Liveübertragungen im Browser

von Peter Schreiner
21.03.2017 – Seit einigen Wochen hat die ChessBase Webseite nicht nur ein neues Design, sondern bietet auch Liveübertragungen von aktuellen Turnieren! Damit können Sie jederzeit die interessantesten Partien aus aktuellen Turnieren verfolgen - über den Browser. Das funktioniert mit PC, Laptop und jedem Mobilgerät und bietet viele Möglichkeiten.

ChessBase 14 Download ChessBase 14 Download

ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

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Übertragen werden die Partien auf der Webseite https://live.chessbase.com  und für den Zugriff braucht man lediglich einen Browser.

Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt der Nachrichtenseite. Aufgelistet sind die aktuell übertragenen Turniere. Sie erkennen eine laufende Übertragung am kleinen blauen Sendesymbol.

Falls ein Turnier bereits beendet wurde, die Partien aber zum Nachspielen noch vorhanden sind, erscheint der Turniereintrag ohne das blaue Sendesymbol.

PPer Klick startet man die Turnierseite. Damit startet die vertraute Nachspielumgebung mit dem PGN-Replayer, dem Nachspielbrett. Unterhalb vom Brett gibt es die Partienliste, ein Klick auf einen Listeneintrag lädt die ausgewählte Partie zum Nachspielen.

Unterhalb vom Schachbrett finden Sie die artienliste mit den Partien eines übertragenen Turniers.

Aber was bedeuten die kleinen Symbole vor den Spielernamen? Das Augensymbol bedeutet, dass die damit markierte Partie in einem der kleinen Übertragungsbretter neben dem Hauptbrett steht.

Die kleine Leuchte zeigt dem Anwender, dass in der Partie gerade gezogen wurde.

Und welche Information liefert z.B. der Wert "2.7" unter dem Spalteneintrag „ Rnd “ ? Hier findet der Betrachter Angaben zu den gespielten Runden. 2.7 bedeutet beispielsweise: Zweite Runde, siebte Unterrunde. Hier wurde also ein langer Stichkampf ausgetragen.

Analysierte Partien

Am unteren Rand des Brettfensters mit der Partienliste findet man eine Auflistung mit allen Runden des übertragenen Turniers.

Klickt man beispielsweise auf „2“, werden in der Partienliste unter dem Nachspielbrett alle Partien aus Runde 2 angezeigt. Mit einem Mausklick kann man direkt zu den Turnieren wechseln, die in roter Schrift unter den Rundenangaben angezeigt werden.

Besonders interessant sind natürlich Partien, die bereits Analysen enthalten. In dem gezeigten Beispiel findet man den Eintrag „Analysis (40)“. Für das aktuell angezeigte/übertragene Turnier sind also 40 analysierte Partien vorhanden. Per Klick auf diesen Wert lädt das Programm alle Partien in die Partienliste unter dem Nachspielbrett, die bereits Partieanalysen oder Kommentare enthalten! Die Analysen und Kommentare finden Sie nach dem Laden der Partie direkt in der Notation.

Eine weitere Orientierungshilfe bietet das Bewertungsprofil. Es zeigt, wie das im Hintergrund laufende Schachprogramm die Partie bewertet - und so kann man beim Nachspielen auf Anhieb erkennen, wo die Partie „gekippt“ ist.

Klickt man auf eine Stelle im Bewertungsprofil, wird die entsprechende Position ins Brettfenster geladen. Zusätzlich bietet das Bewertungsprofil noch einen Texthinweis zur Bewertung der aktuellen Stellung. Mit nur wenigen Klicks kann man so noch während der Übertragungen interessante Partien laden und direkt zu den spielentscheidenden Zügen und der kritischen Partiephase navigieren.

Aber wer analysiert die Partien? Natürlich geht das automatisch: im Hintergrund laufen auf mehreren Servern Schachengines, und die erzeugen das Bewertungsprofil. Die Engines nutzen freie Ressourcen der Server für die Analyse der Partien und zeigen diese Analysen dann in der Partienliste. Außerdem erzeugen die Engines (englische) Textkommentare und fügen Sie der Notation hinzu.

Die Notation

Sie finden innerhalb der Notation unterschiedliche Symbole, die rasche Orientierung bieten.

Was z.B. bedeutet die rote Markierung? Die Farbe der Markierungen orientiert sich an den Farben der Medaillen, die man im ChessBase Programm vergeben kann. Eine rote Markierung weist auf einen Opferzug hin, grün gibt dem Anwender einen Hinweis auf einen endspielrelevanten Zug, eine braune Markierung deutet auf einen taktisch geprägten Zug hin.

In der Notation sieht man auch häufiger ein kleines Kreissymbol. (Im Beispiel unten nach 30.f3!)

ChessBase 14 Anwender kennen diese Symbole: sie verweisen auf einen grafischen Kommentar, der auf dem Schachbrett zu sehen ist.

Grafische Kommentare werden von unseren Programmen und Kommentatoren intensiv genutzt, um bestimmte Kräftekonstellationen visuell zu veranschaulichen.

Assisted Analysis

Sie besitzen einen ChessBase Account, aber noch kein ChessBase 14. Sie haben von der neuen Funktion „Assisted Analysis“ gehört und möchten diese Funktion einmal ausprobieren?

Das geht, wenn Sie eine Liveübertragung im Browser verfolgen. Das nachstehende Beispiel stammt aus einer Liveübertragung. Der Anwender hat die Möglichkeit, selber Züge auf dem Brett auszuführen und auszuprobieren. Assisted Analysis bietet dabei wertvolle Unterstützung.

Klickt man auf den schwarzen Springer h5, werden die Felder angezeigt, auf die der Springer ziehen kann. Die farbigen Markierungen entsprechen den Bewertungen der im Hintergrund laufenden Engine. In diesem Beispiel fällt die Interpretation leicht: Ein sicheres Zielfeld ist f4 (grün markiert), unsichere  Felder werden mit einer roten Markierung angezeigt.

Auch im Browser bietet die neue Funktion „Assisted Analysis“ bei der Zugeingabe oder beim Nachspielen von Partien wertvolle Hinweise zu den taktischen Konsequenzen eines möglichen Zuges. Allerdings steht diese Funktion momentan nur bei der Analyse von laufenden Partien innerhalb der Liveübertragungen zur Verfügung!



Seit 2001 fester Mitarbeiter bei ChessBase. Interessen: Schach, alte Schachbücher, Computer, römische Historie und Trommeln.
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kingsfisher kingsfisher 01.04.2017 03:54
Ich erinnere mich noch wie man damals beim WDR zu unchristlichen Zeiten die Analysen von Dr. Pfleger verfolgt hat.

Heute - ein Klick und man schaut live auf 3, 4 Spitzenturniere 4000 km entfernt. Hätte man mir das früher erzählt... Okay, ich hätt's geglaubt. Wer Star Trek geguckt hat, hat sowas erwartet.
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