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Schachfestival in Al Haouaria

28.03.2012 – Tunesien liegt zwar bekanntermaßen in Afrika, aber weit weniger entfernt von Europa als man vielleicht denkt. Nach nur wenigen 70 km erreicht der Schiffsreisende aus Tunesien die Insel Pantelleria und betritt dort heutiges EU-Gebiet. Vor 2500 Jahren hätte man sich allerdings hier und auf den großen Inseln in der Nähe noch auf kathargischem Hoheitsgebiet befunden. Das kulturelle Erbe der Phönizier ist verblasst, aber ebenso noch spürbar wie das der Völker, die später kamen: Römer, Vandalen, Araber, Osmanen, Franzosen. Alle haben ihre Spuren hinterlassen und zum heutigen Bild Tunesiens beigetragen. Der stärkste Schachspieler Tunesiens, Slim Bouaziz (62), war zuletzt bei der Schacholympiade in Turin 2006 aktiv. Die Nummer drei des Landes, Kamel Njili, organisiert aber zur Zeit ein Schachfestival in Al Haouaria, ganz im Norden des Landes gelegen, mit vielen internationalen Gästen.  Nicht alles funktioniert reibungslos, berichtet Alina L'Ami, aber die Gastfreundschaft der Leute ist umwerfend und der Aufenthalt ein großes Abenteuer.Turnierseite...Bericht, Tunesien, Tabelle...
 

 

Vergessene Dörfer…
Von Alina L'Ami 


Blau und weiß

Am 22. März bin ich in Tunis auf dem Flughafen angekommen und wollte eigentlich ein Frauenschachturnier spielen. Doch es war der Beginn eines Abenteuers…

Damit Sie die Dinge mit meinen Augen sehen können, sage ich Ihnen, dass ich diese Zeilen gerade in meinem Hotelzimmer schreibe, einem phantastischen/wunderbaren/unglaublichen 4-Sterne Ferienhotel.


Das Hotel, in dem ich wohne


Mein Zimmer liegt hinter dem rechten Balkon


Der wunderbare Ausblick von meinem Balkon


Eine Oase in der Oase – im Hotel


Afrika!




Innen- und ...


Außenansichten unseres Hotels, ...


... eine wunderbare Mischung und ein wunderbares Design...


, das afrikanische, Mittelmeer- und Berbermotive kombiniert.


Ein Strandspaziergang, immer noch auf Hotelgebiet


Tunesien, unweit von Sizilien und Sardinien


Al Haouaria, oben rechts


Am Kap Bon


Mit Kamel, dem Hauptsponsor des Festivals und zwei einheimischen Journalisten

Das Hotel liegt mitten im Nichts, im Nordosten von Tunesien und ist von Orangenhainen, Sandstränden und malerischen kleinen Häusern umgeben, was mir einen Moment der Ruhe, des Friedens und der Harmonie gibt, den ich so dringend brauche. Aber warum brauche ich ihn?!

Nun, das ist schwer zu erklären, aber ich versuche mein Bestes.




Diese Häuser mit weißen Wänden und blauen Fenstern und Türen gefallen mir großartig, es scheint, als reiche das Meer in die Stadt hinein.


Blau und Weiß!


Zurück zu dem, was mich in letzter Zeit fasziniert: die bunten Türen!

Die großzügige Einladung, in Tunesien ein Frauengroßmeisterturnier zu spielen verdanke ich IM Njili Kamel, dem Organisator des Schachfestivals ‘El Haouaria’.

Vom 16. März bis zum 4. April stehen hier unglaublich viele Turniere und Veranstaltungen auf dem Programm: ein offenes Turnier (das gerade zu Ende gegangen ist und von dem Serben Igor Miladinovic mit 7,5 Punkten aus 9 Partien gewonnen wurde), ein Blitzturnier, ein internationales Open für Jugendspieler, fünf Rundenturniere (zwei, um GM-Normen erzielen zu können, zwei, um IM-Normen erzielen zu können und eins für Frauen – und da sollte ich dabei sein) und außerdem noch etwas ganz Besonderes: ein Simultan mit keinem Geringeren als Nigel Short zum Auftakt dieses Festivals, das sich viel vorgenommen hatte. Um eine freundliche und familiäre Atmosphäre zu schaffen, wurden außerdem Ausflüge, Partys, Ausstellungen und viele andere Dinge organisiert, die ich nicht mehr erinnere – und das täglich!

Mit anderen Worten haben die Organisatoren eine Menge Zeit, Geld und Energie investiert, um jeden einzelnen Teilnehmer zufrieden zu stellen, und das ist ganz einfach unmöglich. Bei der ersten Auflage des Turniers haben sie einfach zu viel von sich selbst verlangt, vor allem, wenn man bedenkt, wie wenig Erfahrung sie mit der Organisation einer so großen Veranstaltung hatten. Außerdem: es gab eigentlich nur EINE EINZIGE Person, die dahinter stand, die alles geplant und arrangiert hat: der Hauptsponsor des Turniers, Kamel. Einen Mensch mit einem so großen Herzen findet man nur selten; sein Name taucht nirgends auf, nicht auf der Turnierseite im Internet, nicht auf den Turnierplakaten, nicht in den Medien, einfach nirgends!


Turnierplakat


Die Organisatoren: links ist IM Njili Kamel und in der Mitte steht der Hauptsponsor Kamel Meddeb.

Er zieht es vor, hinter den Kulissen im Hintergrund zu bleiben und sich am Glück anderer zu erfreuen. Dafür hat er alles getan, was er konnte; seine Verlobte Imen erzählte mir, dass sein Traum nur drei Wochen vor Turnierbeginn allmählich Gestalt annahm. Man muss zugeben, dass das eigentlich viel zu wenig Zeit ist und doch wurde sein Traum, Spieler aus unterschiedlichsten Nationen unter dem tunesischen Himmel zu versammeln, schließlich doch Wirklichkeit!

Es sieht vielleicht so aus, als ob es hier viele Leute gibt, die helfen (und es sieht nicht nur so aus!), aber tatsächlich ist er der Einzige, der sich um jedes kleine Detail kümmert, um dafür zu sorgen, dass nichts schief geht. Und deshalb … sind die Dinge natürlich ein wenig aus dem Ruder gelaufen.

Mehr als 100 Spieler waren gekommen, um im Open zu spielen, 40 Länder, 40 unterschiedliche Mentalitäten und Kulturen, Amateure und Profis, alle mit anderen Ansprüchen und Erwartungen. Man kann sich vorstellen, dass dies in den Griff zu kriegen kein Zuckerschlecken ist, vor allem nicht für jemanden, der nicht weiß, wie die Schachwelt aussieht und welche Bedürfnisse wir Profis haben. Für uns Profis sieht das alles so einfach aus, aber ich muss einräumen, dass wir Schach spielen und keine Turniere organisieren. Wahrscheinlich hätten wir dann ebenfalls schlaflose Nächte, jede Menge Probleme, aufgebrachte Spieler und viel Stress.

Bei diesem Festival kam es zu einer Reihe von Pannen: das mit Nigel Short geplante Simultan fand nicht statt, aber er ließ sich mit seinen Fans fotografieren, er verteilte Autogramme und erzählte Anekdoten, so dass sein Besuch alles in allem ein Erfolg war. Von großer Bedeutung war auch der Turniersaal: hier improvisierte man und verlegte ihn in ein Zelt, das am Meer stand, und das erwies sich als keine gute Idee, denn innen war es ziemlich windig und kalt. (Ja, richtig: ein afrikanisches Land kann Ende März unvorstellbar kalt sein!)


Der andere Turniersaal, der für die unteren Bretter – das Zelt...

Nur die ‘Glücklicheren’, die Spieler, die stark genug waren, um an den ersten Brettern zu spielen, kämpften in einem angrenzenden Raum zwischen dem Zelt und dem Restaurant, wo alle und jeder essen ging. Das Problem für diese Spieler war jedoch der Lärm, der aus dem Restaurant kam, was mich zum nächsten Problem führt: die Entfernung zwischen Spielsaal und Unterkunft.


Dreh- und Angelpunkt des Turniers: das Restaurant: "Le Pecheur"


Der Turniersaal für die vorderen Bretter


Bruno Fabio gegen die Nummer eins der Setzliste: Hichem Hamdouchi, 2617 in Runde 8


Alfonso Romero Holmes gegen Georgy Timoshenko


Mikhail Ulibin gegen Dimitrov Mladenov Plamen


Igor Miladinovic gegen Miroljub Lazic


Nino Maisuradze


Evgeny Gleizerov analysiert mit seiner Gegnerin Vijayalakshmi Subbaraman

 

Endstand Open: 17.-24. März 2012

    Name FED Rtg. Pct. TB1 TB2 TB3
1 gm Igor MILADINOVIC SER 2555 7.5 40.5 0.0 441.0
2 gm Hamdouchi Hichem FRA 2617 7.0 39.0 0.0 429.5
3 im Bruno Fabio ITA 2435 7.0 37.5 0.0 440.0
4 gm Alfonso Romero Holmes ESP 2501 7.0 37.0 0.0 414.5
5 gm Gleizerov Evgeny RUS 2570 7.0 36.5 0.0 442.0
6 im haddouche Mohamed ALG 2410 7.0 34.5 0.0 405.0
7 im Vijayalakshmi Subbaraman IND 2415 6.5 36.0 0.0 420.5
8 gm Ulibin Mikhail RUS 2515 6.5 35.5 0.0 427.0
9 gm Pikula Dejan SER 2525 6.5 35.0 0.0 420.5
10 gm Sriram Jha IND 2406 6.5 34.0 0.0 440.0
11 im Plamen Dimitrov Mladenov BUL 2389 6.5 33.5 0.0 435.5
12 gm Petrov Marijan BUL 2527 6.5 32.5 0.0 402.5
13 cm Amir Zaibi TUN 2174 6.5 30.5 0.0 386.5
14 gm Lazic miroljub SER 2452 6.0 36.0 0.0 414.5
15 gm Azer Mirzoev AZE 2560 6.0 33.5 0.0 403.0
16   Sebbar Ali MAR 2290 6.0 31.5 0.0 403.0
17 im Kaabi Mejdi TUN 2344 6.0 31.0 0.0 413.5
18 gm Stupak Kirill BEL 2531 6.0 30.0 0.0 387.5
19   Pogosian Manvel BLR 2406 6.0 30.0 0.0 398.5
20   Boudriga Med Ali TUN 2131 6.0 29.0 0.0 401.5
21   Hergli Amir TUN 2173 6.0 28.0 0.0 362.0
22   Seraoui Mohsen ALG 2196 6.0 28.0 0.0 358.5
23   Serge Delseny FRA 1992 6.0 25.5 0.0 354.0
24 gm Georgy timoshenko UKR 2569 5.5 35.5 0.0 390.5
25 im Ezat Mohamed EGY 2441 5.5 32.5 0.0 405.5
26 fm Adnani Moklis MAR 2404 5.5 32.5 0.0 408.5
27   Amdouni Zoubaier TUN 2279 5.5 31.5 0.0 376.0
28   Naciri Zouhir MAR 2245 5.5 31.0 0.0 389.5
29 im Sarwat walaa EGY 2326 5.5 30.0 0.0 398.5
30   Villegas Pierre MNC 2278 5.5 30.0 0.0 387.0
31   Jalal Hazhar IRQ 2003 5.5 28.0 0.0 392.5
32   Salhi Nouressadat ALG 2115 5.5 24.5 0.0 325.0

.. 120 Spieler
 

Wie Sie wahrscheinlich wissen, hat jeder Profi seine eigenen Rituale und Gewohnheiten, kleine Dinge, die ihm das Leben leichter machen. Deshalb sieht das beste Szenario wie folgt aus: ein Hotel, in dem man schläft, isst und Schach spielt, denn so hat man die Möglichkeit, sich jederzeit, wenn einem danach ist, in sein Zimmer zurückzuziehen, und man kann sich entscheiden, ob man in Gesellschaft sein will oder nicht.

Doch in El Haouaria fingen die Runden jeden Tag zu anderen Zeiten an und man musste mehr oder weniger die ganze Zeit in der Nähe des Restaurants oder der Spielsäle sein, denn dort aß und spielte man, aber musste auch auf alle anderen Spieler warten.


Nino Maisuradze, re, und Begleitung, warten aufs Essen

Eines Abends stattete der irakische Botschafter uns einen Besuch ab! Er sitzt links am Tisch, neben ihm steht der Kellner, rechts neben dem Botschafter sitzt der Bürgermeister der Region.



Die Hamdouchi-Familie: Hichem und Adina. Adina ist ebenfalls Rumänin und so konnten wir uns in meiner Muttersprache unterhalten.


Von links nach rechts: Ulibin, Gleizerov, Timoshenko – nicht mehr lang und man kann essen.


Ein kurzer Internet-Check zwischen Runde und Abendessen


Das gleiche Motiv wie in den vorherigen Bildern: man wartet aufs Essen


Essenszeit! 

Ich liebe das tunesische Brot, es schmeckt einfach köstlich, vor allem zusammen mit Olivenöl und 'Harissa' – einer scharfen tunesischen Chilipaste.


So fand man nur schwer zu seinem eigenen Rhythmus. Nach dem Abendessen brachten Busse und Autos die Spieler wieder zu ihrer Unterkunft zurück: entweder in das wunderschöne Hotel, in dem ich gerade wohne (und einen phantastischen Blick aufs Meer genieße!), und das mehr als eine Stunde vom Turniersaal entfernt liegt, oder zu den Villen, die zwar näher an Restaurant und Turniersaal lagen, aber weniger komfortabel als das Hotel waren.

Ehrlich gesagt war ich von all diesen Unannehmlichkeiten kaum betroffen, denn ich spiele gar nicht und werde dennoch vorbildlich behandelt. Doch was die Spieler angeht, die von diesen Unannehmlichkeiten betroffen waren, so improvisierte man stets, um die auftauchenden Probleme mit Geduld, Verständnis und Entgegenkommen zu lösen. Doch das ging nicht ohne Stress, Frustration und so mancher Überraschung über die Bühne. Ein Beispiel: ich brauchte ein Auto, um zum Turniersaal zu kommen, der Wagen war für 10 Uhr bestellt, aber lange Zeit war nichts und niemand zu sehen. Gegen 12.30 Uhr kamen zu meiner Überraschung dann drei Wagen, um mich abzuholen! Das gab mir Gelegenheit zu entscheiden, welcher dieser Wagen mir der liebste war – am Ende entschied ich mich für den Mercedes:)

Für die Amateure war das gesamte Turnier allerdings ein einzigartiges Erlebnis! Sie haben sich gefreut, getanzt und gesungen, sie hatten keine Sorgenfalten auf der Stirn. Ihre Haltung steckte an und ich bin sicher, am Ende des Opens konnten auch die Profis jede Menge lustiger Geschichten zum Besten geben.

 

Diese landestypischen Hüte hatte man uns geschenkt und darüber waren wir sehr froh; sie waren ein unerwartetes und sehr nützliches Geschenk, denn es wurde richtig kalt. 

Ein wunderbare Trophäe: ein Olivenbaum aus Silber und Bernstein. Auch ich erhielt einen überreicht, was zeigt, wie nett diese Leute sind.


Zweiter Platz für Hichem Hamdouchi


Erster Platz für Igor Miladinovic

Jedes Land ist auf seine Weise schön, aber was jedes Land besonders macht sind seine Menschen. Ich bin überzeugt, wenn wir uns an dieses Festival erinnern, wenn wir an ‘El Haouaria’ denken, dann haben wir sofort die Großzügigkeit, die Wärme und Offenheit dieser wunderbaren Leute vor Augen.


Und junge Leute; rechts an der Wand sieht man die Turnierplakate. 




Kinder, natürlich voller Energie


Akrobatik am Wasser – er wusste, ich würde ihn fotografieren :)


Und hier sieht man, wie das köstliche tunesische Brot gebacken wird!


Die tunesischen Frauen waren einfach wunderbar, sehr lustig und freundlich.
Wir haben uns mit Händen und Füßen verständigt und das hat funktioniert!

Auf dem Markt

Der Markt in El Haouaria: dort gibt es die besten Orangen, die ich je gegessen habe! Das ist keine Übertreibung, sie waren wunderbar süß und lecker.



Die berühmten tunesischen Datteln


Bohnen und Kartoffeln, die Tomaten sind fast alle schon weg


Körner und Gewürze


Ehrlich gesagt habe ich kaum je so viel Engagement, so viel Einsatz und Anstrengung erlebt, damit man sich wohl fühlt. Und diese Menschen haben mir das Beste gegeben: ihre aufrichtige Freundschaft. Ganz gewiss werde ich das Gefühl nicht vergessen, das mich jedes Mal überkommt (und das ich nicht wirklich beschreiben kann), wenn ich ihre Augen lächeln sehe, weil sie sich freuen, dass es mir gut geht. Das ist eine Lektion fürs Leben, die ich am Ende meines Aufenthalts hier hoffentlich gelernt habe…

Wo wir schon dabei sind, die Rundenturniere werden gerade gespielt und die erste Runde hat soeben angefangen. Allerdings bin ich nicht dabei, sondern in meinem Hotelzimmer, weil…nun ja, es gibt kein Frauenturnier. Immerhin kann ich Sie so auf dem Laufenden halten :)

Aber im Ernst: ich weiß und die Organisatoren wissen es auch, dass manches aus dem Ruder gelaufen ist und in Anbetracht der Umstände nicht mehr zu kontrollieren war. Aber ich bin sicher, dass man sich bei der Neuauflage des Turniers, die für Anfang Mai 2013 geplant ist, um alles kümmern wird. Damit möchte ich meinen Kurzroman auch beenden, da ich sonst endlos weitermachen könnte. Doch keine Sorge: ich melde mich so bald wie möglich mit weiteren Informationen und Neuigkeiten zurück!

In den Tagen unseres tunesischen Abenteuers boten die Veranstalter ihren Gästen reichlich Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten und Bräuche ihrer Haiemat kennen zu lernen. Die folgenden Bilder bieten einen kleinen Eindruck von den einzigartigen Momenten.

Falknerei

Die Tunesier im Allgemeinen und die Bewohnern in Al Haouaria im Besonderen pflegen die Kunst der Falknerei. In Al Haouaria gibt es einen Falkner-Klub und der Vogel ist sogar das Wappentier des Ortes.


Das Symbol El Haouarias: Der Falke. Er ist auch auf den Turnierplakaten zu sehen

Der lokale Falknerverein von El Haouaria, wo das Turnier ursprünglich stattfinden sollte. Diese Idee wurde fallengelassen, denn auf dem Hügel war es zu windig und zu kalt.


Der Falke; die Augen dieser Tiere haben mich immer fasziniert.


Das Weibchen, natürlich größer :)



Zum weiteren Unterhaltungsprogramm gehörte ein Jagdausflug (mit den Falken) und Schießen.


Mit Falken auf der Pirsch


Bogenschießen

Unterhaltungsprogramm für die Spieler: ein Besuch im Falknerklub, ein Jagdausflug, Bogenschießen und dann wurde es ernst: man griff zum Gewehr :) 

Die punischen Ruinen von Kerkouane

Das antike Kerkouan wurde vermutlich schon im Ersten Punischen Krieges in der sog enannten Regulusexpedition ( 256 v.Chr.) zerstört und danach nie wieder aufgebaut. Die Expedition des Atilius Regilus war insgesamt allerdings ein Fiasko, zum Schluss sank die römische Flotte mit den Überlebenden während eines Strums vor Sizilien. Erste Ausgrabungen wurden hier 1953 unternommen. Vor der punischen Ansiedlung im 6.Jh. v. Chr. gab es hier vermutlich schon eine Berbersiedlung.






Bei den Ausgrabungen fand man viele Handelsobjekte aus dem Mittelmeer und sogar Glas.


Gruß aus der Nähe von Kathargo


Das Grab von Sidi Brahem, der viel Gutes getan hat, weshalb die Menschen seiner gedenken. Es ist natürlich viel, viel jünger als die Phöniziersiedlung.


Die römischen Höhlen von El Haouaria (
Ghar el-Kebir)



Bei den "römischen Höhlen" handelt es sich um Steinbrüche, die schon von den Phöniziern angelegt worden sind. Hier wurde Stein zum Bau von Kathargo gebrochen. Später nutzten die Römer die höhlenartigen Steinbrüche weiter.


Die römischen Höhlen von El Haouaria, für die die Stadt berühmt ist



Ich habe den 'Fehler' gemacht, hineinzugehen... innen litt ich unter der klaustrophobischen Enge, aber trotzdem war das Erlebnis einzigartig.


Und noch einmal der Ausblick aufs Meer.



 

 



 

 

 

 

 

 

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