Dortmund: Alles bleibt offen

von Marco Baldauf
22.07.2018 – Spannung pur vor der Schlussrunde in Dortmund! Fünf der acht Teilnehmer liegen noch im Rennen um den Turniersieg. In der gestrigen Vorschlussrunde besiegte Anish Giri Ex-Weltmeister Kramnik und schiebt sich so in den Verfolgerpulk - ebenso gelingt dies Georg Meier, der weiterhin ungeschlagen nun auch Chancen auf den Turniersieg hat. Tabellenführer Ian Nepomniachtchi kommt hingegen mit etwas Glück zum halben Zähler | Photo: Georgios Souleidis

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Vor der letzten Runde ist in Dortmund alles offen. Ian Nepomniachtchi führt die Tabelle zwar weiterhin an, in der 6. Runde musste er allerdings von Glück reden, seinen Vorsprung nicht eingebüßt zu haben. Georg Meier entscheidet die Begegnung der beiden deutschen Spieler für sich und liegt mit 3½/6 gut im Rennen - sogar der Turniersieg ist für die deutsche Nr. 2 nun plötzlich drin.

Georg Meier besiegt Tabellenschlusslicht Dieter-Liviu Nisipeanu und hat nun Chancen auf den Turniersieg | Photo: Georgios Souleidis

Ebenso auf 3½/6 kommt Anish Giri. War er beim Kandidatenturnier in Berlin noch als Sekundant von Vladimir Kramnik dabei, duellierten sich die beiden gestern in einer Nebenvariante des Zuckertort-Aufbaus. Giri kam zufriedenstellend aus der Eröffnung heraus, bot im 30. Zug bei ausgeglichener Lage eine Zugwiederholung an, doch Kramnik lehnte ab und verlor in der Folge ein kompliziertes Endspiel in welchem der Ex-Weltmeister einen Bauern für Initiative opferte, diese aber nicht aufrecht erhalten konnte.

Giri besiegt Kramnik | Photo: Georgios Souleidis

Die dramatischste Partie des Tages ereignete sich zwischen Jan-Krzysztof Duda und Ian Nepomniachtchi. Der erst 20-jährige polnische Nachwuchsstar spielte den vergleichsweise erfahrenen Nepomniachtchi förmlich an die Wand um schließlich kurz vor der Einfuhr der Ernte alles wieder aus der Hand zu geben. Zweifelsohne eine Mischung aus Glück und cleverer Verteidigung von Nepo, der damit beste Chancen auf den Turniersieg hat.

 

Welch unglücklicher Verlauf nach der Zeitkontrolle für Nachwuchsstar Duda | Photo: Georgios Souleidis

Weiterhin im Rennen um den Turniersieg liegt mit Vladislav Kovalev einer der Außenseiter. Gegen Radoslaw Wojtaszek musste er ein unangenehmes Endspiel verteidigen, ernsthaft in Verlustgefahr geriet er allerdings nie.

Ein zufriedenstellendes Remis für Kovalev | Photo: Georgios Souleidis

 

Tabelle nach Runde 6

 

Partien Runde 6

 



Marco Baldauf, Jahrgang 1990 spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Schach. 2000 und 2002 wurde er Deutscher Jugendmeister, seit 2014 ist er Internationaler Meister und spielt für die SF Berlin in der Bundesliga.
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