26.12.2017 – Die "King Salman Schnell- und Blitzschach-Weltmeisterschaften" in Riad starteten am ersten Tag mit dem Schnellschach-Wettbewerb. Im Open führen nach fünf Runden Vladimir Fedoseev und Baadur Jobava mit 4,5 Punkten. Magnus Carlsen hatte einen durchwachsenen Auftakt und liegt mit 3,5 Zählern auf Platz 14. Bei den Frauen legte Ju Wenjun mit fünf Siegen einen perfekten Start hin. Mit einem Punkt Rückstand folgen acht Spielerinnen, darunter Elisabeth Pähtz, die sich in starker Verfassung präsentierte. (Foto: Offizielle Webseite)
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Die Vergabe der Schnellschach- und Blitzschach-WM an Saudi Arabien sorgte im Vorfeld für viel Kritik - wegen der politischen Situation im religiös-fundamentalistischen Land und natürlich wegen der mit westlichen Werten nicht akzeptablen Rechte für Frauen. Die FIDE konnte in Gesprächen mit der Organisation zwar die Kleidervorschriften für alle Teilnehmerinnen lockern, so dass die Frauen keinen Hidschab tragen müssen - wie z.B. bei der WM in Iran, doch für Anna Muzychuk kam das zu spät. Die amtierende Weltmeisterin im Schnell- und Blitzschach boykottiert die Veranstaltung genau wie ihre Schwester Maria Muzychuk.
Auch im Open fehlen viele Weltklasseleute wie Fabiano Caruana, Hikaru Nakamura, Wesley So oder Wladimir Kramnik. Der Fairneß halber muss man aber darauf hinweisen, dass bei diesen Weltmeisterschaften Ende des Jahres unabhängig vom Spielort immer einige bekannte Spieler nicht dabei sind. Traurig ist allerdings das Fehlen von israelischen und iranischen Spielern. Hier schaffte es die FIDE nicht rechtzeitig eine Einigung mit den Organisatoren zu erzielen, damit Visa rechtzeitig ausgestellt werden.
Ein Blick in den Turniersaal. (Foto: Offizielle Webseite)
Der Rekord-Preisfonds von 2 Millionen Dollar sorgte dafür, dass zahlreiche Großmeister den Weg nach Riad fanden. Allen voran der Superstar der Szene, Magnus Carlsen, reiste mit seiner Familie in die Hauptstadt von Saudi Arabien. Carlsens Start in das Turnier gestaltete sich aber holprig. In der ersten Runde traf er ausgerechnet auf Bu Xianzhi, der ihn beim Weltcup in Tiflis in der dritten Runde aus dem Turnier warf.
Manchmal wiederholen sich Geschichten und so verlor der Weltmeister im klassischen Schach wieder gegen den chinesischen Großmeister. Bu Xianzhi griff wie in Tiflis fulminant am Königsflügel an und setzte in der folgenden Stellung den Schlusspunkt.
Im Interview äußerte sich Bu über den tollen Start ins Turnier.
In den darauffolgenden Runden raffte sich Carlsen wieder auf und holte 3,5 Punkte aus vier Partien. Da die WM über drei Tage und 15 Runden ausgetragen wird, ist noch alles drin für den Favoriten, der dank einer Vereinbarung zwischen FIDE und dem norwegischen Fernsehen immer am Spitzenbrett spielt.
Im Feld von 134 Teilnehmern tummeln sich 103 Großmeister, von denen 90 mit einer Schnellschach-Elo von über 2600 gelistet sind. Dementsprechend kam es sofort zu spannenden Paarungen und die Niederlage von Carlsen blieb nicht die einzige Überraschung. Auch Maxime Vachier-Lagrave, die Nr. 2 der Setzliste, verlor seine erste Partie. Der französische Großmeister kam im Gegensatz zu Carlsen überhaupt nicht ins Rollen und verlor zwei weitere Partien. Mit 2,0 Punkten liegt Vachier-Lagrave auf einen für ihn völlig desaströsen 95. Platz. Enttäuschend verlief der erste Tag auch für Levon Aronian, der mit 2,5 Punkten auf Platz 66 zu finden ist.
Es geht um viel Geld in Riad und um diese Pokale. (Foto: Offizielle Webseite)
Einen guten Auftakt feierte Viswanathan Anand mit 4,0 Punkten. "Vishy" zauberte in der 2. Runde gegen Peter Leko einen tollen Angriff aufs Brett.
Die Tabellenführer nach dem ersten Tag lauten Vladimir Fedoseev und Baadur Jobava. Fedoseev ist drauf und dran sein fantastisches Jahr mit einer starken Vorstellung in Riad zu krönen. Der Großmeister aus St. Petersburg startete mit vier Siegen, bevor er in der 5. Runde gegen Alexander Grischuk remisierte. Im folgenden Interview äußert er sich zu seiner bisherigen Leistung und zur WM im Allgemeinen.
Baadur Jobava liegt wie Fedoseev bei 4,5 Punkten. Der georgische Großmeister hatte aber deutlich mehr Glück, um dieses Ergebnis zu erzielen. In der 5. Runde half Luke McShane auf folgende Weise nach.
Die deutsche Farben im Open vertreten Georg Meier und Igor Khenkin. Beide spielten am ersten Tag unter Erwartung. Meier liegt mit 2,5 Punkten auf Platz 70, während Khenkin mit 2,0 Punkten auf Platz 101 liegt.
Schnellschach-WM Riad Open: Stand nach der 5 Runde
Bei den Frauen startete die WM ähnlich wie bei den Männern, denn mit Kateryna Lagno verlor auch hier zum Auftakt die Nr. 1 der Setzliste. Im Gegensatz zu Magnus Carlsen bäumte sich Lagno aber kaum auf und liegt mit 2,5 Punkten nur auf Platz 50 nach fünf Runden.
Kateryna Lagno (rechts) verlor zum Auftakt gegen Jolanta Zawadzka. (Foto: Offizielle Webseite)
Den mit Abstand besten Start ins Turnier erwischte Ju Wenjun. Die chinesische Großmeisterin gewann alle fünf Partien und hat schon einen ganzen Zähler Vorsprung vor acht Kontrahentinnen.
Aus Deutschland reisten mit Elisabeth Pähtz, Sarah Hoolt und Marta Michna gleich drei Frauen nach Riad. Während Michna und Hoolt mit 2,0 Punkten im abgeschlagenen Feld liegen, rangiert Pähtz mit 4,0 Punkten auf Platz sieben. Da die deutsche Nr. 1 an elf gesetzt ist, ist das aber keine Überraschung. Bei sehr gutem Verlauf darf man hier sogar von einer Medaille träumen aus deutscher Sicht.
Schnellschach-WM Riad Frauen: Stand nach der 5 Runde
Georgios SouleidisGeorgios Souleidis ist Internationaler Schachmeister und hat in Bochum Publizistik und Kommunikationswissenschaft studiert. Er arbeitet als Journalist, Autor und Schachtrainer. Er schreibt u.a. als Chefredakteur für die Schachbundesliga, für Chessbase, die Zeitschrift SCHACH, SPIEGEL ONLINE oder die Deutsche Presse-Agentur. Falls er mal nicht schreibt, Training gibt oder auf seinem YouTube-Kanal Schach lehrt, versucht er aktiv am Brett zu beweisen, dass 1. e2-e4 der beste Eröffnungszug ist.
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