Nußknackerturnier: Tomashevsky und Esipenko beste Spieler

von Max Berchtenbreiter
11.03.2020 – In der letzten Runde des klassischen Schachs beim Nußknackerturnier in Moskau glich Semyon Lomasov mit seinem Sieg über Evgeniy Najer für die jungen Meister aus. Im anschließenden Durchgang fiel dann die Entscheidung zwischen Veteranen und Nachwuchs. Die "Könige" behielten mit 35-29 die Oberhand gegen die "Prinzen".

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Im Moskauer Zentralschachclub fand bis gestern das "Nussknacker"-Turnier statt, aufgeteilt in je einen Durchgang im klassischen Schach (doppelt gewertet) und einen im Schnellschach. Vier "Könige des Schachs" treffen auf vier "Prinzen", also Nachwuchsspieler.

Nachdem zur Halbzeit im klassischen Schach die Veteranen in Führung lagen (9:7), konnten die Jungstars in der zweiten Hälfte zurückschlagen. Leidtragender bei den Veteranen war dabei Evgeniy Najer, der seine beide Partien verlor. In der dritten Runde besiegte ihn Andrey Esipenko (3 aus 4 im klassischen Durchgang bei einer Performance von 2822) in einer aktuell theoretisch relevanten Variante der Englischen Eröffnung. 

 

Bei den Altstars ragte vor allem Evgeny Tomashevsky heraus, der ebenfalls bei 3 aus 4 notiert.

Überzeugten beide mit starken Leistungen im klassischen Schach: "Prinz" Andrey Esipenko mit Weiß gegen "König" Evgeny Tomashevsky.

Damit ging es mit dem Stand von 16:16 im Schnellschach weiter. Nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang hatten letztlich die Veteranen den längeren Atem. Dafür sorgte insbesondere Boris Gelfand mit 6,5/8 im Schnellschach. Der israelische WM-Finalist von 2012 hob dabei u.a. die Leistungsexplosion des "Prinzen" Andrey Esipenko hervor. Dieser habe sich seit seiner ersten Teilnahme beim Nußknackerturnier kontinuierlich weiterentwickelt und sei nun fast ein "2700er".

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Max Berchtenbreiter, Jahrgang 1994, spielt seit bald 20 Jahren Schach. In der 2. Bundesliga ist der Internationale Meister seit der Saison 2017/18 für den Münchener Schachclub 1836 aktiv. Max arbeitet gegenwärtig an seiner Promotion im Bereich Zeitgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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