Carlsen gegen Magath und Steinbrück

von André Schulz
10.02.2016 – Am 20. Februar feiert die Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" ihren 70sten Geburtstag mit einer riesigen Geburtstagsparty. Zu den vielen Ehrengästen, die dazu eingeladen wurden, gehört auch Schachweltmeister Magnus Carlsen. Er spielt gegen 70 Gegner simultan. Zwei der Schachfreunde, die gegen den Norweger antreten, sind bestens bekannt: Felix Magath und Peer Steinbrück. Mehr...


Seit wann gibt es die Zeit? In Hamburg lässt sich diese philosophisch anmutende Frage auf einfache Weise beantworten. Seit 70 Jahren. Am 21. Februar 1946 erschien in Hamburg die erste Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" in einer Auflage von 25.000 Exemplaren. Seitdem ist "Die Zeit" als liberaler Fixpunkt in der deutschen Medienlandschaft fest verankert. Im Gegensatz zu vielen anderen Printmedien hat die Zeit auch in den letzten Jahren an Auflage gewonnen.

Am 20. Februar organisiert "Die Zeit" nun eine große Geburtstagsparty, mit vielen Ehrengästen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, über die ganze Stadt verteilt. Auch die Schachfreunde kommen auf ihre Kosten, sogar auf ganz bevorzugte Weise. Schach ist bei der "Zeit" immer ein Thema. Einer der Mitherausgeber, der kürzlich verstorbene Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt, war selber ein großer Schachfreund.

Die Hamburger Schachfreunde kommen in den Genuss, dem Weltmeister höchstpersönlich über die Schulter gucken zu dürfen oder vielleicht sogar selber gegen ihn zu spielen. Magnus Carlsen ist einer der Gäste der "Zeit" und nimmt es beim Simultan gegen 70 Gegner gleichzeitig auf. Das Interesse an diesem Schachevent ist riesig. Wäre die Zeit 1000 Jahre alt geworden, hätte es auch genug Gegner für Carlsen gegeben.

Zwei der Schachfreunde, die gegen Carlsen im Simultan spielen, haben auf anderem Gebiet viel geleistet und immer wieder betont, wie sehr ihnen das Nachdenken über Schachprobleme dabei geholfen hat. Felix Magath nahm als aktiver Spieler nach einer Verletzungspause sogar Schachunterricht, um sein strategisches Können hier auf das gleiche Niveau zu bringen, dass er als Fußballstratege schon hatte. Auf seiner Webseite ist neben Fußball auch Schach ein regelmäßiges Thema. Peer Steinbrück hat Schach von seiner dänischen Großmutter gelernt, die im Ersten Weltkrieg per Feldpost Schachpartien gegen ihren Mann spielte, der an der Front war. In der Bonner Kunsthalle ließ sich Steinbrück sogar einmal auf ein Duell mit Vladimir Kramnik ein und sah dabei gar nicht schlecht aus.

Felix Magath macht den ersten Zug bei der Schacholympiade 2008 in Dresden

Felix Magath als Schirmherr von Yes 2 Chess

Peer Steinbrück spielt gegen Vladimir Kramnik

 

 

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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