15.01.2013 – 2012 lief für Weltmeister Vishy Anand nicht viel zusammen. Er verteidigte
zwar seinen Weltmeistertitel knapp gegen Boris Gelfand, aber verlor in einem
Jahr 27 Elo-Punkte und rutschte in der Weltrangliste auf Platz sieben ab.
Doch Anand scheint entschlossen, es 2013 besser zu machen. Wie das aussehen
könnte, demonstrierte er in der vierten Runde des Tata Steel Turniers
mit einem phantastischen Sieg gegen Levon Aronian. In einem Slawen verblüffte
Anand als Schwarzer mit erstaunlichen Opferwendungen und zwang Aronian nach
23 Zügen zur Aufgabe. Da wollte Magnus Carlsen nicht nachstehen. Gegen
Pentala Harikrishna opferte er im Mittelspiel zwei Bauern für positionelles
Druckspiel, gegen das Harikrishna keine Verteidigung fand. Zum vollen Punkt
kamen auch Fabiano Caruana gegen Ivan Sokolov, Wang Hao gegen Hou Yifan und
Loek van Wely gegen Erwin l'Ami. Damit liegen Anand, Carlsen und Karjakin
vor dem morgigen Ruhetag mit 3 aus 4 gemeinsam an der Spitze. In Gruppe B
teilen sich Sergey Tiviakov und Richard mit je 3,5 aus 4 die Führung
und in Gruppe C ist Fernando Peralta mit 3,5 Punkten alleiniger Tabellenführer.Turnierseite...Ergebnisse, Tabellen, Partien...
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Weltmeister Vishy Anand gelang ein kleines Meisterwerk.
Daniel King präsentiert das Highlight des Tages: Aronian - Anand
Auch Magnus Carlsen gelang ein kleines Meisterwerk. Gegen Pentala Harikrishna
wählte er eine selten gespielte Eröffnung, opferte im Mittelspiel
zwei Bauern und verwandelte den positionellen Druck, den er dadurch erhielt,
in eine Gewinnstellung.
Für Hikaru Nakamura lief es zu Beginn gut, zum Ende hin nicht mehr. In
einem Dameninder kam es zu einer Stellung mit hängenden Bauern, von denen
Nakamura einen erobern konnte. Doch im später entstehenden Endspiel Dame
+ Turm gegen Dame + Turm verschaffte sich Karjakin einen gefährlichen
Freibauern, der Nakamura schließlich dazu zwang, Remis durch Dauerschach
zu erzwingen.
Anish Giri und Peter Leko übten sich in der Kunst des gepflegten Abtauschs
und steuerten die Partie zielsicher aufs Remis zu.
Anish Giri
Ivan Sokolov versuchte es gegen Fabiano Caruana mit einer Reihe kleiner taktischer
Tricks, doch die kosteten ihn erst einen Bauern und dann die Partie.
Im holländischen Duell zwischen Loek van Wely und Erwin l'Ami griff van
Wely mit Weiß zum Trompovsky-Angriff (1.d4 Sf6 2.Lg5) und eroberte in
einem zweischneidigen Mittelspiel die Qualität. In der Partie erhielt
l'Ami nie genug Gegenspiel und van Wely kam zu seinem ersten vollen Punkt.
Im chinesischen Duell zwischen Wang Hao und Hou Yifan gewann Wang Hao in einer
komplizierten Partie nach einem taktischen Versehen Hou Yifans.
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Das Benkö-Gambit ist auf allerhöchstem Niveau zurück – und es ist leicht zu erkennen, warum. Schwarz opfert einen Bauern, um am Damenflügel die Initiative zu ergreifen, und erhält so anhaltenden Druck, aktive Figuren und offene Linien, die Weiß das Leben
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und dessen Stärke auf der langen Diagonale a1-h8 kommt gerade gegen die Anti-Sizilianer zur Geltung.
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„Matt macht Laune!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „Normale Züge reichen nicht!“- Andy Woodward analysiert seine Partie gegen Magnus Carlsen, „Ein moderner Nimzo-Inder“ – Andrei Volokitin weiht Sie in „sein“ System ein u.v.m.!
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