19.08.2015 – Datenbanken, Engines, Internet - die Eröffnungstheorie entwickelt sich heutzutage so schnell wie nie. Aber wie schafft man es, auf dem Laufenden zu bleiben? Rustam Kasimdzhanov hilft. Der Eröffnungsexperte, der Vishy Anand bei mehreren WM-Kämpfen zur Seite stand, zeigt die neuesten Trends in der Eröffnung. Informativ und anregend. Mehr...
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Ein Expertenteam aus vier internationalen Titelträgern zeigt Ihnen inspirierende Eröffnungsvarianten, strategische Meisterleistungen, wegweisende Endspielmanöver und mustergültige Kombinationen im Videoformat.
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Rezension: Rustam Kasimdzhanov: Trends in modern Openings 2015
Von Christian Hoethe
"Alles, was längst vergessen ist, ist irgendwann wieder neu!"
Dieser Spruch, den meines Wissens der große David Bronstein einmal zu einer etwas eingestaubten Eröffnungsvariante zitierte, trifft den Nagel auf den Kopf!
Wer kennt das nicht? Man spielt während des Jahres die Vereinsmeisterschaft, die Mannschaftskämpfe, zwischendurch noch ein oder zwei Turniere, ab und zu mal gern eine Partie Blit zund kauft sich hin und wieder eine aktuelle Schachzeitung. Zuhause hat man etwas Literatur zu seinen Lieblingseröffnungen und das Gefühl, sich in "seiner" Theorie recht sicher zu sein. Das Wissen der Theorie schien auszureichen und man fühlte sich immer noch theoretisch am Puls der Zeit. Es gibt scheinbar kaum etwas, das einen noch überraschen könnte.
Dann passiert jedoch folgendes: man trifft auf einen Gegner, der einen in der eigenen Lieblingseröffnung mit erschreckender Leichtigkeit überspielt – und das mit einer extrem seltenen Variante, von der man glaubte zu wissen, sie sei vollkommen harmlos. So jedenfalls sagten es doch früher die "Bücher". Man erinnert sich vielleicht sogar an die damals vorgeschlagene "Widerlegung", bloß um heute feststellen zu dürfen, dass es mittlerweile eine Widerlegung der Widerlegung zu geben scheint!
Wir erinnern uns daran, dass es immer wieder unter den Großmeistern findige Geister gibt, die auch gern einmal ältere Varianten rehabilitieren. So zum Beispiel Kasparov, der nicht nur Schottisch, sondern auch das Evans-Gambit wieder salonfähig machte! GM Short, der sich traut, das Königsgambit gegen stärkste Gegnerschaft anzuwenden, Anand, der das Vierspringerspiel wiederbelebt usw. Es stimmt also: "Alles, was längst vergessen ist, ist irgendwann wieder neu!"
Nigel Short
Ich erinnere mich gut daran, dass Fischer in den 60er Jahren ab und zu den Zug 6. h3 gegen seinen eigenen Lieblings-Sizilianer, der Najdorf-Variante, spielte und damit auch erfolgreich war. Viele schoben seinen damaligen Erfolg mit dieser Variante auf den Überraschungseffekt und die eher suboptimalen Reaktionen seiner Gegner, obwohl diese zum damaligen Zeitpunkt das waren, was heute die Aronians und Giris sind: stärkste Konkurrenz und Weltklasse.
Seit kurzem hat der Zug 6. h3 gegen Najdorf wieder Einzug in die Turniere auch der Top-Ten erhalten. Michael Adams spielt ihn schon seit längerem, GM Ganguly immer wieder mal, aber in der Weltspitze hat ihn GM Caruana etabliert, der die weiße Seite nachhaltig vertritt.
Wer also Najdorf spielt oder ein starkes System gegen Najdorf sucht, das den einen oder anderen sicherlich auf dem völlig falschen Fuß erwischen wird, der wird auf dieser DVD von GM Rustam Kasimdzhanov bestens beraten. Er wird ihr Repertoire auf den aktuellen Stand updaten!
Rustam Kasimdzhanov
Inhalt seiner DVD "Trends in modern openings 2015" sind folgende Systeme:
4. Leningrad Holländisch und frühe Abweichungen: 1.d4 f5 2.c4 Sf6 3.g3 g6 4.Lg2 Lg7 5.Sf3 0-0 6.0-0 d6 7.Sc3 und nun 7....c6 und 7....De8
5. Das "neue" Bogo-Indisch mit 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 Lb4+ 4.Sbd2 0-0 5.a3 Le7 6.e4 d5 7.e5 Sfd7 8.Ld3 c5, eine Variante, die GM Matthias Wahls schon vor mehr als zehn Jahren in seinen Seminaren für Schwarz empfohlen hat und die daher auch "längst vergessen und wieder neu" ist. So stand Bogo-Indisch auch in der ersten Schnellschach-Partie zwischen Kasparov und Short in St. Louis 2015 auf dem Brett und führte zu einer äußerst interessanten Partie.
6. 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.h3 - Königsindisch mit h3, auch bekannt als Makagonov- oder Bagirov-System ist so "en vogue" wie nie zuvor. Von seiner Gefährlichkeit durfte sich "Kasim" jüngst gegen Tomashevsky selbst überzeugen!
Hier ein paar Kostproben zur Inspiration:
Insgesamt 18 Videos und fast 4 Stunden plus interaktives Video-Feedback und all das präsentiert von einem sympathischen Lehrer – selten war Eröffnungstraining so kurzweilig! Kasimzhanov gilt als führender Eröffnungsexperte und sekundierte Anand bei drei WM-Kämpfen. Kann man sich einen fachkundigeren "Prof" wünschen?
Fazit: Wer mit Weiss oder Schwarz eines der vorgestellten Systeme spielt, der sollte sein Repertoire von Ex-Fide-Weltmeister Kasimdzhanov grundüberholen lassen! Und wer nach interessanten Alternativen und gefährlichen Überraschungswaffen zu seinem bisherigen Repertoire sucht, der wird hier sicherlich ebenso fündig wie inspiriert werden!
Beispielvideo
Rustam Kasimdzhanov: Trends in modern
Openings 2015
• Trainings-Videos: 3 Stunden 53 Minuten (Englisch)
• Interaktives Training mit Videofeedback
• Trainingsdatenbank mit Analysen und Beispielpartien
• Mit CB 12 – Reader
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Deutschlands.
ChessBaseDie ChessBase GmbH, mit Sitz in Hamburg, wurde 1987 gegründet und produziert Schachdatenbanken sowie Lehr- und Trainingskurse für Schachspieler. Seit 1997 veröffentlich ChessBase auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten aus der Schachwelt. ChessBase News erscheint inzwischen in vier Sprachen und gilt weltweit als wichtigste Schachnachrichtenseite.
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In nahezu jeder Schachpartie kommt ein Moment, in dem es ohne Taktik einfach nicht weitergeht. Man muss zuschlagen, denn nichts ist ärgerlicher, den herausgearbeiteten Vorteil aus der Hand zu geben!
Eröffnungsvideos: Daniel King zeigt neue Ideen gegen Caro-Kann mit 3.Sc3 dxe4 4.Sxe4 Sf6 5.Sxf6+. „Mikhalchishins Miniaturen“. Najdrof, Russisch und Schottisch. „Move by Move“ mit Robert Ris. „Wundertüte“ mit 37 Analysen von Ganguly, Illingworth u.v.a.
Der Kurs zeigt klare Figurenaufstellungen, zentrale Schlüsselfelder und typische Mittelspielpläne. Mit vielen Beispielen und einem Übungsteil lernen Sie, systematisch Druck aufzubauen – für ein modernes Italienisch-Repertoire auf Turnierniveau.
Anstatt Sie zum Auswendiglernen endloser Varianten zu zwingen, konzentriert sich Raja auf klare Pläne, typische Ideen und Angriffsmotive, die Sie ohne Verzögerung in Ihren eigenen Partien anwenden können.
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GM Blohberger präsentiert in dieser zweiteiligen Reihe ein vollständiges Repertoire für Schwarz: praxisnah, verständlich, flexibel – statt seitenlanger Theoriewüsten gibt es klare Konzepte und leicht erlernbare Strategien.
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