Power Play 23 und 24

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Schachmenschen

22.12.2006 – Beim Wettkampf zwischen Mensch und Maschine in Bonn hat die Maschine gewonnen - aber nur vordergründig. Ohne die Maschinen hätte Schach nur eine geringe Reichweite, aber mit den neuen technischen Möglichkeiten, z.B. dem Internet, erreicht es alle Schachfreunde in der Welt. Allein über 3 Mio. Zuschauer haben sich die Partien live im Internet angeschaut. 600 wären gerne zur letzten Partie ins Forum der Bundeskunsthalle gekommen, doch nicht alle passten hinein. Schachfieber - ein Film, der sinnigerweise dort auch gezeigt wurde. Gewonnen haben die Menschen, die den Wettkampf auf die Beine gestellt haben und die, die ihren Spaß davon trugen. Bonn war übrigens schon einmal Austragungsortes eines Kampfes zwischen Mensch und Maschine - mit dem gleichen Ergebnis. Nur haben es vor über 30 Jahren ohne Internet nicht so viele mitbekommen. Kramnik gegen Deep Fritz: Alle Berichte...Mehr...
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Russe gegen Maschine
André Schulz


Blick auf das Siebengebirge


Der Petersberg mit dem Petersberg-Hotel, früher von der Bundesregierung für Staatsempfänge genutzt

Es war nicht das erste Mal, dass ein Russe in Bonn den Kampf gegen eine Maschine verlor. im Frühsommer 1973 besuchte der sowjetische Staatschef Leonid Breschnew die Bundesrepublik Deutschland und bekam von Willy Brandt auf dem Bonner Petersberg einen nagelneuen Mercedes Sportwagen geschenkt.


Die vielen Orden erhielt Breschnew nicht für vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr

Umgehend nahm der Russe den Kampf auf und verlor ihn an der ersten Kurve der steilen Abfahrt vom Petersberg in Richtung Bonn. Dort lenkte die Maschine sich selbst und den gewichtigen Fahrgast am Steuer gegen dessen ausdrücklichen Willen an eine Mauer. Sieg der Maschine!


Auch Breschnew (li.) spielte Schach, entschloss sich dann aber zu einer politischen Karriere


Blick vom Petersberg auf Bonn am gegenüber liegenden Rheinufer


Eingang zur Bundeskunsthalle


Die Guggenheimausstellung wurde gezeigt.


Haus voller Kunst: Max Ernst im Hintergrund

33 Jahre später hat sich die Geschichte, wenn auch auf andere Weise wiederholt. Weniger zufällig, sogar mit voller Absicht nahm mit Weltmeister Vladimir Kramnik wieder ein Russe an fast gleicher Stätte den Kampf gegen eine Maschine auf.


Vorbereitungen


Der Zweikampf


Schach als Theater, mit einer Aufführungszeit von fünf Stunden, in denen sich keiner der Akteure bewegte, und die dennoch sehr spannend waren

Diesmal verfolgten sehr viel mehr Menschen, wie der Versuch des besten Schachspielers misslang, der automatisierten Bewegung - hier im Denken - stand zu halten. Im Unterschied zu damals sorgten die Computer auch für die Verbreitung der Bilder, Geschichten und Partien. Eine Menge Pech war für Kramnik allerdings im Spiel. Pech ist jedoch eine rein menschliche Errungenschaft und kann nur von ihm in Anspruch genommen. Eine Maschine hat nie Pech, höchstens einmal funktioniert sie nicht.

Deep Fritz hat in Bonn sehr gut funktioniert, wenn auch nicht immer reibungslos. Viel Reibung entstand z.B. als eine andere andere Maschine der Denkarbeit von Deep Fritz fast in die Quere kam - natürlich als Folge menschlichen Versagens.

Der Rechner, der Deep Fritz beim Rechnen auf die Sprünge half (oder ist es umgekehrt?) befand sich während der Partien zwei bis drei Meter vom Spieltisch und der Bühne entfernt in einem Lastenfahrstuhl, damit die relativ laut wirbelnden Lüfterpropeller im Inneren Kramnik beim Nachdenken nicht stören sollten.

Vor der fünften Partie hatte Mathias Feist das Gerät für TV-Aufnahmen gestartet und sich auf die Bühne gesetzt. Wie immer stand Deep Fritz in seinem Fahrstuhl, dessen Tür nicht ganz geschlossen war, um den Fahrstuhl außer Betrieb zu nehmen. An diesem Tag war es ganz genau so, mit dem Unterschied, dass die Tür doch fast ganz geschlossen war. Und dann setzte sich der Fahrstuhl in Bewegung und fuhr mitsamt Deep Fritz in den Keller der Bundeskunsthalle. fast hätte der Rechner auch die über die Verbindungskabel angeschlossenen Außengeräte Monitor, Tastatur und Maus mit sich gerissen. Zum Glück waren die Kabel aber so lang, dass sie zwar zum Zerreißen gespannt waren, als der Fahrstuhl endlich den Keller einen Stockwerk tiefer erreichte, aber die Peripherieteile dort ließ, wo sie waren. Wäre dies im Laufe der Partie geschehen - Monitor, Tastatur und Maus- vielleicht doch im Fahrstuhlschach verschwunden - hätte Schiedsrichter Albert Vasse wohl Mühe gehabt, die entsprechende Stelle im Regelwerk zu finden.

Der Bonner Wettkampf zwischen Kramnik und Deep Fritz war dank der Präsentation in der Bundeskunsthalle und dank der Medien, die sich in bisher nicht gekannten Ausmaß dafür interessierten, eines der am meisten beachteten Schachereignisse der jüngeren Geschichte. In den Schlagzeilen wird die Maschine als Sieger gefeiert. Doch in Wirklichkeit waren es die Menschen den Sieg davon trugen: jene, die mit ihrer Arbeit  die Veranstaltung ermöglich haben und jene, die als Zuschauer ihren am Schach und an diesem Wettkampf hatte.

Schachmenschen

Bühne frei

Mit der Bundeskunsthalle in Bonn hat das Schach einen sehr würdigen und interessierten Partner gefunden. Schon zum dritten Mal fand hier ein interessantes Schachspektakel statt. Stephan Andreae, Leiter des Forums der Bundeskunsthalle, und sein Team zeichnet sich durch große Kompetenz bei der Durchführung von aufwändigen Veranstaltungen auf, was zur Folge hat, das alles funktioniert und großartig präsentiert wird.


Stephan Andreae mit seinem Team


Wenzel Jacob, Leiter der Bundeskunsthalle


Stephan Andrea eröffnet das Match

Kultursponsoring

Die Essener RAG übernahm das Sponsoring des Wettkampfes. Der Energiekonzern mit dem früheren Wirtschaftsminister Werner Müller an der Spitze ist derzeit Trikotsponsor des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund. Mit der RAG als Partner schaffte das Schach den Aufstieg in die erste Liga.


Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der RAG


Inken Ostermann (Leiterin Marketing) und Markus König (Marketingreferent) von der RAG

Organisation



Josef Resch (re.) war der "spiritus rector" der Veranstaltung und übernahm als Leiter des Organisators UEP zu Anfang die finanzielle Gewährleistung. Bei der Pressekonferenz nach der zweiten Partie, als Kramnik sich hatte einzügig Matt setzten lassen, wirkte er ebenso erschüttert wie die Umstehenden: der Journalist Yuri Vasiliev, Kramnik-Manager Carsten Hensel, Pressechef Rolf Behovits und ein ganz junger Kramnik-Fan.


Rolf Behovits

Zweck der Pressarbeit ist es, dass die Medien von einer Veranstaltung erfahren und darüber berichten. Das haben Sie gemacht - ein großer Verdienst von Pressechef Rolf Behovits, der die Journalisten auch während der Veranstaltung mit allen gewünschten Informationen fütterte und die gewaltige Nachfrage nach Interviewpartnern für zahlreiche TV-und Radiosender regelte.



Stefan Koth, hier von FIDE-Chef Ilyumzhinov und Kramnik-Manager Carsten Hensel etwas zugestellt, hatte als Organisationschef der UEP die Fäden in der Hand und sorgte für einen reibungslosen Ablauf.



Olaf Heinzel leitete das Pressebüro, aus dem die Journalisten ihre Artikel in die Ticker schickten und unterstützte Pressechef Rolf Behovits.


Olaf Heinzel und Guido Kohlen

Guido Kohlen (re.) war der "Scotty" des Wettkampfes. Er überwachte die Technik, die Server der Live-Übertragung  und sorgte dafür, dass diese das ganze Match über auf Warp 4 liefen.

Schachweltmeister

Das Spiel gegen eine starken Computer ist eine Aufgabe, die kaum noch jemand erfolgreich bewältigen kann. Kramnik hatte zuvor seinen Gegner "Deep Fritz" zum Favoriten erklärt, sah sich aber nicht chancenlos. Es herrschte eine Menge Ungewissheit auf beiden Seiten über das Kräfteverhältnis, und im schlimmsten Falle wäre dies vielleicht "der letzte Wettkampf dieser Art" gewesen, wie Kramnik meinte. Im Nachhinein behielt Kramnik mit seiner ersten Aussage recht. 4:2 siegte die Maschine. Nie zuvor unterlag ein Weltmeister einem Rechner mit einem so klaren Ergebnis. Doch durch sein geschicktes strategisches Spiel mit vereinfachten klaren Stellungen, bot er Kramnik mehr als nur Paroli und hatte selbst Chancen auf einen oder zwei Siege, die er jedoch nicht nutzen konnte.


Vladimir Kramnik


Albert Vasse hatte als Schiedsrichter wenig zu tun


Kramnik hat eine Anfrage an Albert Vasse


Kramnik nach der sechsten Partie - etwas sprachlos, trotz vieler Mikrofone
 

Erster Zug

Alle Veranstaltungen leben von der Präsentation, dazu gehören auch die Ehrengäste, die einem Event Bedeutung verleihen. Vor dem Beginn des Matches wurde mit Hilfe von russischen Matroschka Puppen die Farbverlosung vorgenommen.


Vladimir Kramnik und Matthias Wüllenweber (ChessBase)


Großer Schachbahnhof: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, RAG Vorstandsvorsitzender Werner Müller, FIDE-Präsident Kirsan Ilyumzhinov


Peer Steinbrück macht den ersten Zug

Zuschauer

In der Woche war das Forum der Bundeskunsthalle mit etwa je 300 Zuschauern an den Wettkampftagen gut gefüllt. An den Wochenendspieltagen mussten zusätzliche Stuhlreihen aufgestellt werden. Trotzdem reichte es nicht, die Zuschauernachfrage zu befriedigen. Etwa 600 Zuschauer wollten die sechste Partie sehen. Maximal 350 konnten im Forum untergebracht werden. Im Internet sahen sich etwa 500.000 Schachfreunde die einzelnen Partien live an. Alles in allem verfolgten über 3 Mio. Live-Zuschauer die z.T. fünf Stunden dauernden Partien.


Foyer der Bundeskunsthalle


Zuschauerraum


Kirsan Ilyumzhinov, Peer Steinbrück, dahinter Alexander Bakh (Executiv Officer des Russischen Schachverbandes) und Anna Dergachova (Frauenbundesligaspielerin und Übersetzerin)


Josef Resch, Kirsan Ilyumzhinov, dahinter Alexander Bakh und Berik Balgabaev


Marie-Laure Germon, Journalistin des Figaro und Kramniks Verlobte, Frederic Friedel von ChessBase


Marie-Laure Germon, Josef Resch, dahinter Alexander Bakh, Georg Hinz (Vorsitzender der SG Porz)


Alexander Bakh, Georg Hinz


Carsten Hensel, Manager von Vladimir Kramnik


Dr. Reinhard Rauball, Präsident von Borussia Dortmund und Alex Frei, Schweizer Nationalstürmer

Kommentare

Alle Partien wurde für die Zuschauer vor Ort live kommentiert. Die Kommentare waren über Kopfhörer zu empfangen, wahlweise in deutsch oder englisch. Gleichzeitig wurden sie aber auch in das Internet gesendet, wo sie auf der Wettkampfseite der RAG, bei Spiegel-online, El Pais oder auf schach.de zu hören waren. Den deutsche Kommentar besorgten im Wechsel die Großmeister Dr. Helmut Pfleger, Klaus Bischoff und Artur Jussupow. Den englischen Kommentar sprach Großmeister Yasser Seirawan, der sich im internationalen Bereich ebenfalls eine große Fangemeinde aufgebaut hat.

Die Resonanz auf die Erklärungen der sachkundigen und dennoch allgemeine verständlichen Kommentare war begeisternd. Auch Schachlaien, die bisher nur ein vages Interesse am Spiel hatten, verstanden plötzlich, was da auf dem Brett vor sich ging. Fünf Stunden sprachen die Kommentatoren miteinander, analysierten die Stellungen, plauderten über Schachgeschichten oder unterhielten sich mit Experten.


Klaus Bischoff, Helmut Pfleger und Schachorganisator Dr. William Wirth (Credit Suisse)


Helmut Pfleger und Klaus Bischoff


Nach der sechsten Partie wirke Artur Jussupow etwas erschüttert.


Jussupow erklärt Rauball, worum es beim Schach geht


Yasser Seirawan und der El Pais-Korrespondent Leontxo Garcia


Klaus Bischoff, deutscher Rekordmeister im Blitzschach

Talk Talk

Der Wettkampf war wie alle großen Schachveranstaltungen auch ein Treffpunkt eines Teils der kleinen Schachgemeinde. Am Rande wurden zahlreich mehr oder minder bedeutungsvolle Gespräche geführt. Worüber es im Einzelnen ging, kann man nur raten. Immerhin hatten aber sicher Kirsan Ilyumzhinov und Vladimir Kramnik einiges zu besprechen und auch sonst wird wohl hier und da über zukünftige Dinge geredet worden sein.


Kramnik spricht mit "64"-Herausgeber Alexander Roshal, dazwischen Paparazzo


Fritz-Bediener und Programmierer Mathias Feist und mit Moni Eger


Frederic Friedel und Vladimir Kramnik


Vladimir Kramnik mit Marie-Laure Germon


Berik Balgabaev, Sekretär von Ilyumshinov, hat Spaß


Berik Balgabaev, Josef Resch und Stephan Andreae


Leontxo Garcia, Yasser Seirawan, Kirsan Ilyumshinov


Kirsan Ilyumshinov spricht mit Josef Resch


Dr. William Wirth und Klaus Bischoff


Marie-Laure Germon und Vladimir Kramnik


FIDE-Präsident Kirsan Ilyumshinov gefällt es in Bonn
 

Kunst:

Um den Wettkampf Mensche gegen Maschine gab es natürlich mehr als genug Kunst. Parallel wurde in der Kunsthalle die Guggenheim-Ausstellung gezeigt, die so viele Kunstfreunde anzieht, dass man die Karten weit vorher vorbestellen muss. Aber auch der Wettkampf selbst wurde künstlerisch eingebettet.


Dr. Bernhard Pfletschinger, Ugo Dossi

Dr. Bernhard Pfletschinger verarbeitete das Ereignis in einer sehenswerten Dokumentation, die vom WDR 3 unter dem Titel "Der Schöne und das Biest" ausgestrahlt wurde." Ugo Dossi setzt Schachpartien in Bilder um, in denen er versucht, die Bewegung des Schachs sicht bar zu machen. Eine Ausstellung seiner Werke war zur gleichen Zeit im Rheinischen Landesmuseum zu sehen.


Helmut Pfleger bewundert das Werk des des Pianisten Juan María Solare

Die Teams


Carsten Hensel, Manager von Vladimir Kramnik

Beim WM-Kampf in Elista hatte Carsten Hensel alle Hände voll zu tun, um seinen Beitrag zu leisten, dass der Wettkampf noch zu Ende geführt werden konnte. In Bonn lief es doch etwas ruhiger.


Christopher Lutz und Stefan Meyer Kahlen

Zur Vorbereitung hatte sich Kramnik zwei Computerschachexperten ins Team geholt. GM Christopher Lutz gehört zur Mannschaft des Schachcomputers Hydra, der in Abu Dhabi entwickelt wird. Stefan Meyer-Kahlen ist Programmierer des mehrfachen Computerweltmeisters Shredder. Beide werden dem Weltmeister sicher viele Tips gegeben habe, wie er am besten gegen Deep Fritz spielen soll. Tatsächlich entkorkte Kramnik in der ersten Partie eine weit vorbereitete "Killervariante". Doch was in der Vorbereitung vielleicht noch geklappt hat, gelang in der Partien gegen den Vierprozessorrechner nicht. Deep Fritz hielt die strategisch ungünstigere Stellung.


Mathias Wüllenweber

Nachdem er Mitte der Achtziger Jahre das Datenbankprogramm ChessBase entwickelt hatte und später das Schachprogramm Fritz zur Programmfamilie hinzu kam, war es für Matthias Wüllenweber immer ein Traum, in einem Wettkampf einmal den Weltmeister zu besiegen. In Bonn ging er in Erfüllung.


Alexander Kure und Matthias Feist vom Fritz-Team


Alexander Kure während der ersten Partie: Nur beten half noch.


Alexander Kure, Frans Morsch, Mathias Feist

Frans Morsch, Entwickler des Schachalgorithmus von Deep Fritz, liebt das Licht der Öffentlichkeit nicht, und schaute nur an einem der Wettkampftage vorbei.

"Vorsprung durch Technik"

Technik funktionier dann am besten, wenn man nichts von ihr mitbekommt. Um Deep Fritz musste man sich keine Sorgen mache. Wenn nicht gerade der Fahrstuhl wegfuhr, gab es keinerlei Befürchtungen, die Technik könne versagen. Anders sah das in Bezug auf die komplexe Technik der Live-Übertragung aus. Wer schon einmal beim Schach im Internet zugeschaut hat, oder sich selbt um eine Übertragung bemüht hat, weiß, was alles nicht funktionieren kann. Die Datenübermittlung aus dem Forum ins Internet funktionierte jedoch absolut perfekt, inkl. zweier Audiostreams. Nicht für eine Sekunde riss der Datenstrom ab.


Techniker: Guido Kohlen, Mathias Feist, Stefan Meyer-Kahlen


Kontrollraum: Alexander Kure, Guido Kohlen, Jeroen van den Belt


Matthias Wüllenweber


Kleiner Mensch beherrscht große Technik

Presse

Genau 208 Akkreditierungen verzeichnete der Veranstalte in Bonn. Vor Ort waren zahlreiche Fernsehteams, Fotografen und Journalisten der schreibenden Zunft. Aus dem Bonner Pressezentrum heraus verbreiteten sie die Nachrichten ins Internet oder zur gedruckten Presse. Allein in Deutschland erschienen über 1000 eigene Zeitungsberichte (ohne Agenturmeldungen). Für viele Zeitungen war es das Thema für die Seite 1. Einige der Online-Seiten der großen Zeitungen registrierten Schachartikel als einen der meist gelesenen Artikel des ganzen Jahres. Die führenden Printmedien machten den Wettkampf zum Top-Thema. ARD und ZDF berichteten in ihren Hauptnachrichtensendungen.


Blick ins Pressezentrum: vorne Yuri Vasiliiev, Elmira Mirzoeva


Alexander Roshal ("64") bekommt alles mit


Martin Breutigam, Bundesligaspieler und einer der fleißigsten Korrespondenten (u.a. Süddeutsche)


Dr. René Gralla (Neues Deutschland)


Alexander Roshal mit Lebensgefährtin


Dagobert Kohlmeyer (dpa)


Axel Eger (Thüringer)


Hans-Walter Schmitt (Chesstigers)



Frederic Friedel, André Schulz, (ChessBase) Martin Breutigam


Fotografen


Breutigam, Behovits und Jussupov


Elmira Mirzoeva

Nach jeder Partie erschien Kramnik im Pressezentrum und berichtete, wie es gelaufen ist.




Matthias Wüllenweber im Interview mit den ZDF-Nachrichten


Menschen und Maschinen

Einfach nur Schach

Bei allem Trubel ging es jedoch letztlich für die meisten nur um eins: Schach: "Letztlich ist Schach einfach Schach - nicht das Beste, was es in der Welt gibt und nicht das Schlechteste in der Welt, aber es es gibt nichts Vergleichbares." W.C. Fields


Josef Resch spielt gegen Kirsan Ilymshinov

 

 






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