Schachturnier auf See

von Michael Dombrowsky
25.10.2017 – Das von Jörg Hickl organisierte "Schachturnier auf See" hat sich kürzlich in Kopenhagen auf den Weg gemacht und befindet sich derzeit auf dem Weg nach Miami, mit einigen sehenswerten Zwischenstationen. Es gibt einige Besonderheiten. So wird der Turniersaal während des Turniers beispielsweise 7800 km zurücklegen.

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Schachliches Wellenreiten

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Bei der Schachreise von Kopenhagen nach Miami lässt sich schon von der dänischen Hauptstadt Verblüffendes berichten. Zumindest dann, wenn man mit dem Zug anreist.
 
Aus dem Zug gestiegen, schaut man zuerst einmal nach einem Touristikbüro. Im großen Hauptbahnhof sucht man vergeblich nach einem Hinweisschild. Nach langer Fahndung findet man es – über dem Tourismusbüro. Es wirkt wie die Ansage beim Navi „Sie haben das Ziel erreicht.“ Die Suche hat Zeit gekostet. Zuviel, wenn man fünf Minuten nach Fünf an der verschlossenen Tür rüttelt. Das Hinweisschild besagt, dass um 17.00 Uhr Feierabend ist. Na dann guckt man einfach nach einem Stadtplan. Der ist nun überhaupt nicht zu finden. Also muss man das Risiko eingehen vom Taxifahrer ausgelacht oder beschimpft zu werden, weil das Hotel nur ein paar Meter weit vom Bahnhof entfernt ist. Zum Glück lag das Hotel weit genug entfernt und der Fahrer erwies sich als überaus freundlich.

Die Meerjungfrau

Die Meerjungfrau (Foto: Michael Dombrowsky)

Großmeister Jörg Hickl hat mit seinem Reiseunternehmen 18 Teilnehmer mit auf diese Fahrt genommen. Es hat sich ein internationales Feld zusammengefunden: zwei Dänen, ein Spanier und ein Amerikaner sind dabei. Das passt auch gut, schließlich wird das Turnier mit Elo-Zahlen ausgewertet. Wirkt das Turnier bis hierhin ganz normal, hat es einige ungewöhnliche Eigenheiten zu bieten. Da ist zum Beispiel die Spielzeit „10 Uhr Bordzeit“. Das klingt merkwürdig, aber da während des Turniers vier Zeitzonen überfahren werden, müssen die Uhren alle Naselang umgestellt werden. Es ist auch nicht der Normalfall, dass sich der Spielsaal bis zum Turnierende über rund 7800 Kilometer bewegt hat.

Kreuzfahrtschiff Norwegian Getaway, Oberdeck (Foto: Michael Dombrowsky)

Nach jeder Runde wählt eine Jury unter Führung des Turnierleiters und Internationalen Meisters Erik Zude die Partie des Tages aus. In der ersten Runde erhielt der Spanier Fernandez Garcia Alfonso Javier den Sonderpreis. Hier eine kleine Aufgabe aus seiner Partie.

 

Turnierseite / Ergebnisse: http://newinchess-cup.com  (→ Schachturnier → Ergebnisse)



Michael Dombrowsky war fast 40 Jahre als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften tätig. Als Rentner begann er Bücher zu schreiben. Das erste Schachbuch auf dem Markt sind die „Berliner Schachlegenden“.
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Schachspieler2 Schachspieler2 25.10.2017 08:55
Hallo pupelli, da muss man schon ein richtiges Organisationstalent sein, wenn man mit 18 Leuten ein Schachturnier ausrichtet. :-)
puppeli puppeli 25.10.2017 05:12
Tolle Sache diese Schiffsreisen mit Jörg Hickl. Immer beste Organisation vorhanden. War schon zweimal dabei,
Schachspieler2 Schachspieler2 25.10.2017 03:00
Als Reiseveranstalter kommt dieser Herr Hickl den bei seinen Angebotenen erforderlichen gesetzlichen Informationspflichten sowohl auf seiner Webseite, als auch auf der verlinkten Unterseite von New In Chess nicht nach. Kann problemlos abgemahnt werden.
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