Das Banff Open: Schachidylle in den Rocky Mountains

von Agnieszka Matras-Clement
30.11.2017 – Wenn man Schach spielt, die Berge mag, gerne Ski fährt oder wandert, dann ist man beim Banff Open in Kanada, genau richtig. Dieses Jahr fand das Turnier zum zweiten Mal statt und überraschte die Teilnehmer wieder mit ungewöhnlichen Naturserlebnissen. WIM Agnieszka Matras-Clement hat das Turnier und die Natur genossen. | Foto: www.banffcentre.ca

ChessBase 14 Download ChessBase 14 Download

ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

Mehr...

Banff ist eine wunderschöne Stadt in Alberta, Kanada, mitten in den Rocky Mountains, und in dieser idyllischen Umgebung fand Anfang November das zweite Banff Open statt, das noch stärker besetzt war als das erste. Organisator des Turniers ist FM Ian Findlay, der es sich nicht nehmen ließ, selber im Turnier zu spielen. Als Spieler weiß Findlay, was Spieler wollen, und er schafft es, ein perfektes Gleichgewicht zwischen einer professionellen Organisation und einer entspannten Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Teilnehmer wohlfühlen.

Banff ist ein beliebtes Touristenziel, das zum Skifahren, Wandern und Sightseeing einlädt, aber auch Leuten, die gerne shoppen gehen und/oder die Attraktionen des Nachtlebens schätzen, etwas zu bieten hat.

Banff National Park | Foto: pixabay.com

Austragungsort des Turniers war das 1933 gegründete Banff Centre for Arts and Creativity. Erklärtes Ziel des "Centres" war es "Künstler und Führungskräfte zu inspirieren, ihren besonderen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten". Hier kommen Schach, Kunst und Natur zusammen und einen besseren Ort für ein Schachturnier kann man sich nicht vorstellen.

Schiedsrichter Dustin mit Jerry, Ian, Agnieszka und Georgi, die sich den zweiten Platz teilten | Foto: Dave Bhavik

41 Teilnehmer hatten den Weg nach Banff gefunden, darunter einige IMs, WIMs und FMs. Gespielt wurden sechs Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten und einem Zeitaufschlag von 30 Sekunden pro Zug. Der überwältigende Anblick der Berge motivierte alle, ihr bestes Schach zu spielen. Es gibt nicht viele Turniere, bei denen man zusehen kann, wie Hirsche und Rehe durch den Wald spazieren!


The Art of the Positional Exchange Sacrifice

Positionelle Qualitätsopfer gehören zu den wichtigsten und faszinierendsten strategischen Waffen im Schach. Auf dieser DVD erläutert Sergey Tiviakov, warum das positionelle Qualitätsopfer eine so starke Waffe ist und wie man es einsetzt.

Mehr...


Der Spielsaal: das Kinner Centre for Creativity and Innovation im Banff Centre | Foto: www.banffcentre.ca

Organisator FM Ian Findlay (links, mit Schwarz) spielt gegen Gary Ng, die Nummer eins der Setzliste | Foto: Dave Bhavik

Spielsaal mit Aussicht | Foto: Dave Bhavik

Ein Höhepunkt des Turniers war eine Party im Hause von Turnierorganisator Ian Findlay. Er und seine Frau Janice Price, ihres Zeichens Vorsitzende des Banff Centres, hatten zu einem Abend mit Wein, Essen und gepflegter Konversation eingeladen. Die "Gesellschaft der Schachfans" unterstützten die Feier mit Glückskeksen, die Schachzitate enthielten.

Das Büffet | Foto: Dave Bhavik

Mein Glückskeks wirkte wie eine Vorschau auf meine nächste Partie: "Wenn die Vorbereitung gemacht ist, vertrauen Sie der Intuition." | Foto: Agnieszka Matras-Clement


Schachendspiele 14 - Die goldenen Endspielregeln

Krönender Abschluss der erfolgreichen DVD-Reihe von Karsten Müller. Die Kenntnis der "Goldenen Endspielregeln" ist unverzichtbar, wenn Sie in einem komplexen Endspiel das Zepter mit sicherer Hand führen wollen!

Mehr...


Schlussstand (Top 15)

Gewonnen wurde das Turnier vom amerikanischen IM Mark Ginsburg, der auf 5½/6 kam. Vier Spieler, die alle 4½/6 holten, teilten sich Platz zwei: WIM Agnieszka Matras-Clement, FM Ian Findlay, Georgi Kostadinov und Jerry Kobalenko.

Die Plätze 1 bis 15 (Vollständige Tabelle PDF)

Bester Spieler mit einem Rating zwischen 1700 und 2000 war Mike Zeggelaar, der Preis für Spieler mit einem Rating unter 1700 ging an Prayus Shrestha.

Bei einer solchen Umgebung, muss man sich einfach Zeit nehmen, um sich die Gegend anzuschauen. Nach Ende des Turniers blieb ich noch einen Tag länger, um zur Spitze des "Tunnel Mountain", einem beliebten Ausflugsziel, zu wandern. Ende des 19. Jahrhundert hatte man die Idee, einen Eisenbahntunnel durch den Berg zu treiben, aber obwohl diese Pläne nie Wirklichkeit wurden, gaben sie dem Berg doch seinen heutigen Namen.

Falls man müde wird | Foto: Agnieszka Matras-Clement

Hat man den Gipfel erreicht, wird von offizieller Seite gratuliert! | Foto: Agnieszka Matras-Clement

Vom Gipfel des "Tunnel Mountains" hatte man einen wunderbaren Blick auf Banff und Umgebung. Leider hatte ich nicht genug Zeit, um mir "Lake Louise" anzuschauen - eine weitere Touristenattraktion. Das mache ich dann im nächsten Jahr!

Blick auf Banff | Foto: Agnieszka Matras-Clement

Links




Agnieszka Matras-Clement ist eine Internationale Frauen-Meisterin, die aus Polen stammt, aber in Edmonton, Kanada, lebt. Sie ist die Nummer eins der kanadischen Frauenrangliste.
Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren