Newsblog WCC Carlsen-Karjakin, 2016-11-18

18.11.2016 – Die sechste Partie ist beendet: was zunächst als spannende Theorieschlacht begann endete nach bereits eineinhalb Stunden in einem Remis. Carlsen kam bestens vorbereitet zur Partie, wählte mit 9...d5 ein scharfes und sehr konkretes Abspiel in der Anti-Marshall Variante, Karjakin fand daraufhin nichts besseres als in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel abzuwickeln, das nach 32 Zügen Remis gegeben wurde.

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WM-News - 2016-11-18

Partie Nr. 6 - Kommentar von Tiger Hillarp Persson

 

Der schwedische Großmeister Tiger Hillarp Persson kommentiert die sechste WM-Partie. Ken Rogoff begrüßt die Spieler in NYC.

21.55 / 15:55: Die bisher kürzeste Partie: nach nicht einmal zwei Stunden einigten sich die Kontrahenten auf Remis in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel. Der Weltmeister hatte seine Hausaufgaben erledigt und kam bestens vorbereitet zur Partie, Karjakin fand gegen Carlsens sehr konkreten Ansatz keine Lösung und muss sich mit dem Weißremis zufrieden geben.

15.10 / 9.10 am: Für Sie haben wir die Pressekonferenz zusammengefasst. Hier klicken.

14.44 / 8.44 am: Hat Team Carlsen Einspruch gegen die Kamera im Ruheraum erhoben? Laut Gerüchten im Netz wusste Carlsen gar nicht, dass er beim Ausruhen gefilmt wird. "Carlsen taking a nap" wurde auch zum Twitter-Renner, auch wenn er dabei einfach nur herumlag und sich auf der Couch entspannte. Noch hat Espen Adgestein sich nicht zu den Gerüchten geäußert. Wohl aber der Champ vor Journalisten:

Update 23.34 Uhr: Offenbar sind die Ruheraum-Kameras abgeschaltet worden. 

13.55 / 7.55 am: Es soll Leute geben, die die Schach-Weltmeisterschaft für öde halten. Schachspieler und Nicht-Schachspieler. Das Schweizer Online-Magazin Watson nennt "7 Fakten, die das Gegenteil belegen" und erklärt, warum Sergey Karjakin und Magnus Carlsen der "simpel anmutenden Sportart erstaunlich viel Tiefe verleihen".

Nebenbei bemerkt: Bei "Watson" denkt man natürlich an Sherlock Holmes. Aber der Name "Watson" kommt angeblich vom englischen "What's on", was sich mit "Was ist los?", "Was ist wichtig?" oder "Was passiert gerade?" übersetzen lässt.

13.12 / 7.12 pm: Hier nun wie gewöhnlich die Eindrücke der 5.Partie:

11.37 / 5.37 am: Und nun ist auch die Analyse vom Sebastian Siebrecht auf unserem Videoportal für Sie verfügbar. Klicken Sie hier.

9.23 / 3.23 am: Updates folgen mit dem Partiekommentar. Kurz nach der Partie hatte bereits ChessBase India Sagar Shahs Sicht auf die Match-Partie Nummer fünf veröffentlicht ('A perfect draw'). Zudem endet an dieser Stelle das Experiment mit der Verwendung der Namen.

6.55 / 0.55 am: Ist ja nicht so, dass wir einen Spieler lieber hätten als den anderen. Wir möchten nur an eine Gleichbehandlung glauben und an eine faire Berichterstattung. Übrigens: Viel Erfahrenswertes bietet die Dokumentation "Sergey". Aber nicht enttäuscht sein, wenn bei den russischen Zitaten die Untertitel fehlen. Die Dokumentation vermittelt aber einen guten Einblick und ist die drei oder vier Euro allemal wert (zum Trailer). 

6.29 / 0.29 am: Wie Garry Kasparov einst bemerkte, unterscheidet der Grad der Widerstandsfähigkeit einen guten Spieler von einem außergewöhnlichen Spieler. Carlsen wird in dieser Partie die Chance geboten, auch mal seine weltmeisterlichen Widerstandskräfte unter Beweis zu stellen. Ein Giuoco Piano (Aussprache so wie hier) fiel etwas zu weich aus, um Schwarz in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Carlsen erinnerte Sergey mit seiner Eröffnungswahl an die kräftige Abreibung, die der Herausforderer bei der Schacholympiade in Baku von Pentala Harikirshna erlitten hatte

5.47 / 11.47 pm: Im Zuschauerraum hatte sich Filmregisseur Bennett Miller  ('Capote') mit Sam Shankland (Judit Polgar fehlte entschuldigt) und dem anderen Mann unterhalten, der nicht sonderlich inspirierend kommentiert. Miller führte außerdem Carlsens ersten Zug aus. Beachtenswert auch der Auftritt von Lev Alburt. In dessen Plaudererei mit Shanks spielten zuweilen leichte Spannungsmomente hinüber. Was können wir sonst noch erwarten? Wird auch Roman Dzindzichashvili erwartet? 

Warum nennen die offiziellen Kommentatoren Carlsen meist "Magnus" und Sergey meist "Karjakin"? Fehlende Distanz oder Erfahrung? Parteiische Kommentatoren? Agon hatte letztes Jahr ein Medienabkommen mit Norwegens Sender NRK für eine beachtliche Summe bis ins Jahr 2020 abgeschlossen. Außerdem ähnelt das Design-Konzept des Produktes "Play Magnus" auffallend dem Designkonzept des offiziellen WM-Matches. Warum? Wir fragen nach.  

 

Play Magnus design compared to official WCC 2016 artwork

Das Designkonzept der "Play Magnus"-App und das der WM in New York ähneln sich. Aber warum?

 

5.31 Hamburg / 11.31 pm New York: Manchmal sagt ein Videoschnipsel mehr als tausend Tweets.

8.00 Mumbai/ 3.30 Hamburg/ 9.30 pm New York: Sagar Shah analysiert die Schlüsselstellungen der fünften Matchpartie auf ChessBase India. Laut seiner Analysen spielte Sergey Karjakin exzellent und hielt Magnus Carlsen mit Leichtigkeit auf Abstand

 

P.S. (7.50 / 1.30): Tipps fürs  Armdrücken

+ + +

1.15 / 7.15 pm: Unentschieden. Das fünfte Remis in Folge, aber das erste, in dem Karjakin ernsthafte Chancen hatte. 

 

 

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Mclanda Mclanda 18.11.2016 11:02
Nach 42....Dh6! oder 43...Th8 hätte M.C. diese 5.Partie mit Sicherheit kaum gehalten. Einfach schade für Karjakin um diese vertane Chance. Selbst in der Analyse ist ein Ausgleich sehr schwer zu finden.
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