Aeroflot Open gelandet
Von Misha Savinov
1. Jobava, Baadur g GEO 2614 6.5
2. Bologan, Viktor g MDA 2661 6.5
3. Sasikiran, Krishnan g IND 2670 6.5
4. Mamedyarov, Shakhriyar g AZE 2709 6.5
5. Eljanov, Pavel g UKR 2655 6.0
6. Vachier-Lagrave, Maxime g FRA 2542 6.0
7. Petrosian, Tigran L g ARM 2558 6.0
8. Akopian, Vladimir g ARM 2704 6.0
9. Georgiev, Kiril g BUL 2645 6.0
10. Naiditsch, Arkadij g GER 2657 6.0
11. Jakovenko, Dmitry g RUS 2662 6.0
12. Efimenko, Zahar g UKR 2666 5.5
13. Najer, Evgeniy g RUS 2652 5.5
14. Fedorov, Alexei g BLR 2608 5.5
15. Asrian, Karen g ARM 2646 5.5
16. Balogh, Csaba g HUN 2561 5.5
17. Yakovich, Yuri g RUS 2551 5.5
18. Sedlak, Nikola g SCG 2518 5.5
19. Malakhov, Vladimir g RUS 2694 5.5
20. Korotylev, Alexey g RUS 2609 5.5
21. Alekseev, Evgeny g RUS 2634 5.5
22. Izoria, Zviad g GEO 2652 5.5
23. Motylev, Alexander g RUS 2638 5.5
...
92 Spieler
Runde 1 bis 9, Partienauswahl (pgn)...
Die letzte Runde des Aeroflot Opens hat alles auf den Kopf gestellt. Die zwei
Führenden, Pavel Elkanov aus der Ukraine und der Bulgare Kiril Georgiev
trafen auf Shakriyar Mamedyarov und Krishnan Sasikiran. Da Eljanov aufgrund
der Sonderwertung im Vorteil war, musste Georgiev unbedingt gewinnen. Eljanov
reichte ein Remis, falls Georgiev nicht gewönne. Allerdings war das Tempo,
dass Mamedyarov im zweiten Teil des Turniers vorgelegt hatte, beunruhigend.
Mamedyarov überraschte seinen
Gegner in der Eröffnung, als er die Nimzoindische Verteidigung erlaubte
(sonst spielt er Damenindisch, aber zuletzt gefielen ihm die Stellungen nicht
mehr, die er damit erreichte). Eine zweischneidige Variante führte zu einer
komplizierten Situation, in der beide Spieler Gewinnchancen hatten. Doch
Eljanovs machte einen Fehler, der nur unter dem Mikroskop der
Großmeisteranalyse zu entdecken ist. Der Rechner hilft nicht, denn der Fehler
war nicht taktischer Natur. Eljanov platzierte seine Turm auf dem falschen
Feld und Mamedyarov nutzte dies auf fantastische Weise aus. Sein Sieg brachte
ihn auf 6 Punkte.
Am zweiten Tisch war Georgiev plötzlich in eine
schlechte Position gegen Sasikiran geraten. Der Inder war vor und auch
während der Partie sehr konzentriert und nutze die Unaufmerksamkeiten seines
Gegners für sich zum Gewinn der Partie im Endspiel. Als erste Sonderwertung
war die Anzahl der mit Schwarz gewonnenen Partien festgelegt worden. Nun
wandten sich alle Spieler zu den anderen Tischen, wo Rublevsky, Sutovsky und
dann... Jobava Chancen hatten. Schließlich half Baduur Jobava seine
gefährliche Waffe, die Caro-Kann Verteidigung, zum Gewinn der Partie gegen
Vladimir Malakhov.
Auch Viktor Bologans vierter Sieg in Folge (!) brachte
ihn auf 6 Punkte. Sein Gegner Alexander Motylev war ab Zug 20 in großer
Zeitnot. Für die letzten 5 Züge hatte er 5 Sekunden (ohne Zugabe), schaffte
gerade noch die Zeitkontrolle, aber mit einer verlorenen Position.
Schließlich gab die höhere Durchschnitts Elozahl der
Gegner den Ausschlag für Jobava Baduur! Danach war die Reihenfolge der vier
Erstplatzierten diese:
1. Jobava, Georgien
2. Bologan, Moldawien
3. Sasikiran, Indien
4. Mamedyarov, Aserbeidschan
Bei der Schlussfeier fragte ich Mamedayrov, ob er den
Tiebreak nach Schwarzpartien unfair findet. "Eigentlich nicht", meinte er.
Die Farben machen den echten Unterschied. "Wenn ich gegen Eljanov Schwarz
gehabt hätte, wäre es schwer geworden zu gewinnen."
In einigen Interviews hat sich Baadur Jobava so
geäußert, dass er irgendiwe gefühlt habe, er könne vielleicht gewinnen.
Seinem Vater hat er versprochen, mindestens unter die ersten Drei zu kommen
und seine Zuversicht war durch eine unglückliche Niederlage gegen Mamedyarov
nicht gebrochen. Das Remis gegen Jakovenko war der Wendepunkt. Jobava hatte
die Züge in einer scharfen Variante des Crao-Kann Verteidigung vertauscht,
dann die Partie aber noch gerettet. Danach wr er nicht mehr aufzuhalten.
Für die Spieler war der Umzug in das Izmailovo kein
Problem. Die Zimmer waren eher noch besser als vorher. GM Karlsson schlug
allerdings vor, man könne vielleicht einmal im Spiellokal eine Kaffeemaschine
aufstellen. Vielleicht im nächsten Jahr.
Bilder der 8.Runde

Vor der letzten Runde wurde das A1-Turnier mit einer Wand vom Rest
abgetrennt.

Ein armensicher Spieler und ein armensicher Schiedsrichter

Alexandra Kosteniuk rezielte am Ende ein +1 Ergebnis - fantastisch!

Nikola Sedlak kam in die +2 Gruppe

Kiril Georgiev schlug Akopian, der versucht
hatte, die Partie Anand-Topalov,
San Luis zu verbessern

Vor der Runde

Arkadij Naiditsch

Vachier Lagrave kiebitzt bei Eljanov

Tatiana Kosintseva

Die Amerikaner Shabalov
und Ivanov

Sakaev und Tomashevsky
Bilder der 9.Runde

Joel Lautier gibt ein Interview für den Sportkanal

Zuschauer bei der Internetübertragung

Zwei Dortmunder, Landa und Naiditsch

Sasikiran konzentriert

Motylev gibt gegen Bologan auf

Die beiden Spitzenbretter

Jobava-Interview

Tigran Petrosian

Gijssen und Bakh

Die vier Sieger

Baadur mit seinem Sonderpreis, einem Brett von Karpov