"Schach gegen Rassismus"

von Dijana Dengler
25.03.2021 – Der FC Bayern München hat eine Initiative "Rot gegen Rassismus" gestartet, an der sich auch die Schachabteilung mit einem internationalen Mannschafts-Online-Turnier beteiligt hat. Marco Bode war für Werder Bremen am Start. Dijana Dengler berichtet.

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Am vergangenen Sonntag, dem 21. März, fand zum ersten Mal anlässlich der Wochen gegen Rassismus ein von der Schachabteilung des FC Bayern initiiertes Onlineturnier unter dem Motto „Rot gegen Rassismus“ mit zehn Mannschaften statt. Diese bestanden aus Schülern aus sieben Ländern. Zahlenmäßig am stärksten war die Mannschaft von der Overseas Family School aus Singapur mit 116 Schülern vertreten, insgesamt beteiligten sich 363 Spieler. Der jüngste Teilnehmer war 5 Jahre alt, die ältesten 18 Jahre.

Die beteiligten Teams waren:

  • FC Bayern München, Deutschland
  • SV Werder Bremen, Deutschland
  • Hamburger SK, Deutschland
  • Schachklub Dornbirn, Österreich
  • Die Schulschachprofis, Schweiz
  • Overseas Family School, Singapur
  • Suffolk Junior Chess, England
  • Limhamns SK, Schweden
  • Wasa SK, Schweden
  • Orcher La Tour, Frankreich

Bereits eine Stunde vor dem Turnier begann eine Zoomkonferenz, an der sich in der Spitze fast 180 Teilnehmer anmeldeten. Zur Einstimmung zeigte Dijana Dengler das vom FC Bayern produzierte Video „Reds against Racism“, sowie ein davon inspiriertes und von ihrer Schule in Singapur aufgenommenes Video mit dem Titel „Checkmate to Racism“.


 

Es folgte der Schachsong „Queens and Kings“, sowie Einspielungen eines von Juga di Prima produzierten Songs und dem Match von Magnus Carlsen und Anish Giri anlässlich des Anti-Rassismus Tags im Jahre 2019.

 

Als Special Guest stieß auch etwas später Marco Bode dazu. Der überaus sympathische Schachfan blieb über eine Stunde am Ball bzw. Schachbrett und erzählte über sein Schulschachprojekt in Bremen, gab einige Anekdoten zum Besten (Andi Herzog zu Felix Magath: „Trainer, wir hätten wirklich gerne, dass Sie einmal Schach gegen Marco spielen“. Magath: “Ich glaube, ihr wollt nicht wirklich erleben, was passiert, wenn ich verliere“) und spielte am Ende auch noch zwei Partien gegen zufällig ausgeloste Schüler, die er souverän für sich entscheiden konnte.

Im Turnier „Rot gegen Rassismus“ siegte am Ende das Schweizer Team „Die Schulschachprofis“ mit 268 Punkten vor den Österreichern von der „Dornbirner Schachjugend“ (228) und der „Overseas Family School“ (220) aus Singapur.

In der Nachbesprechung legten die beteiligten Betreuer fest, dass dies zu einem wiederkehrenden Event anlässlich der jährlich stattfindenden Wochen gegen Rassismus werden soll. Herzlichen Dank an alle Betreuer und Organisatoren, allen voran Jörg Wengler vom FC Bayern. Hier ist der Bericht auf der Seite des FC Bayern Schachabteilung!

 

 


Dijana Dengler ist Nationalspielerin und Mitbegründerin der Münchener Schachakademie. Sie hat an zwölf Schacholympiaden teilgenommen und war von 2007 bis Ende 2017 Vorstandsvorsitzende der Münchener Schachstiftung; seit 01.01.2018 ist sie Stiftungsrat. Im Jahre 2018 wurde Dijana Dengler in die „Education Commission“ des Weltschachbundes FIDE berufen und arbeitet an der weiteren Verbreitung von Schach als Unterrichtsfach in Schulen auf der ganzen Welt. Dijana Dengler verfügt über einen Studienabschluss als Diplombetriebswirtin und hat gemeinsam mit Großmeister Stefan Kindermann und Prof. Robert Freiherr von Weizsäcker das Modell „Der Königsplan“ entwickelt.
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Feltor Feltor 27.03.2021 08:33
Dann lasst mal Taten folgen:
Ich schlage vor, dass in Zukunft immer Schwarz beginnen darf!
(Oder wir ersetzen Schwarz durch blaue Figuren und Weiß durch grüne.)

Und da wir schon dabei sind:
Die Dame wird Königin! Der Frondienst der
Ba/äuer:innen muss ein Ende haben. Und um die Läufer:innen kümmert sich der Arzt, um die Springer:innen die Tierschutzpartei und um die Türme das Bauamt.
bezaugg bezaugg 27.03.2021 04:26
Schach gegen Rassismus?! Also wenn ich mit Schwarz spiele, dann habe ich was gegen Weiss (und umgekehrt) ;-))
Peter Heil Peter Heil 26.03.2021 10:33
Kann man den Teil mit Marco Bode nachträglich anschauen?
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