"Sinquefield Cup": Siege für So und Topalov

von Klaus Besenthal
06.08.2016 – In St. Louis wurde gestern die erste Runde des "2016 Sinquefield Cups" gespielt. Drei Partien endeten unentschieden, zwei wurden entschieden: Während Wesley So (gegen Nakamura) aus der Eröffnung heraus nach einer Neuerung ein gewonnenes Endspiel entwickeln konnte, profitierte Veselin Topalov (gegen Svidler) von einem groben Fehler seines Gegners. Mehr...

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Das Sakko sitzt schon einmal perfekt: Fabiano Caruana, bei solchen Turnieren immer Favorit auf einen Platz ganz oben

Autogrammstunde

Anand hatte seinen Spaß daran, ...

... während dieser "Nachwuchsmann" mit viel Ernst im Blick seine "Trophäe" präsentiert

"Eröffnung"

Staunender Zuschauer

Die interessanteste Partie des ersten Nachmittags in St. Louis war zweifellos jene zwischen Wesley So und Hikaru Nakamura. In einer scharfen Katalanisch-Variante war Nakamura als Schwarzer bereit gewesen, im Austausch gegen eine imposante Bauernmasse eine Qualität zu geben, doch Sos 15. Zug war eine tiefsinnige, weit vorausschauende Antwort darauf.

 

Bereits mit skeptischen Blicken: Nakamura und "Kiebitz" Topalov

Erfolgreicher Auftakt für Wesley So

Einen entspannten Turnierauftakt erlebte Veselin Topalov: Gegen Peter Svidler war er bereits ganz gut aus der Eröffnung herausgekommen und hatte bequemes Spiel erlangt - als Svidler plötzlich ein grober Fehler unterlief und Topalov der volle Punkt praktisch in den Schoß fiel:

 

Skeptischer Kiebitz-Blick auch hier: Levon Aronian

Am wenigsten aufregend war wohl die Partie zwischen Ding Liren und Levon Aronian:

 

Anish Giri hingegen kam gegen Maxime Vachier-Lagrave zu etwas Vorteil, der ihm aber schnell wieder entglitt

 

War noch nicht zielstrebig genug: Anish Giri

In der Partie zwischen Anand und Caruana kämpfte der Amerikaner durchaus, doch Anand hatte bereits nach wenigen Zügen eine Struktur herbeigeführt, die kaum Ansatzpunkte für ein Spiel auf Gewinn bot:

 

 

Alle Partien:

 

 

Tabelle nach der 1. Runde:

 

Zeitplan:

Folgendes ist zu beachten: "PM" bedeutet nachmittags; wenn man die deutsche Zeit ermitteln will, dann sind 7 Stunden zu addieren. "4:00 PM" bedeutet also 23 Uhr deutscher Zeit.

 

Bedenkzeitregelung:

Jeder Spieler bekommt 2 Stunden für 40 Züge sowie 30 min für den Rest der Partie. Ab Zug 41 gibt es zusätzlich 30 sek für jeden Zug. Gespielt werden dieses Mal also "lange" Partien klassisches Schach. 

 

Preisfonds:

300.000 US-Dollar

 

Spielort: Chess Club and Scholastic Center of Saint Louis (CCSCSL) 

 

Internetpräsenz der Grand Chess Tour

 

Turnierseite

 

Fotos: Lennart Ootes, Austin Fuller, Spectrum Studios

 



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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