Master Class Garry Kasparov

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Power Play Show

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Steinbrück gegen Kramnik

07.03.2005 – In der Vergangenheit haben sich eine Reihe von Politikern im Umgang mit den Figuren des Schachbretts geübt. Napoleon, Benjamin Franklin, der sogar ein Schachbuch veröffentlichte, Lenin oder Che Guevara gehören zu den prominenten Anhängern. In Deutschland ist Innenminister Otto Schily ranghöchster Mentor. Sein Parteifreund Peer Steinbrück, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat sich am vergangenen Samstag ebenfalls nachdrücklich in diese Tradition eingereiht. Als Auftaktgegner für seine "Schachkarriere" wählte er Weltmeister Kramnik. Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Die Partie gegen Kramnik musste Steinbrück zwar nach langem Widerstand aufgeben, aber schlecht sah der MP dabei nicht aus. Die Begegnung sorgte für große Resonanz in der Presse. Am 22.Mai tritt Steinbrück zu Wahl in NRW an. Wer Kramnik lange widerstand, wird wohl auch Rüttgers aushalten. Fotos, Partie...
Eröffnungslexikon 2016

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Wettkampf in der Presse:

Bonner General-Anzeiger: Steinbrück erwartet schwarzen Bauernstrom...
Kölnische Rundschau: Mit Anstand beim Schach verloren...
Express: Schachpleite für Steinbrück...
Der Spiegel: Die Wahrheit liegt auf dem Brett...

Steinbrück gegen Kramnik
Von André Schulz
Fotos: Jeroen van den Belt

Als "High Noon" hatte die Bonner Kunsthalle den Wettkampf zwischen Ministerpräsident Peer Steinbrück und Weltmeister Vladimir Kramnik betitelt. Ein Titel, der passte. Die Partie fand vergangenen Samstag um 12 Uhr statt und wie im gleichnamigen Film mit Gary Cooper musste sich ein einzelner Gesetzeshüter einer Übermacht stellen.  Für Peer Steinbrück hieß die Übermacht Vladimir Kramnik.
Mit ihrer zweiten Schachveranstaltung hat die Bonner Bundeskunsthalle nun eine kleine Reihe eröffnet. Im letzten Jahr gab Kramnik hier eine Simultanvorstellung und spielte bei dieser Gelegenheit auch gegen die deutsche Frauennationalmannschaft.

Da Schach eng in die Kulturgeschichte verwoben ist, gibt es für ein Haus, das sich um Kunst bemüht, auch viele Gründe, Bezüge zum Schach herzustellen. Viele Künstler des beginnenden 20 Jh. hatten eine große Affinität zum Schach oder sogar mehr. Marcel Duchamp gab sogar seine Künstlerkarriere auf, um als Schachprofi zu arbeiten und vertrat Frankreich bei der Schacholympiade. Dies betonte der Event-Direktor der Bundeskunsthalle Stephan Andrae in einem Interview mit Neues Deutschland...:
"Duchamp hat einmal die rhetorische Frage gestellt: »Und weshalb wäre es etwa keine künstlerische Tätigkeit, Schach zu spielen?« Antwort: »Ein Schachspiel ist von einer großen Plastizität. Sie konstruieren es: Es ist eine mechanische Plastik.« Für 2006 plane man sogar ein richtiges Meisterturnier.
 


Fassade der Bonner Kunsthalle


Zum Programm der Kunsthalle gehören viele wechselnde Ausstellungen, zu Zeit die Tutanchamun-Ausstellung.




Der Tutanchamun-Sarkophag in der Ausstellung der Bonner Kunsthalle

Zur Zeit wird in der Bundeskunsthalle unter dem Titel Tutanchamun eine Ausstellung mit Exponaten aus dem Tal der Könige gezeigt. Obwohl schon 1500 Jahre alt, reicht die Geschichte des Schachs nicht bis in diese Zeit zurück. Allerdings gibt es aus der Zeit der ägyptischen Reiche viele Hinterlassenschaften,. die zeigen, welche intensive Beziehung die Ägypter bereits zum Spiel, auch zu Brettspielen hatten. 

Eigentlich hätte Peer Steinbrück schon im letzten Jahr beim Kramnik-Simultan mitspielen solllen, das die Bundeskunstahlle zusammen mit der Deutschen Bank auf die Beine gestellt hatte, musste jedoch aus terminlichen Gründen absagen. So wurde diese Partie vertagt und fand nun vergangenes Wochenende im Forum der Bundeskunsthalle statt.

Steinbrück ist ein versierter Hobbyspieler und verblüffte bereits bei seinem Auftritt bei der letzten Sendung "Schach der Großmeister"  die Zuschauer mit vielen sachgerechten Analysen. Kürzlich spielte er im Godesberger Schachklub eine Beratungspartie, bei der ihm GM Hort etwas Unterstützung gab, gegen die beiden jungen Zweitligaspieler
Christian Seel (2405) und Jan Michael Sprenger (2471). Die Partie endete remis.

Auch gegen Kramnik zog sich der MP achtbar aus der Affäre. Am Ende gewann der Weltmeister mit kontrollierter Offensive das Duell. Doch Steinbrück hatte zuvor eine ordentliche Spanische Partie aufs Brett gestellt und sich dann lange gehalten.

Partie zum Nachspielen...

Fotos:










Schiedsrichter Albert Vasse


Kramnik mit Fans


ACP-Präsident und Kramnik-Sekundat GM Joel Lautier


Steinbrück und Kramnik tauschen Geschenke aus




Zum Schluss gabs Kunst für beide Spieler

 

 

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