Dubov eliminiert Giri

von Matthias Krallmann
20.05.2019 – Freude bei Werder Bremen: Daniil Dubov, bisheriger Spitzenspieler der Schach-Bundesliga-Mannschaft von Werder Bremen, hat sich als Nummer 16 der Setzliste gegen die Nummer eins, Anish Giri, durchgesetzt. Werder-Trainer Matthias Krallmann hat die Partie kommentiert. | Foto: Worldchess

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Daniil Dubov eliminiert Anish Giri

Vermeintlicher Außenseiter besiegt Elofavoriten

Beim ersten Fide-Grand-Prix in Moskau, bei dem die Teilnehmer Punkte für die Qualifikation zum Kandidatenturnier sammeln, treten 16 Weltklassegroßmeister an.

An Nummer 1 gesetzt wurde der Weltranglistenvierte Anish Giri (Niederlande,Elo 2787). An Nummer 16 gesetzt wurde Daniil Dubov (Russland, Elo 2690), der aufgrund seines Titels als Schnellschachweltmeister einen Freiplatz bekam. Das Knock-out-Paarungssystem sieht vor, dass in Runde 1 die Nummer 16 gegen die Nummer 1 spielen muss. Eine klare Angelegenheit sollte man meinen. Doch es gab eine Sensation: Daniil Dubov besiegte Anish Giri mit 1,5-0,5 und warf ihn aus dem Wettbewerb.

Bereits in der ersten Partie machte Daniil Dubov mit Schwarz in einer englischen Partie mächtig Druck. Er opferte sehr früh einen Bauern für Initiative und Giri konnte gerade so Remis halten. In der zweiten Partie blieb Daniil seinem Ansatz treu. In einer Damengambitvariante opferte er wieder einen Bauern für Entwicklungsvorsprung. Giris König blieb im Zentrum, während Dubov lang rochierte, obwohl er nicht einen einzigen Bauern am Damenflügel hatte. Jedoch entfachte der Moskauer so einen Angriffswirbel, dass der Niederländer darin unterging. Drei Züge vor einem undeckbaren Matt gab Giri auf.

 

Daniil Dubov wird Werder Bremen zum Saisonende verlassen. Werders Schachabteilung freut mich dennoch sehr über Daniils Erfolg und drückt ihm für die nächste Runde die Daumen.


Matthias Krallmann ist der Schachtrainer von Werder Bremen. (Foto: werder.de)

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