Worldcup: Peter Svidler Im Finale

von André Schulz
28.09.2015 – Gestern hatte Peter Svidler im Halbifinale des Worldcups gegen Anish Giri mit Schwarz vorgelegt. Heute hielt der St. Petersburger den Rückkampf mit Weiß locker remis. Giri hatte Svidler mit der Caro-Kann-Verteidigung überrascht, aber ob dies die richtige Waffe war, um den Ausgleich zu erzwingen, ist fraglich. Die zweite Halbfinalpartie zwischen Sergey Karjakin und Pavel Eljanov endete früh remis. Hier geht es morgen in die Verlängerung. Mehr...

ChessBase 14 Download ChessBase 14 Download

ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

Mehr...

 

Hier die Partien live mitverfolgen, Runde für Runde auf Playchess.com...

 

Der FIDE Worldcup 2015 nähert sich allmählich seinem Ende. Von den 128 Spielern sind (wie in jedem) Halbfinale nun noch vier übrig geblieben: Sergey Karjakin, Pavel Eljanov, Peter Svidler und Anish Giri. Zwar gibt es noch einen finanziellen Unterschied zwischen dem Preisgeld des Siegers und dem des Zweiten, aber in gewissem Sinne ist schon das Halbfinale ein Finale: Wer hier siegt und sich für das Finale qualifiziert, hat das Ticket für das nächste Kandidatenturnier bereits gelöst und kann, wenn er dort erfolgreich ist, um die Weltmeisterschaft spielen.

Peter Svidler kann auf eine große Worldcup-Erfahrung zurückblicken. 2009 und 2013 erreichte er das Viertelfinale, 2007 schied er im Achtelfinale aus und 2011 gewann er den Cup durch Sieg im Finale gegen Alexander Grischuk. Gestern legte er gegen seinen jungen Gegner Anish Giri vor und brachte den Niederländer in Zugzwang, der zur zweiten Partie zudem mit Schwarz spielen musste. Offenbar war Giri gestern der gleichen Vorbereitung gefolgt, die auch schon Radjabov angewandt hatte, nur nützte es nichts.

 

 

Peter Svidler ist im Finale

Giri wählte als Waffe für den ersehnten Punktgewinn die Caro-Kann Verteidigung. vielleicht etwas überraschend, weil Caro-Kann nicht unbedingt als kompromisslose Angriffswaffe gilt. Svidler hatte in der Folge dann auch keine Mühe, die Partie ausgeglichen zu halten und nach und nach durch Tausch der Figuren in den Remishafen zu führen. Der St. Petersburger steht damit als erster Finalist fest und wird auch im Kandidatenturnier dabei sein.

Während Svidler und Giri noch kämpften, hatten Sergey Karjakin und Pavel Eljanov ihre Partie schon mit einem Remis in Zug 14 beendet und damit die Entscheidung vertagt. Immerhin spielten die beiden so lange,. dass noch ein paar Fotos gemacht werden konnten. Morgen gibt es also noch einen vermutlich spannenden Stichkampf.

Giri geht spazieren

Pavel Eljanov

Karjakin ist nicht etwa schlecht gelaunt - das ist sein Fotogesicht

 

Ergebnisse

 

Name G1 G2 R1 R2 R1 R2 B1 B2 SD Total
Peter Svidler (RUS) 1 1/2               1.5  
Anish Giri (NED) 0 1/2               0.5
                   
Pavel Eljanov (UKR) 1/2 1/2               1  
Sergey Karjakin (RUS) 1/2 1/2               1

 

Partien

Partien des Halbfinales

 

 

 

Partien der Runden 1 bis 5

 

 

 

Tolle Handycam, nur die Montage benötigt etwas Zeit

 

Fotos: Turnierseite


Die Paarungen als pdf bei der FIDE...

Turnierseite...


Themen Worldcup 2015

André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren