La6 16.Lc4 Lxc4 17.Dxc4 Se5! 18.Db3 Db5 19.Le3 Sd3+ 20.Kd2 c4 21.Dc2 Tac8 22.f3 Sxd5!

und Weiß gab auf  (0–1)

P. Mross - Kuhlmann
Berlin 1934

1.Sf3 Sf6 2.d4 e6 3.Lf4 c5 4.e3 Sc6 5.c3 cxd4 6.exd4 d5 7.Sbd2 Ld6 8.Se5 Dc7! 9.Lb5 a6 10.Lxc6+ bxc6 11.b4? a5! 12.a3 La6 13.Lg3 0–0 14.f4 Sd7 15.Dg4 Lb5! 16.Kf2 f5 17.Df3 Sf6 18.Thc1 Se4+ 19.Sxe4 fxe4 20.Dg4 Tf5 21.Ke3 c5! 22.bxc5 Lxc5! 23.Lf2 Taf8 24.a4 La6 25.g3 La7 26.Kd2 T8f6 27.c4 dxc4 28.Dd1 Tf8 29.Le3 Td8 30.Ke1 c3 31.Db3

 

31...Txe5! 32.Txc3 Dd7 33.fxe5 Lxd4 34.Tcc1 Df7! 35.Lf4 Lxa1 36.Txa1 Ld3 37.Db6 Tf8 38.Tc1 g5 39.Tc7 Dg6 40.Lxg5 Tf1+ 0–1.

Im Juni 1935 nimmt er am Zonenturnier (einem von vieren) in Swinemünde (Pommern) teil, das eine Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Bad Aachen darstellte. Zusammen mit Elstner teilte er den 3.-4. Platz, hinter Lachmann und Kurt Richter, was allerdings nicht ausreichte, um sich für das Finale zu qualifizieren.

K. Richter – P. Mross
Swinemünde 1935

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0–0 Sxe4 6.d4 b5 7.d5 Sb8 8.Te1 d6 9.Txe4 bxa4 10.c4 Lf5 11.Te1 Le7 12.Dxa4+ Sd7 13.Sc3 0–0 14.b4 Sb6 15.Db3 Ld3 16.Sd2 Lg6 17.Sf1 Ld3 18.Se3 Kh8 19.Lb2 f5 20.Tad1 e4 21.f4 Dd7 22.Se2 Sa4 23.La1 a5

 

24.Sd4 axb4 25.Se6 Tf7 26.Dxb4 Sc5 27.Sxc5 dxc5 28.Db7 Te8 29.Le5 Ld6 30.a4 Lxe5 31.fxe5 Txe5 32.a5 Te8 33.a6 f4 34.a7 Tff8 35.Sf1 Ta8 36.Td2 Da4 37.Dxc7 Dxa7 38.De5 Da6 39.Tf2 Dxc4 40.Sd2 Dd4 41.Dxd4 cxd4 42.Sb3 Lc4 43.Sxd4 Lxd5 44.h4 Tf6 45.Se2 Taf8 46.Td1 Le6 47.Td6 Lc4 48.Txf6 Txf6 49.Sxf4 g6 50.g3 Ta6 51.Tc2 Ta4 52.Kf2 Kg7 53.Ke3 Kf6 54.Tc3 Kf5 55.Sh3 Kg4 56.Sf2+ Kxg3 57.h5 g5 58.Sxe4+ Kh4 59.h6 Kh5 60.Tc1 Lf7 61.Tc5 Txe4+ 62.Kxe4 ½–½

Im November 1935 beteiligte sich Mross an der Qualifikation zur Berliner Meisterschaft. Aus diesem Turnier stammt die Partie gegen Szyfter, die mit einer bekannten Kombination endete:

P. Mross - Szyfter
Berlin  1935


1.Dxh7+ Kxh7 2.Th3+ Sh4 3.Txh4+ Kg6 4.Th6+ Kg5 5.h4+ Kg4 6.Se3+ Kg3 7.Tf3 Matt (1–0)

Die Berliner Meisterschaft 1936 endete mit einem Sieg Kurt Richters. Mross belegte den geteilten 7.-8. Platz mit erzielten 6½ Punkten aus 13 Partien.

Im Jahre 1938 nimmt er wieder an der Qualifikation zur Berliner Meisterschaft teil. Diesmal wird in zwei Gruppen, in denen jeweils eine große Anzahl Spieler startet, nach Schweizer System gespielt.  Die sieben ersten beider Gruppen qualifizieren sich für das Finale. In Mross’ Gruppe gewinnt Kurt Richter, Zweiter wird Schlage. Mross teilt Platz 3 bis 7 und qualifiziert sich für das Finale. Dort teilt er den 4.-6. Platz mit Nowarra und Rellstab. Das Turnier gewinnt Kurt Richter.

Im Juni 1938 findet eines der Zonenturniere zur deutschen Meisterschaft in Berlin statt. Mross nimmt an ihm teil und landet schließlich zusammen mit B. Koch und Nowarra auf dem geteilten 1.-3. Platz. Koch, der die beste Wertung aufzuweisen hatte, qualifiziert sich für das Finale. Nowarra und Mross wiesen die gleiche Wertung auf und hätten also einen Stichkampf spielen sollen, jedoch verzichtete Mross wegen wichtiger Gründe und so spielte Nowarra beim Finale in Bad Oeynhausen.

Im Frühherbst 1939 fand im Kreuzberger Café Victoria in Berlin ein Meisterturnier statt. Überraschend und nach effektvollem Spiel (kein Remis!) siegte F. Moelbitz. Den zweiten Platz, nur wenig hinter dem Sieger, belegte Mross, der das „Prestigeduell“ für sich entscheiden konnte. Einen vollständigen Einbruch zu verzeichnen hatte Nowarra, der mit Teschner Platz 9 und 10 teilte.

P. Mross – F. Moelbitz
Berlin 1939

1.e4 Sf6 2.e5 Sd5 3.d4 d6 4.Sf3 Sb6 5.Sc3 Lg4 6.h3 Lh5 7.Ld3 Sc6 8.g4 Lg6 9.exd6 exd6 10.a3 Le7 11.Se2 Lf6 12.c3 Dd7 13.Sf4 0–0–0 14.Le3 Tde8 15.Dc2 d5 16.0–0–0 Sc4 17.Sxg6 Sxe3 18.fxe3 hxg6 19.e4 dxe4 20.Lxe4 Dd6 21.Tdf1 Sa5 22.Ld3 Te3 23.Sd2 Texh3 24.Txh3 Txh3 25.g5 Lxg5 26.Lf5+ gxf5 27.Dxf5+ De6 28.Dxg5 b6 29.Dxg7 Th2 30.Df8+ Kb7 31.Dxf7 Dh6 32.Df4 Dh7 33.Df3+ Ka6 34.Df5 Dh6 35.Dc8+ Kb5 36.Df5+ Ka6

37.Tf4 Sb3+ 38.Sxb3 Tf2 39.Dc8+ Kb5 40.Df5+ Ka4 41.Kb1!? [ 41.Dd7+] 41...Dxf4 42.Dd7+ b5 43.Sc5+ Ka5 44.Sd3 Tf1+? [ 44...Df5! 45.Dxc7+ Ka6] 45.Kc2 Dd6 46.Dc8 Tg1 47.Db7 Db6 48.b4+ Ka4 49.Dd5 1–0


Trotz des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges stirbt das Schachleben im Dritten Reich nicht aus. Die Schachspieler werden in die Propagandamaschine des totalitären Staates eingebunden. Auf dem Terrain der okkupierten Staaten werden Schachturniere und Simultanvorstellungen von Schachmeistern veranstaltet. Ziel ist einerseits den Anschein von Normalität zu erzeugen, andererseits will man den an der Front kämpfenden und den verletzten, sich in Hospitälern und Sanatorien kurierenden Soldaten Zerstreuung bieten. Die bekannten Schachmeister, die an den Turnieren teilnehmen, lassen sich in Soldatenuniformen ablichten (so z. B. Kohler während des Krakauer Turniers 1940). Ein weiteres Ziel dieser Vorführungen war die Zurschaustellung des deutschen Kampfgeistes, wie auch die Stärke des deutschen Schachs (das ironischerweise seit Jahren vom Ukrainer Efim Bogoljubow angeführt wurde).

Ein großer Schachliebhaber ist der Generalgouverneur des Generalgouvernements[5], Dr. Hans Frank. Auf seine Initiative hin wurden die Krakauer Turniere veranstaltet. Während überall umher der Tod wütet, veranstaltet man Schachturniere, Wettkämpfe und Schaupartien mit Beteiligung staatlicher Funktionäre.[6]

Am ersten im Generalgouvernement ausgerichteten Turnier (Krakau – Krynica – Warschau) im November 1940 nimmt Bogoljubow teil. Außerdem sind unter den Teilnehmern: Kieninger (er hatte ein großartiges Ergebnis in Bad Oeynhausen erzielt),  Lokvenc und Hans Müller aus Wien, Kurt Richter und L. Rellstab aus Berlin, M. Blümich aus Leipzig, Kohler aus München. Mross lebte damals in Krakau und spielt als Krakauer Stadtmeister ebenfalls beim Turnier mit. Außer den Erwähnten nehmen noch Gilg, Ahues und Eisinger teil.

Die vier ersten Runden finden in Krakau statt, die drei folgenden in Krynica und die übrigen in Warschau. Bogoljubow und Kohler gewinnen gemeinsam den ersten Preis. Mross wird, geteilt mit H. Müller, Blümich und Ahues 5. bis 8. Er spielt eine hervorragende Partie gegen Bogoljubow und erzielt Remis gegen Kohler. In den übrigen Partien siegt er gegen H. Müller, Blümich und Eisinger, verliert dagegen gegen Richter, Lokvenc, Ahues und Kininger. Als schönste Partie des Turniers wird die Partie Blümich-Rellstab gekürt.


P. Mross – E. Bogoljubow
Krakau – Krynica - Warschau 1940
[
Deutsche Schachblätter Nr.5-6 März 1942 - Leipzig]

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 e6 6.Le2 Le7 7.0–0 a6 8.Le3 Dc7 9.f4 Sbd7 10.Dd2 Wie aus einer Anmerkung zu dieser Partie von Mross hervorgeht, ist der Damenzug als Ungenauigkeit und nicht etwa als die Einleitung zu einer scharfen, auf ein Bauernopfer abzielenden Partieanlage zu werten. Was sich in den nächsten 6 Zügen anbahnt, geschieht also halb unter zum besten Motor geworden! Der gebotene Zug ist 10.Lf3 um bei Zeiten e4 zu sichern. b5 11.f5? Da mit kleinen Mitteln nichts getan ist, heißt die Parole: los! Unruhe schaffen! [11.a3! Nc5 12.Bf3 Bb7] 11...Sc5 12.fxe6 fxe6 13.Lf3 b4! 14.Sce2 e5 "Sehr scharf gespielt. In Betracht kam sofortiges 14...Ncxe4 wonach Weiß wohl nach 15.Lxe4 Sxe4 16.Dxb4 den Bauern zurückgewinnt, Schwarz aber das bessere Spiel hat". - Mross 15.Sb3 Scxe4 16.Lxe4 Sxe4 17.Dd5 Lb7 18.Df7+ Kd7 19.Df5+ Kd8 20.Tad1 Lf6 Die schwarze Stellung macht jetzt einen gesicherten Eindruck; käme Bogoljubow jetzt noch ungestört zu Se7 so verdiente seine Partie unstreitig den Vorzug. Für Weiß besteht die Schwierigkeit darin, seine leichten Figuren wirksam zu postieren. Daher der Nächste Zug. 21.Sd2! Dd7 22.Dh5 Dc6 Mit eindeutiger Drohung gegen g2. 23.Dg4 Ke7 [23...Kc7 24.c3! Nach 23...Dd7 24.Dh5 Dc6! 25.Dg4 Dd7 hätte Weiß - mit einem Bauern weniger - wohl oder übel in das Remis durch Zugwiederholung - einwilligen müssen. Anderseits versteht man, daß Bogoljubow damit noch nicht zufrieden ist und höher hinaus will.]

 

24.Txf6! gxf6?  "Weder den beteiligten Spielern noch den übrigen Turnierkämpen, die allerdings bei den sich jagenden Ereignissen nicht über die nötige Ruhe und Sammlung verfügten, war es aufgefallen, daß Schwarz auf Txf6 auch Sxf6 antworten kann. Wie Meister Sämisch herausgefunden hat, ändert sich danach die Lage blitzartig. [Auf 24...Sxf6! 25.Dxg7+ antwortet Schwarz kaltblütig 25...Ke8!! /Barnikol, Sämisch/, und nun darf Weiß weder

A)    26.Dxf6?? Dxg2 matt ziehen;

B)     26.Sc4. Mross mußte daraufhin den schon halb ergriffen Schönheitspreis wieder fahren lassen. Ich habe nicht erst den weiten Weg zum delphischen Orakel zu wandern brauchen, um auf eine Spur in dieser Rätselstellung gelenkt zu werden. Hier in Kile ward mir die Lösung! Von Hennig fand sie, er bezwang den hundertarmigen Polypen! Schwarz muß 26...Dxc4 und da nun nicht (26...Tg8 27.Sxd6+ Dxd6 28.Dxg8+ Sxg8 29.Txd6; 26...Td8 27.Txd6 Txd6 28.Dxh8+ Kf7 29.Sxe5+ angängig ist.)

  B1) 27.Dxb7!

     B1a) 27...Dxe2 28.Dxa8+ Kf7 29.Df3;

     B1b) 27...Td8 28.Sg3

       B1b1) 28...Dxc2 29.Tf1!

         B1b11) 29...Tf8 30.Lg5

            B1b111) 30...Dg6 31.Dc6+ Td7 32.Dc8+ Ke7 33.Dc1! Damit droht Sf5+ und was Schwarz auch ziehen möge, Weiß erlangt starken, wahrscheinlich entscheidenden Angriff. Von Verlust ist keine Rede 33...h6 34.Sf5+ Kf7 (34...Ke8 35.Dc8+ Kf7 36.Sxh6+ Ke7 37.Lxf6+ Txf6 38.Sg8+) 35.Lxf6;

            B1b112) 30...Td7 31.Da8+ Ke7 32.Df3 Dg6 33.Se4;

        B1b12) 29...Dg6 30.Sf5 Df7 31.Dc6+;

      B1b2) 28...Td7 29.Da8+ Td8 30.Db7 womit Schwarz also nicht weiterkommt;    

    B1c) 27...De4! 28.Db6

      B1c1) 28...Sg4 29.Lc5!! dxc5 (29...Dxe2 30.Dxd6)30.De6+ Kf8 31.Tf1+;

      B1c2) 28...Sd5 29.Dc6+!;

    B1c3) 28...Sd7 29.Dxd6! Dxe3+ 30.Kh1 Dxe2 (30...Da7 31.De6+ Kd8 32.Df6+ Kc7 33.Dd6+ Kc8 34.Dc6+ Remis; 30...Ta7! 31.De6+ Kd8 32.Df6+ Kc7 33.Dxh8 Dxe2 34.Txd7+ Kxd7 35.Dxh7+ Kc6 36.Dxa7 Dd1+ 37.Dg1) 31.Dxd7+ Kf8 32.Df5+ Remis;

     B1c4) 28...Td8 29.Sg3 Dxc2 30.Tf1;

 B2) 27.Dxf6 sondern;

C) 26.Dxh8+ 26...Kf7! Eine erfolgversprechende Angriffsfortsetzung haben wir bei der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht finden können. Erweist sich Sämisch’ Entdeckung als stichhaltig, so wird die Partie natürlich entwertet". (Richter, Deutsche Schachblaetter 1940, Nr.23-24, S.195) Bogoljubow und Mross haben die Widerlegung der Opferkombination als stichhaltig anerkannt. Der Einwand gegen 24.Txf6.

Die Kombination ist gerettet, der Schönheitspreis allerdings nicht. Wie aus der Hauptvariante erhellt, hat Schwarz das Remis in der Hand.]

25.Dg7+ Ke6 26.Sf3! Dc8 27.Sed4+ Die Treibjagd beginnt! Carls macht darauf aufmerksam, daß Mross mit 27.Nfd4+ sofort entscheiden konnte. "Bei 27...Kd5 hat Weiß gegenüber der tatsächlichen Fortsetzung eine Figur mehr. Wenn aber 27...exd4 geschieht, so folgt 28.Sf4+ Ke5! 29.Lxd4+ Kxf4 (29...Kf5 30.Tf1) 30.Tf1+ Sf2 31.Dxf6+ Ke4 32.Lxf2 Kd5 33.Df3+ und Schwarz wird ins Mattnetz getrieben". exd4 28.Sxd4+ Kd5 29.Df7+ Kc5 30.Se6+ Kc6 31.Sd4+ Schachgebote in Zeitnot. Kb6 [ 31...Kc5!] 32.Sb3+ Kb5 33.Sd4+ Kb6 34.Sf5+! Endlich das richtige Schach 34...Ka5 [Auf 34...Kb5 gibt Mross folgende Variante 35.Sxd6+ Sxd6 36.Txd6 Lc6 37.b3 droht Dc4+ nebst Dc5+ und Db6 Matt. 37...Dg8 38.Dh5+ Ld5 39.Txd5+ Kc6 40.Tc5+ Kd7 41.Df5+ De6 42.Td5+ Ke7 43.Lc5+ und gewinnt.] Ka5 35.a3! bxa3 Der Koenig ist schutzlos dem Sturme preisgeben. Falls etwa 35...Lc6, so 36.Db3 Tb8 (36...bxa3 37.Lb6#) 37.axb4+ Txb4 38.Ta1+ Kb5 39.c4#; 35...Dxf5 wird durch 36.axb4+ Kxb4 37.Dxb7+ Kc4 (37...Db5 38.Dxe4+) 38.Td4+ Kc5 39.Ta4# beantwortet. 36.Ta1 Sc5 37.Sxd6 Dc6 38.Txa3+ Sa4 39.Txa4+ Dxa4 40.Dc7+ Kb4 41.Dc3# 1–0

Im September 1941 wird in München das so genannte „Europa-Turnier“ veranstaltet. In seiner Grundkonzeption soll es sich um eine Europameisterschaft handeln. An dem Turnier beteiligen sich Alekhine, Bogoljubow und Kurt Richter. Außerdem werden eingeladen: aus Schweden Lundin und Stoltz, aus Dänemark Nielsen sowie aus Böhmen und Mähren Foltys, Opočensky und Rohaček. Mross vertritt das Generalgouvernement.

 

Das Turnier gewinnt völlig überraschend Stoltz vor Alekhine und Lundin. Stoltz’ Sieg ist absolut verdient: über das gesamte Turnier hinweg spielt er sehr stark und gewinnt 10 Partien bei nur einer einzigen Niederlage gegen Bogoljubow. Alekhine dagegen verliert gegen Nielsen und Opočensky. Lundin verliert gegen Stoltz und Bogoljubow, ein großartiges Ergebnis der Schweden. Die weiteren Plätze nehmen ein: Bogoljubow, Nielsen und Richter. Mross wird weit zurückliegend 12., notiert aber ein wertvolles (über 100zügiges) Remis gegen Alekhine und einen Glanzsieg gegen Leepin.


P. Leepin – P. Mross
München1941
[P. Mross
in: Deutsche Schachblätter Nr.19-20, Oktober 1941 - Leipzig]

1.c4 Der König ist im Mittelspiel keine vollwertige Deckungsfigur. Sf6 2.Sc3 b6 3.d4 e6 4.f3 In dieser Stellung nicht gut. d5 5.Lg5 Le7 6.e3 Besser 6.e4 um Druckspiel gegen d5 zu bekommen. Schwarz muß dann, will er nicht auf e4 tauschen, c6 oder Bb7 spielen. h6 7.Lh4 0–0 8.Db3 Lb7 9.Ld3 Sc6! 10.cxd5? Diese Abwicklung ist für Schwarz günstig, dessen Koenig bereits in Sicherheit ist. Die schwarzen Figuren üben nun auf die weiße Stellung einen großen Druck aus.  Sa5! 11.Dd1 Sxd5 12.Lxe7 Besser ist 12.Bf2 um e3 zu decken; aber auch dann behält Schwarz das bessere Spiel. Dxe7 13.Kf2 Sehr gewagt gespielt. Weiß rechnet wohl mit der künstlichen Rochade (Springerentwicklung, Te1 und gelegentlich Kg1), dazu soll er aber nicht mehr kommen. Tad8 Ein Vorbereitungszug zur folgenden Kombination. Weiß sieht sie wohl, fordert sie aber gleichwohl heraus, da er scheinbar eine Parade gefunden hat. 14.Sge2 c5 15.Tc1


 

15...Sxe3! 16.Kxe3 Weiß hätte das Opfer nicht annehmen, sondern mit Da4 ablehnen sollen. Aber auch dann hat Schwarz, abgesehen von dem Bauerngewinn, das weitaus bessere Spiel. cxd4+ 17.Sxd4 Txd4! 18.Lh7+ [18.Kxd4?? Dc5#] Kxh7 19.Dxd4 Darauf hatte sich Weiß verlassen. Scheinbar ist nicht viel los, doch der nächste Zug von Schwarz ist ein Keulenschlag Td8 wo nun auch die weiße Dame hingeht, es folgt Matt oder Damenverlust. z.B. 20.Da4 (20.De5?? Sc4+; 20.Dg4 Dc5+ 21.Kf4 Dd6+ 22.Ke3 Dd2#) 20...Dc5+ 21.Ke2 (21.Kf4?? Dg5#) 21...La6+ 22.Ke1 De3+ nebst Matt im nächsten Zuge. Daher gab Weiß auf. 0–1

P. Mross – A. Alekhine
München 1941

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0–0 d6 6.Te1 Lg4 7.c3 Sd7 8.h3 Lh5 9.d3 Le7 10.Le3 Lg6 11.Sbd2 Lf6 12.d4 Tb8 13.De2 0–0 14.dxe5 Scxe5 15.Sxe5 dxe5 16.Tad1 De7 17.Sf1 Tfd8 18.Sg3 Sc5 19.Lc2 b5 20.Td5 Txd5 21.exd5 Td8 22.Td1 Lh4 23.Lxg6 hxg6 24.Lxc5 Dxc5 25.Dxe5 Lf6 26.De3 Dc4 27.Se4 Txd5 28.Txd5 Dxd5 29.Sxf6+ gxf6

30.Da7 Dxa2 31.Dxc7 Db1+ 32.Kh2 Dxb2 33.Dc8+ Kg7 34.Dxa6 Dxf2 35.Dxb5 Df4+ 36.Kg1 De3+ 37.Kh2 Dxc3 38.Db7 De3 39.Da8 Dd4 40.Db7 f5 41.Dc8 f6 42.Dc7+ Kh6 43.Dc1+ Kh5 44.Dc8 De5+ 45.Kh1 Kh4 46.Dc4+ f4 47.Dc6 Kg5 48.Df3 f5 49.Db7 Dd6 50.Df3 Dd4 51.Db7 De5 52.Da8 Dc7 53.Dd5 Kh4 54.Df3 Db8 55.Df2+ Kg5 56.Dc5 Kh5 57.De7 Dg8 58.Db7 Kh6 59.De7 Kh5 60.De2+ Kh6 61.De7 g5 62.Df6+ Dg6 63.Dh8+ Dh7 64.Df6+ Kh5 65.De5 Df7 66.Dd6 Dg6 67.De5 Df7 68.Dd6 Db3 69.De5 Dd1+ 70.Kh2 Dd7 71.De2+ Kg6 72.De5 Dc6 73.De2 De4 74.Dd1 De5 75.Kh1 Kh6 76.Df3 De4 77.Dd1 Kg6 78.Kh2 Kf6 79.Dd6+ De6 80.Dd8+ Kg6 81.Dd3 De5 82.Df3 Dc7 83.Kh1 Kf6 84.Dh5 Dg7 85.Df3 De7 86.Dd1 De6 87.Dd4+ Kf7 88.Kh2 Kg6 89.Dd3 Kh6 90.Df3 De5 91.Kh1 Kg6 92.Kh2 Dd6 93.Kh1 Kf6 94.De2 De5 95.Df3 De1+ 96.Kh2 Ke5 97.Dh5 Dg3+ 98.Kh1 Kd4 99.Dh8+ Kd3 100.De5 Kd2 101.Dxf5 Ke2 102.Dc2+ Kf1 103.Dc4+ Ke1 104.Dc1+ Ke2 ½–½

Am zweiten Turnier im Generalgouvernement (Krakau – Warschau, Oktober 1941) nahmen sowohl Boguljubow als selbst Alekhine teil. Außer ihnen beteiligten sich Paul Schmidt, der junge Klaus Junge, Lokvenc, Regedziński, Kieninger. Den geteilten Turniersieg erstritten sich Alekhine und Schmidt, vor Bogoljubow und Junge. Mross spielte weniger glücklich – er teilte sich mit Carls und Nowarra den letzten Platz. Er gewann bloß gegen Kieninger, Hahn und Carls. Im selben Jahr noch gewinnt Mross alle Partien bei der Krakauer Stadtmeisterschaft. Die folgenden Plätze belegen Nowarra, Meyncke, Dr. Walcker, Pokorski, Angel usw.

P. Mross – H. Nowarra
Krakau-ch 1941

[P. Mross
in: Deutsche Schachblätter Nr.1-2 Januar 1942]

1.Sf3 d5 2.d4 Sf6 3.Lg5 e6 4.Sbd2 Le7 Besser 4...c5 nebst Sc6. 5.e3 Sbd7 6.Ld3 0–0 7.0–0 c5 8.c3 b6? Schwarz hätte hier durch  8...Dc7 nebst folgendem e5, was Weiß kaum verhindern kann, Vereinfachung erreichen können. 9.Se5! Lb7 10.Df3 Verhindert Se4. Se8 11.Dh3 f5 12.Lxe7 Dxe7 13.Sxd7 Dxd7 14.Sf3 Sf6 15.Se5 De7 16.f3 Sd7 17.Sxd7 Dxd7 Schwarz glaubt durch Tausch einem Remis zusteuern zu können. Weiß erlangt aber trotzdem Koenigsangriff und schnürt Schwarz ein. 18.g4! Tae8 19.Tf2 Df7 20.Tg2 Lc8 21.f4 Um e5 zu verhindern. Durch diesen Zug würde Schwarz nicht nur seinen Läufer befreien, sondern sogar auf der offenen e-Linie Gegenspiel erhalten. Te7 22.Kh1 De8 23.Tag1 Dd7 24.Dh5 De8 25.Dh4! Ein Turm soll nach h3 gebracht werden, um den Vorstoß des g- oder h-Bauern zu erzwingen. Dieser gezogene Bauer soll dann die Angriffsmarke werden. Tff7 26.Tg3 Tc7? Der Verlustzug. Es mußte 26...Kh8 geschehen, um nach 27.Th3 Dg8 ziehen zu können. Schwarz steht allerdings danach so gedrückt, daß der Zusammenbruch früher oder später erfolgen muß. 27.Th3 g6 Das kleinere Übel war noch 27...h6. Darauf würde folgen 28.gxf5 exf5 29.Dxh6 Kf8 30.Dh8+ Ke7 31.Txg7 wobei Weiß zwei Bauern gewinnt. 28.gxf5 Txf5 [ 28...exf5 29.Txg6+ Kh8 ( 29...Kf8 30.Dh6+) 30.Thg3 usw.] 29.Lxf5 exf5

30.Txg6+ Aufgegeben. Auf 30...Kh8 führt (30...hxg6 31.Qh8+ führt um Matt; 30...Kf8 31.Dh6+ Ke7 32.Dg5+ Kd7 33.Txh7+ nebst baldigem Matt.) 31.Df6+ zu Matt. Bleibt also nur 30...Dxg6. Darauf behält aber Weiß mit 31.Dd8+ Kg7 32.Dxc7+ und Dxc8 einen ganzen Turm mehr. 1–0

Nachdem der Krieg beendet war taucht erst im Jahre 1948 der Name Mross wieder in der Schachpresse auf. Mross lebt jetzt in Berlin-Spandau uns beteiligt sich rege am Schachleben der Metropole. So ist er Teilnehmer beim Blitzwettkampf zwischen Berlin und Hamburg. 1949 spielt er bei der Berliner Meisterschaft. Das Turnier gewinnt Pfeiffer vor Lehmann, Koch und Richter. Mross wird 7. und weist einen wertvollen Sieg über Teschner auf.

P. Mross – R. Teschner
Berlin-ch 1949

1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 d6 6.Lg5 e6 7.Le2 Le7 8.0–0 0–0 9.Sb3 a6 10.a4 b6 11.f4 Dc7 12.Lf3 Tb8 13.Kh1 Sa5 14.Sd4 h6 15.Lh4 Sxe4 16.Lxe4 Lxh4 17.f5 Lf6 18.fxe6 fxe6 19.Dg4 Lxd4 20.Dg6 Lf6 21.Dh7+ Kf7 22.Txf6+ Kxf6 23.Tf1+ Ke5 24.Txf8 d5 25.Dg6 Kd4 26.Lxd5 Kc5 27.Dd3 exd5 28.b4+ 1–0

Im August 1950 besucht Ex-Weltmeister Euwe Berlin und es wird ein kleines Turnier mit seiner Beteiligung veranstaltet. Erwartungsgemäß siegt Euwe vor Teschner, Mross teilt Platz 3 bis 5 mit Gumprich und B. Koch.

P. Mross – M. Euwe
Berlin 1950

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0–0 Sxe4 6.d4 b5 7.Lb3 d5 8.dxe5 Le6 9.De2 Le7 10.Td1 Sc5 11.c4 d4 12.cxb5 d3 13.De3 Sxb3 14.axb3 Sb4 15.Sd4 Lg4 16.Tf1 0–0 17.Ld2 Sc2 18.Sxc2 dxc2 19.Sc3 axb5 20.Tac1 b4 21.Se4 Ld1 22.Sg3 Dd7 23.Df4 Ta2 24.Sf5 Txb2 25.Sxe7+ Dxe7 26.Lxb4 c5 27.Ld2 Txb3 28.Dc4 Tb6 29.f4 Tc8 30.De4 Dd7 31.Lc3 Tb3

 

32.Txc2 Lxc2 33.Dxc2 c4 34.Tf3 Td8 35.Kf2 Dd1 36.De2 Dxe2+ 37.Kxe2 Ta8 0–1

Im Jahre 1951 veranstalten die Deutschen Schachblätter ein anonymes Korrespondenzturnier mit 10 Teilnehmern.  Jeder der Teilnehmer trägt einen ausgedachten Namen. Es gewinnt Lexandrowitsch („Botwinnik“) vor Gumprich („Morphy“) und Lehmann („Dr. Aljechin“). Mross („Anderssen“) beendet das Turnier auf dem 9. Platz.

Bei einem kleinen Turnier, das sein Stammverein Eckbauer veranstaltet, teilt Mross den 3.-4. Platz mit Pawelczak, hinter Lehmann und Grohmann. Ein Jahr später (April 1952) gewinnt Teschner vor Darga und Kurt Richter die Berliner Meisterschaft; Mross belegt den 6. Platz.

Etwas besser schneidet er beim Berliner Turnier 1953 ab, wo er Vierter hinter Teschner, Darga und Bialas wird. Die Teilnahme bei einem kleinen Turnier in Hitzacker 1953 beschert ihm den dritten Platz hinter Rellstab und Kuppe. Bei der Berliner Meisterschaft 1954 teilt er den 3.-4. Platz mit Teschner hinter Darga und Dr. Lehmann.

1955 ist Mross Teilnehmer an der (West-) Deutschen Meisterschaft in Hoechst. Meister wird Darga vor Lothar Schmid und Pfeiffer. Mross belegt den 7. Platz.



P.
Mross – R. Scheipl
FRG-ch03 Hoechst 1955

1.d4 d5 2.Sf3 e6 3.Lf4 Sf6 4.Sbd2 c5 5.e3 Sc6 6.c3 Le7 7.Ld3 0–0 8.Lg3 cxd4 9.exd4 a6 10.De2 b5 11.a3 Lb7 12.Sg5 h6 13.h4 Sa5 14.Le5 Sc4 15.Sf1 Sd7 16.f4 a5 17.b3 Scxe5 18.fxe5 hxg5

 

19.Lh7+ Kxh7 20.Dh5+ Kg8 21.hxg5 f5 22.g6 Lh4+ 23.Txh4 Dxh4+ 24.Dxh4 Tfe8 25.Dh7+ Kf8 26.Dh8+ Ke7 27.Dxg7+ Kd8 28.Sg3 Kc7 29.Kd2 Tg8 30.Df7 Tgf8 31.Dxe6 Ta6 32.De7 Txg6 33.e6 Txg3 34.Dxd7+ Kb8 35.Dd6+ 1–0

R. Stachowitz – P. Mross
FRG-ch03 Hoechst 1955

1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 d6 6.Le2 a6 7.a4 Dc7 8.0–0 Le7 9.f4 Sbd7 10.Kh1 b6 11.Lf3 Lb7 12.De1 Tb8 13.Le3 0–0 14.Dg3 Tfd8 15.Tae1 Lf8 16.Lg1 e5 17.fxe5 dxe5 18.Sf5 Kh8 19.Le3 Te8 20.Lg5 Tbc8 21.Te3 Sg8 22.Tee1 f6 23.Lc1 Sc5 24.Ld1 Ted8 25.Dh4 Se6 26.Tf3 g6 27.Se3 Sf4 28.Tff1 Td4 29.Sg4 g5 30.Df2 Lb4 31.g3 Lxc3 32.bxc3

 
 

32...Txd1! 33.gxf4 Txe1 34.Dxe1 exf4 0–1

Über diese gesamte Zeitspanne hinweg beteiligte sich Mross aktiv an den Veranstaltungen seines Klubs Eckbauer Berlin. Im April 1956 wurden die Vereinsmeisterschaften beendet. Klubmeister wurde Darga vor Bialas, Teschner, Pawelczak und Dr. Lehmann. Mross wird Sechster. Im Blitzturnier siegt Darga (12 aus 13), Mross wird Zweiter (10½), auf den weiteren Plätzen folgen Teschner, Bialas, Mandel, Pawelczak usw.

Im September 1956 wiederholt Mross seinen Erfolg im Blitzen: Im Klubturnier wird er Dritter hinter Dr. Lehmann und Gumprich. In den darauffolgenden Monaten des Jahres vertritt er die Farben seines Klubs in Mannschaftskämpfen, unter ihnen auch in einem Mannschaftskampf zwischen Berlin und Amsterdam an 10 Brettern sowie bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften.

Hoechst – P. Mross
GER-chT Aachen 1956

1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 d6 6.Le2 a6 7.0–0 Dc7 8.f4 Sbd7 9.Le3 b5 10.Lf3 Lb7 11.a3 Sc5 12.e5! Sfe4! 13.Sxe4 Sxe4 14.exd6 Lxd6 15.Dd3 Sc5 16.De2 0–0 17.Lxb7 Dxb7 18.Dh5! De4 19.Tf3 Sd7 20.Te1 Tac8 21.Lf2 Sf6 22.Dh3 Dd5 23.c3 Se4 24.Le3 f5! 25.Tff1 Tf6 26.Df3 Tg6 27.Td1 Da2! 28.Lc1 Lc5 29.Kh1 a5! 30.Sxb5

 


30...Sg3+!! 31.Dxg3 Txg3 32.hxg3 Dc4! 33.Sd4 Lxd4 34.cxd4 Db3 35.Kh2 a4! 36.Tde1 Tc2 37.Td1 Db5! 38.Tfe1 Dc6! 39.Tg1 Df3! 40.g4 Dxg4 0–1

Fahnenschmidt – P. Mross
GER-chT Bielefeld 1956

1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 d6 6.Lg5 Sbd7 7.f4 a6 8.Df3 Dc7 9.0–0–0 h6 10.Lxf6 Sxf6 11.g4 Le7 12.g5? hxg5 13.fxg5 Sd7 14.g6 Lg5+ 15.Kb1 Se5 16.gxf7+ Dxf7 17.Dg2 Lf6 18.Sb3 Dc7 19.Dd2 Le7 20.Le2 Ld7 21.h3 0–0–0 22.Sd4 Lf6 23.Lg4 Sc4 24.De2? The8 25.Td3 Kb8 26.Tf1

 


26...Sxb2! 27.Kxb2 Lxd4! 28.Tff3 Lb5! 0–1

Die Berliner Meisterschaft 1957 gewinnt Teschner vor Dr. Lehmann und Darga. Mross belegt weit abgeschlagen den 12.-13. Platz. Ende 1957 erzielt er ein großen Erfolg – er wird Klubmeister seines Stammvereins Eckbauer. Hinter ihm verbleiben Dr. Lehmann und Gumprich. Hier noch eine Partie von der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Minden 1961:

 

C. Welling – P. Mross
GER-chT Minden 1961

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 e6 6.Lg5 a6 7.Sb3 b5 8.a3 Sbd7 9.Le2 Dc7 10.0–0 Lb7 11.Lxf6 Sxf6 12.Lf3 Le7 13.De2 Sd7 14.g3 Tc8 15.Tac1 Lg5 16.Sd2 Se5 17.Lg2 Sc4 18.f4 Lf6 19.Sxc4 Dxc4 20.Dd3 0–0 21.e5 Lxg2 22.Kxg2 dxe5 23.Se4 Dxd3 24.Sxf6+ gxf6 25.cxd3 Tfd8 26.fxe5 fxe5 27.Txc8 Txc8 28.Tf2 Td8 29.Tf3 Td4 30.Te3 f6 31.Kf3 Kf7 32.Ke2 b4 33.a4 Ke7 34.Kd2 Kd6 35.Kc2 f5 36.Kb3 a5 37.Kc2 h5 38.Te2 Kd5 39.Td2

 

39...h4 40.b3 hxg3 41.hxg3 Tg4 42.Th2 Txg3 43.Th8 Tg2+ 44.Kc1 Kd4 45.Tc8 f4 46.Tc4+ Kxd3 47.Tc5 f3 0–1

Zum Schluss eine kleine Kuriosität. 1966 besuchte Mross seinen ehemaligen Klub Eckbauer und gab dort ein Simultan. Zwei der Teilnehmer verabredeten sich in der Absicht, dem Meister einen kleinen Scherz zu spielen. Einer von ihnen (Bruch) spielte gegen Mross mit Schwarz, der andere (Buerke) mit Weiß. Der Weißspieler wiederholte die letzten Züge von Mross aus der ersten Partie und der Schwarzspieler seine Züge aus der zweiten... Nachdem die Veranstaltung beendet war, zeigte Mross sich schwer angetan vom starken Spiel der beiden. Als sie ihm erklärten, was sich zugetragen hatte, wollte Mross dem keinen Glauben schenken...

 

P. Mross – P. Mross

Simultan (alias Buerke-Bruch), Berlin 1966

1.d4 Sf6 2.Sf3 b6 3.Lf4 Lb7 4.e3 d6 5.Ld3 Sbd7 6.Sbd2 Sh5 7.Lg3 e5 8.c3 g6 9.0–0 Lg7 10.De2 f5 11.e4 0–0 12.h3 De7 13.Lh4 Lf6 14.Lg3 Tae8 15.Tfe1 Sg7 16.d5 Lc8 17.Lb5 Tf7 18.Sf1 f4 19.Lh2 g5 20.g3 Tef8 21.S1d2 Sb8 22.Kg2 a6 23.Lc4

23...g4 24.hxg4 Lxg4 25.Dd3 b5 26.Lb3 Sd7 27.Ld1 Sh5 28.gxf4 Tg7 29.Kh1 Sxf4 30.Lxf4 exf4 31.Tg1 Df7 32.Sh2 Se5 33.Sxg4 Sxd3 34.Sh6+ Kh8 35.Sxf7+ Tfxf7 36.Tg2 Lh4 37.f3 Lg3 38.Sf1 h5 39.Td2 Se5 40.b3 Le1 41.Th2 Tg5 42.Tc1 Tfg7 0–1

Das weitere Schicksal von Paul Mross ist uns nicht bekannt. In den 60er Jahren verließ er Berlin und zog nach Erlangen, wo er noch in den 70er Jahren an der Adresse Gerhart-Hauptmann-Straße 11 lebte. Sollte er noch am Leben sein, so wäre er heute 93 Jahre alt.

Der Autor dankt den Herren Reinhard Beier (Berlin) und Alan McGowan (Kanada) für ihre freundliche Unterstützung und Bereitstellung von Material.

Anmerkung vom Übersetzer: Wie der Leser selbst festgestellt haben dürfte, sind den Schachhistorikern Informationen zu Paul Mross nur lückenhaft präsent. Viele noch heute lebende Schachspieler dürften ihn allerdings persönlich gekannt haben, bzw. über Kenntnisse zu seinem Leben verfügen. Autor und Übersetzer wären sehr dankbar für jedwede Art von Mitteilung zur Biographie von Paul Mross.



Fußnoten:

[1] Das Territorium des Zwischenkriegspolens umfasste auch die heute zur Ukraine gehörende ehemalige Hauptstadt des österreichischen Reichsteils ‚Galizien und Lodomerien’. Neben dem deutschen Namen ‚Lemberg’ ist die Stadt auch Polnisch als Lwów, heute in Ukrainisch als Lviv bekannt. Ukrainische Spitzenspieler wie Oleg Romanišin, Aleksandr Beljavskij und Vassilij Ivančuk sind dort ansässig.

[2] Gesprochen Mrus. Eine wörtliche Übersetzung des Namens Mróz ins Deutsche wäre: Kälte, Frost.

[3] Informationen in Deutsch zu Stadt und Umgebung: www.chorzow.pl/album/AlbumHistoriaGR.htm

[4] Die Bevölkerung der östlichen Landesteile des Deutschen Reiches (bis 1945) zeichnete sich aus durch Vielfalt und Vermischung Deutsch- und Slawischsprechender Einwohner. Die Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die das Zusammenleben in kultureller Vielfalt zerstörten, sind jedermann bekannt. Was für eine einzigartige Welt damals unterging, ist dem öffentlichen Bewusstsein heute nicht mehr zugänglich. Interessierten, die einen Blick in diese ehemals gemeinsam gelebte Kultur werfen wollen, sei August Scholtis’ großartiger Roman „Ostwind“ (1932) ans Herz gelegt. In diesem ‚Schlesischen Schelmenroman’ erfährt der Leser vom Zusammenleben Deutscher und Polen im Schlesien der Jahre von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.

[5] Als Generalgouvernement wurde das Restgebiet Polens nach dem Einmarsch deutscher und sowjetischer Truppen 1939 bezeichnet, das unter deutsche Verwaltung geriet. Der Generalgouverneur Hans Frank wählte Krakau zu seinem Amtssitz.

[6] „Im Generalgouvernement überschlug sich alles und jedes. Es war ein ‚Ballungsgebiet der Unmöglichkeiten’. Unmöglich war es, auch nur entfernt menschenwürdig, die ausgewiesenen Polen und Juden, die in Viehtransporten, oft ohne Voranmeldung, hereingepreßt wurden, unterzubringen; unmöglich war es, den wirtschaftlichen Anforderungen zu entsprechen; unmöglich war es auch, nur entfernt eine Art von Rechtsstaatlichkeit aufrechtzuerhalten, und unmöglich war es letztlich, mit dem vorhandenen Personal [...] irgendeine Linie außer der Grausamkeit zu halten. [...] Die außerhalb jeder Rechtsnorm stehenden ‚Führerbefehle und Wünsche’ ermöglichten es entsprechend reagierenden Persönlichkeiten, ihren privaten Machtgelüsten im Umgang mit Rechtlosen, Polen und Juden, voll zu genügen. In dieser  Hinsicht bildeten die höheren SS- und Polizeiführer eine ‚einsame Spitze’. Meist kamen sie aus einfachen sozialen Positionen, ihr Partei- und SS-Rang hatte sie in eine unübersehbare Machtfülle [...] ‚katapultiert.“ Hasso von Zitzewitz: Das deutsche Polenbild in der Geschichte, Köln 1991, S. 71-72.

Weitere empfehlenswerte Lektüre, die jene Gräueltaten aus der Zeit der deutschen Besetzung Polens festhält: Erich Kuby: Als Polen deutsch war, 1939-1945, München 1986.

 

 

 

 

 

 

 

 

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