Tromsø: Gold für China und Russland

von Johannes Fischer
14.08.2014 – China hat es geschafft! Durch einen 3:1 Sieg gegen Polen gewann China das erste Mal bei Olympia die Goldmedaille im Open. Bei den Frauen holte Russland mit einem 2,5:1,5 gegen Bulgarien zum zweiten Mal in Folge Gold. Die deutschen Herren trennten sich von Australien 2:2 Unentschieden, die deutschen Damen unterlagen Georgien mit 0:4. Mehr...

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Elfte und letzte Runde

Vor Beginn der Schlussrunde wusste Chinas Herrenmannschaft, dass sie Schachgeschichte schreiben konnte. Sie mussten "nur" gegen Polen gewinnen und das erste Mal in der Geschichte des Schachs wäre China Olympiasieger im Open. Nervös scheint dieser Druck die junge chinesische Mannschaft nicht gemacht zu haben. Sie gewannen den Kampf klar und verdient mit 3:1 durch Siege von Ding Liren gegen Grzegorz Gajewski und Yu Yangyi gegen Jan-Krzystof Duda.

Ding Liren, Nummer eins der chinesischen Rangliste und Brett zwei der chinesischen Mannschaft

Der frisch gebackene Olympiasieger gibt erste Interviews

Anders als die chinesischen Herren wussten die russischen Damen schon vor der letzten Runde, wie es sich anfühlt, die Goldmedaille bei der Olympiade zu gewinnen. Schließlich hatten sie das Turnier schon vor zwei Jahren, bei der Olympiade 2012 gewonnen und waren als Titelverteidigerinnen ins Rennen gegangen. Mit einem Sieg gegen Bulgarien holten sie sich auch 2014 Gold. Matchwinnerinnen waren Valentina Gunina und Alexandra Kosteniuk. Sie gewannen gegen Iva Videnova und Adriana Nikolova. Das entscheidende Remis steuerte Natalia Pogonina gegen Margarita Voiska bei. Am Spitzenbrett unterlag Kateryna Lagno Antonaeta Stefanova.

Alexandra Kosteniuk holte mit 7,5 aus 9 die Goldmedaille für das beste Ergebnis am dritten Brett.

Russland (rechts) gegen Bulgarien

Die deutschen Herren spielten in der Schlussrunde gegen Australien und kamen einmal mehr zu einem 2:2 Unentschieden. Daniel Fridman gewann gegen Moulthun Ly, Samuel Illingworth gewann gegen Dieter-Liviu Nisipeanu. Georg Meier und David Smerdon trennten sich Remis, genau wie David Baramidze und Anton Smirnov.

Das deutsche Team vor Beginn des Kampfes gegen Australien

Georg Meier

Daniel Fridman

David Baramidze

Anton Smirnov

Mit einem Sieg in der Schlussrunde hätten die deutschen Damen Aussichten auf die Bronzemedaille gehabt, aber gegen Georgien erwischten sie einen schwarzen Tag und verloren glatt mit 0:4.

Gute Stimmung vor dem Kampf

Tatjana Melamed

Sarah Hoolt

Melanie Ohme

Impressionen der letzten Runde

Das norwegische Fernsehen begleitete die Schacholympiade mit viel Enthusiasmus

Blick in den Spielsaal

Levon Aronian

Sergey Karjakin, spielte früher für die Ukraine, jetzt aber für Russland.
In der Schlussrunde gewannen die Russen knapp
mit 2,5:1,5 gegen Frankreich.

Peter Leko, Ungarns Brett eins. Er spielte beim Kampf gegen die Ukraine
in der Schlussrunde Remis gegen Ruslan Ponomariov. Auch
die drei Partien des Kampfes endeten Unentschieden.

Michael Adams spielte gegen Kuba Remis gegen Leinier Dominguez. Den Kampf verlor England mit 1,5:2,5.

Simen Agdestein avancierte in der letzten Runde zum norwegischen Spitzenbrett.
Weltmeister Magnus Carlsen setzte gegen Malaysia aus.

Jon Ludvig Hammer

Kjetil Lie

Mit 8 aus 10 kommt Valentina Gunina (rechts) auf eine phantastische Bilanz.

Weltmeisterin Yifan Hou, Chinas Brett eins der Frauen. Beim Kampf China gegen die Ukraine endeten alle vier Partien Remis.

Ju Wenjun

Zhao Xue

Guo Qi

Pavel Eljanov, Ukraine

Alexander Grischuk

Die Iranerinnen sorgten zu Beginn der Olympiade für Aufsehen

Natalia Pogonina, Russland

Mariya Muzychuk und Natalia Zhukova, Ukraine

Elina Danielian

Ivan Saric

Irina Krush aus den USA (rechts) gegen Carolina Lujan aus Argentinien

Die indische Frauenmannschaft

Vladimir Kramnik

Ian Nepomniachtchi sorgte beim 2,5:1,5 Sieg Russlands gegen Frankreich für den entscheidenden Punkt.

Alexander Moiseenko

Erwin L'Ami

Maxime Vachier-Lagrave

Anna Muzychuk

Hikaru Nakamura

Die Olympiade war lang... Ruslan Ponomariov

Teimour Radjabov

Matthew Sadler

Adriana Nikolova

 

Zeitplan:      
Fr 01 Aug 19:30
21:30
Chess Olympiad Arena Eröffnungsfeier
Arbiters meeting
Sa 02 Aug 09:00
15:00
Chess Olympiad Arena
Chess Olympiad Arena
Captains Meeting
Runde 1
So 03 Aug 14:00 Chess Olympiad Arena Runde 2
Mo 04 Aug 14:00 Chess Olympiad Arena Runde 3
Di 05 Aug 14:00 Chess Olympiad Arena Runde 4
Mi 06 Aug 14:00 Chess Olympiad Arena Runde 5
Do 07 Aug     Ruhetag
Fr 08 Aug 14:00 Chess Olympiad Arena Runde 6
Sa 09 Aug 14:00 Chess Olympiad Arena Runde 7
So 10 Aug 14:00 Chess Olympiad Arena Runde 8
Mo 11 Aug 14:00 Chess Olympiad Arena Runde 9
Di 12 Aug 14:00 Chess Olympiad Arena Runde 10
Mi 13 Aug     Ruhetag
Do 14 Aug 11:00 Chess Olympiad Arena Runde 11
Do 14 Aug

 
20:00 Skarphallen Closing Ceremony
15 Aug     Abreise

Live Berichterstattung von der Schacholympiade:

TV ChessBase wird im gesamten Verlauf der Schacholympiade von den Ereignissen live berichten. Im "Studio Tromsø" werden Daniel King und André Schulz viele internationale und deutsche Gäste begrüßen.

Daniel King

André Schulz

 

Parallel zu den Interviews werden die Toppartien im Server wie gewohnt live per Audio kommentiert, wobei Klaus Bischoff den Löwenanteil der deutschen Kommentierung übernimmt., 

Klaus Bischoff kommentiert auf deutsch

 

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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Bummerang Bummerang 15.08.2014 01:08
Ich sehe es ähnlich. Platz 30 klingt zwar alles andere als gut und ist letztlich schon auch enttäuschend, aber punktemäßig ist man ja eigentlich nahe dran an den vorderen Rängen. Auch ist man eine von nur sieben Mannschaften, die abgesehen von den alleinig unbesiegten Chinesen nur einmal verloren haben; angesichts der doch vielen starken Gegner, gegen die man antreten musste, eigentlich sehr beachtlich. Es sind halt zumindest zwei Unentschieden zu viel geworden, eben die gegen nominell deutlich schwächere Mannschaften. Gegen das von der Papierform her gar nicht so schlechte Qatar kann wohl mal passieren, nur das gegen die Autralier in der Schlussrunde tut halt angesichts der klaren nominellen Überlegenheit an allen Brettern dann schon weh.
Klaus Wockenfuß Klaus Wockenfuß 14.08.2014 08:57
Platz 30 bei den Männern ist noch kein Beinbruch, aber ich hätte mir etwas mehr Turnierhärte erwartet, abgesehen mal von Naiditsch und Maier.
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