Auf dieser DVD zeigt GM Nick Pert typische Fehler von 1800-200 Spielern. U.a Themen wie ‚Wann tauscht man Figuren’, ‚Wie nutzt man einen Vorteil’, ‚Passive Figuren’, ‚Die Pläne des Gegners erkennen’, ‚Eröffnungen und Bauernstruktur’.
GM Nicholas Pert über seine DVD: “Nach dem Erfolg meiner vorherigen DVD Typical mistakes by 1600-1900 players wollte ich eine DVD für Spieler mit etwas höherem Niveau machen. Die Beispiele auf der DVD stammen alle aus Partien von Spielern mit einer Zahl zwischen 1800 und 2100. Diese DVD bietet etwas komplexeres Material als die vorherige DVD und zeigt die meiner Ansicht nach häufigsten Fehler, die Spieler dieses Niveaus daran hindern, erfolgreicher zu spielen. Ich habe das Material in Kategorien wie ‚Wann tauscht man Figuren’, ‚Wie nutzt man einen Vorteil’, ‚Passive Figuren’, ‚Die Pläne des Gegners erkennen’, ‚Eröffnungen und Bauernstruktur’ unterteilt. Jeder Abschnitt enthält Beispiele, die das Thema illustrieren, und Beispiele, mit denen der Zuschauer sein Können testen kann. Diese DVD bietet gutes Trainingsmaterial für aufstrebende Spieler und macht auf Fehler aufmerksam, die man kennen sollte.”
Nicholas Pert ist einer meiner Lieblingsautoren bei ChessBase. Ich mag seinen klaren und sachlichen Stil, der immer von hoher Kompetenz zeugt. Sein Kurs „The French Defence for the Tournament Player“ war einer meiner ersten Fritz Trainer und die Basis meines Französisch-Repertoires. Auch seine „Typical mistakes“ Serie fand ich sehr instruktiv.
Ich war deshalb sehr gespannt auf seinen neuen Kurs „Revealing Modern Grandmaster Secrets“. Mit dem Titel konnte ich zunächst nicht so viel anfangen, aber als ich begann den Kurs durchzuarbeiten, wurde mir das Konzept klar. Es ist ein wunderbarer „wie verbessere ich meine Spielstärke“ Kurs, der viele wichtige Aspekte des modernen Schachs aus Sicht eines Großmeisters vermittelt.
Band 1 beschäftigt sich mit den Themen Eröffnungsideen, Angriff auf den König und Initiative.
Königsindisch und Grünfeld sind bekanntermaßen trickreiche und theorielastige Eröffnungen. Die Fianchetto-Variante vermeidet die Hauptabspiele, in welchen die Nachziehenden sich wohlfühlen, und strebt ein kleines, aber sicheres Plus an.

Diese dreiteilige Videoserie beschäftigt sich mit Hauptvarianten, die nach 1.d4 entstehen, und mit denen Weiß seinen Gegner vom ersten Zug an unter Druck setzen will.
Im Bereich Eröffnungen geht es nicht um die Vermittlung aktueller Theorie-Varianten, sondern z.B. um die Vorbereitung auf den Gegner mit neuen oder als eher harmlos geltenden Varianten. Ein Beispiel:
In dieser bekannten Spanisch-Variante wählte Weiß nicht den üblichen Zug 5.0-0, sondern spielte 5.Sc3:

Diese immer beliebter werdende Eröffnung ist leicht zu lernen, da die schwarzen Figuren meistens schnell und reibungslos entwickelt werden können. Schwarz verfügt über zahlreiche typische Ideen und kommt oft zu Angriff. Alle Varianten wurden gründlich gep
Dieser Springerzug kommt laut Powerbook in der Liste der häufigsten Züge erst an fünfter Stelle. Es gelang ihm damit aber, seine Gegnerin auf weniger bekanntes Terrain zu locken und strategische Fehler zu provozieren.

Attacke auf den König
Im Kapitel „Attacking the King in the centre“ beschreibt Pert, wie wichtig es ist, den noch nicht rochierten König des Gegners in der Mitte zu halten – auch wenn man dafür Material investieren muss.
In dieser Stellung wählte Schwarz 12...Sexd4, um zu verhindern, dass Weiß seinen König mit der Rochade in Sicherheit bringt.

Band 2 beschäftigt sich mit den Themen Gewinnen in schlechteren Stellungen, Rechnen, Gegenangriff und Verteidigung, Positionsspiel und Endspiel.

Das Kapitel „Winning from a bad poistion“ hat mir besonders gut gefallen. Es ist tröstlich, dass selbst starke GM in komplexen Stellungen nicht immer den korrekten Weg zum Sieg finden, wie hier im Beispiel der indische GM Erigaisi:
Seine gesamte Karriere hat GM Nick Pert Französisch gespielt und bündelt seine Analysen klassischer und hochmoderner aktueller Varianten jetzt auf einer DVD. Der englische GM verrät die besten Varianten und zeigt, wie man im Franzosen punktet.

Beide Kurse werden ergänzt durch interaktive Übungsaufgaben, bei denen man selbst die Lösungen finden muss (und darf!). Hier muss ich einen kleinen Kritikpunkt anbringen: Die Übungsaufgaben haben keinen direkten Bezug zu den Videos in den Hauptkapiteln, es handelt sich hauptsächlich um Taktik-Aufgaben.
Fazit
Nicholas Pert kann auch mit diesem Kurs überzeugen. Wer die Partien und Analysen aufmerksam studiert, kann mit Sicherheit viel von Großmeistern lernen und sein Schach verbessern. Mir gefällt besonders, dass hier eine Vielzahl von wichtigen Aspekten angesprochen werden und nicht nur ein Thema. Ich würde den Kurs fortgeschrittenen Vereinsspielern empfehlen, die ihre allgemeine Spielstärke verbessern möchten.
Zum Autor:
Nicholas Pert stammt aus England, ist Großmeister und hat auf zahlreichen Olympiaden und Europameisterschaften für das englische Team gespielt. Er ist ehemaliger U18-Weltmeister. Er spielte für England bei drei Schacholympiaden: 2006, 2012 und 2018. Außerdem nahm er an drei europäischen Mannschaftsmeisterschaften (2005, 2007 und 2011) teil. Im Jahre 2001 wurde ihm der IM-Titel, seit 2004 ist er Großmeister. Im Oktober 2021 gewann er in Kingston upon Hull mit 6,5 Punkten aus neun Runden erstmals die Landesmeisterschaft. Sein Zwillingsbruder Richard ist auch Schachspieler und Internationaler Meister.
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