OSG Baden-Baden feiert 13. Titelgewinn

von Georgios Souleidis
08.04.2019 – Mit einem Sieg über Verfolger Solingen brachte die Mannschaft des OSG Baden-Baden die erfolgreiche Titelverteidigung unter Dach und Fach feiert den 13. Titelgewinn in den vergangenen 14 Jahren. | Fotos: Georgios Souleidis

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OSG Baden-Baden ist Rekordmeister der Schachbundesliga

Die Saison 2018/19 der Schachbundesliga endete mit dem erneuten Titelgewinn der OSG Baden-Baden. Nach 14 Kämpfen lag Baden-Baden mit 26:2 Punkten am Ende vor dem SV Hockenheim (24:4) und der SG Solingen (22:8). Es war für Baden-Baden der 13. Titel in den letzten 14 Jahren. Damit ist der Branchenprimus der Rekordtitelträger in der Geschichte der Schachbundesliga vor Solingen (12 Titel) und der SG Porz (10 Titel).

"Es war eine spannende Saison. Bis zum letzten Wochenende war ein Stichkampf mit drei Mannschaften ein nicht unwahrscheinliches Szenario. So was hat es noch nicht gegeben. Die stärkste Liga der Welt wird immer stärker. 13 Titel in 14 Jahren waren eine phantastische und intensive Reise. Sie hat mich viele Haare gekostet, aber am Ende ist es eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die die grandiosen Spieler, ein toller Verein und mit der GRENKE-Gruppe ein großartiger Sponsor ermöglicht haben." äußerte sich der Teamchef Sven Noppes direkt nach dem historischen Erfolg.

Ulrich Geilmann überreicht den Pokal

Die Ehrung des deutschen Meisters nahm stellvertretend für den Schachbundesliga e.V. der 2. Vorsitzende, Ulrich Geilmann, mit den folgenden Worten vor:

"Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Schachfreunde!

An dieser Stelle hatte ich vor einigen Jahren die große Ehre und Freude, dem Solinger Urgestein und Mannschaftskapitän Herbert Scheidt den Meisterschaftspokal überreichen zu dürfen. Ich weiß, er hat uns allen heute über die Schulter gesehen!

Jetzt geht dieser Pokal und die dazugehörigen Medaillen nach einer sehr spannenden Saison und einem Eventhöhepunkt in Berlin an das Team, das die Schachbundesliga und den Schachsport in Deutschland seit Jahren prägt:

Den OSG Baden-Baden!

So ist Sport und ich denke, das ist einen Beifall wert!

Wenn man aber an Baden-Baden denkt, spricht man auch ganz zwanglos über zwei Männer, die den sportlichen Höhenflug dieses Verein erst möglich gemacht haben, nämlich an Wolfgang Grenke und Sven Noppes, den ich jetzt gerne nach vorne bitten darf.

Lieber Sven!

Ich freue mich, dem OSG Baden-Baden hiermit den Siegerpokal der diesjährigen deutschen Schachmannschafts-Meisterschaft überreichen zu dürfen.

Herzlichen Glückwunsch! Wenn man es genau nimmt, hat der Pokal ja in Baden-Baden mittlerweile so etwas wie seinen zweiten Wohnsitz!

Gleichzeitig möchte ich es aber nicht versäumen, auch dem hervorragenden Team zu gratulieren!

Gentlemen! Congratulations for winning the title!

Wie üblich haben wir auch in diesem Jahr Erinnerungsmedaillen, die nun von WIM Inna Agrest überreicht werden.

Zum guten Schluss bleibt mir nur noch, Ihnen allen für die Aufmerksamkeit zu danken. Kommen Sie gut nach Hause und auf eine gute Schachsaison 2019/2020!

Recht herzlichen Dank!"

Zur Schachbundesliga...

 




Georgios Souleidis ist Internationaler Schachmeister und hat in Bochum Publizistik und Kommunikationswissenschaft studiert. Er arbeitet als Journalist, Autor und Schachtrainer. Er schreibt u.a. als Chefredakteur für die Schachbundesliga, für Chessbase, die Zeitschrift SCHACH, SPIEGEL ONLINE oder die Deutsche Presse-Agentur. Falls er mal nicht schreibt, Training gibt oder auf seinem YouTube-Kanal Schach lehrt, versucht er aktiv am Brett zu beweisen, dass 1. e2-e4 der beste Eröffnungszug ist.
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Isolini Isolini 10.04.2019 11:12
Auf dem Bild sehe ich keinen Spieler aus Baden-Baden, keinen aus der Region und sogar noch nicht einmal einen deutschen Schachspieler. Statt dessen sieben Weltklassespieler aus aller Herren Länder!

Der Schachklub Baden-Baden unter Grenke verhält sich wie ein multinationales Wirtschaftsunternehmen. Er kauft von den besten zwölf Spielern der Welt zehn ein und - oh Wunder - wird zum x-ten mal deutscher Mannschaftsmeister.

Ein Duell Svidler gegen van Wely kann überall auf der Welt stattfinden und wenn deren 32. Duell nun zufällig auf deutschem Boden in der "Bundesliga" stattfindet, dann ist das wohl das uninteressanteste Detail.

Wenn in einer Mannschaft nicht die Hälfte der Spieler aus Deutschland kommen, dann ist es auch kein deutsches Team. Lächerlich wird es dann, wenn die gleichen Spieler auch in der spanischen Liga, in der russischen Liga usw. zum Einsatz kommen. Damit ist das Ligasystem völlig ad absurdum geführt.

Die Bezeichnung "Baden-Baden" ist ein Etikettenschwindel und vermutlich auch die Bezeichnung "Bundesliga". Sollte Herr Grenke wirklich daran interessiert sein, Klasseschach nach Deutschland zu holen, dann kann er ja Rundenturniere zu seinem Privatvergnügen veranstalten.
Die Bundesliga für solch einen Unfug zu missbrauchen, das braucht niemand.
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