"Der Beginn einer neuen Ära"

08.04.2004 – "Wir stehen am Anfang einer neuen Ära im Schach. Zum ersten Mal konnte man im Internet eine Live-Berichterstattung von einem Schachturnier, der Europameisterschaft der Frauen in Dresden, erleben. Es wurden Radio-Kommentare von Experten zu den laufenden Partien angeboten. Später waren die Spielerinnen sogar selbst zu sehen, wie sie eifrig ihre gerade gespielten Partien zeigten - dies oft mit einem entzückenden russischen Akzent", schreibt Nigel Short in seiner aktuellen Schachkolumne im Telegraph. Tatsächlich gab es in Dresden bei der Europameisterschaft der Frauen mit der ersten Multimedia-Berichterstattung von einem Schachturnier im Internet eine Weltpremiere. Nigel Short im Telegraph...Mehr...

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"Der Beginn einer neuen Ära"


Große Flachbildschirme zur Präsentation vor Ort

"In früheren Zeiten", so schreibt Nigel Short in seinem aktuellen Beitrag für die Schachspalte im Telegraph, "musste man sich Bücher, z.B. einige der rar gesäten Eröffnungsmonographien anschaffen, um an Interzonenturnieren und dergleichen erfolgreich teilnehmen zu können. Zur Erklärung für die jüngere Generation: Bücher bestehen aus dünnen Scheiben aus Holz, die mit Hilfe von Klebstoff, manchmal auch genäht,  zusammen gehalten werden. Sie sind nicht nur unglaublich schwer, sondern enthalten bei Weitem auch nicht die Information, die man gerne hätte. Inzwischen hat der Computer jedoch diesen archaischen Zustand längst beendet. Während man beim Lernen für wenige Geld riesige Datenbanken und Rechenprogramme wie Fritz nutzen kann, hinkte die Präsentation des Schachs bisher noch hinterher.


Nigel Short

Doch nach und nach bessert sich die Situation und immer mehr Partien werden live übertragen. Nun stehen wir am Beginn einer neuen Ära. Zum ersten Mal in der Geschichte des Schachs konnte man im Internet eine live Berichterstattung von einem Schachturnier, der Europameisterschaft der Frauen in Dresden, erleben. Es wurden nicht nur Radio-Kommentare von Experten zu den laufenden Partien angeboten. Später waren die Spielerinnen sogar selbst zu sehen, wie sie eifrig ihre gerade gespielten Partien zeigten - dies oft mit entzückendem russischen Akzent."


WGM Natalia Kiseleva und GM Klaus Bischoff

Als Weltpremiere wurde bei der Europameisterschaft der Frauen in Dresden tatsächlich eine durchgängige Multimedia-Berichterstattung auf dem Fritz-Server präsentiert. WGM Natalia Kiseleva und GM Klaus Bischoff moderierten in Radio ChessBase während der Runden live die Partien und hatten zudem viele Interviewpartner am Mikrofon.


Bundesinnenminister Otto Schily im Interview mit André Schulz


Am Sonntag zur Halbzeit war sogar Innenminister Otto Schily bei Radio ChessBase zu Gast. Nach den Runden holte sich Natalia Kiseleva die Spielerinnen ins Studio. Diese zeigten und erklärten den Schachfreunden zu Hause ihre Partien. Eine derartige durchgängige Multimedia-Berichterstattung von einem Schachturnier hat es bisher noch nie gegeben.

Neben den beiden Hauptakteuren, GM Klaus Bischoff, jetzt schon Schachradio-Pionier, und WGM Natalia Kiseleva, die Gabi Bauer des Schach- TVs, waren viele weitere am Erfolg der ersten Multimedia-Schachberichterstattung beteiligt.



Als Kommentatoren betätigten sich Dr. Dirk Jordan, der auch die Idee zur Multimedia-Berichterstattung in Dresden hatte und ChessBase dazu einlud; ...




Dr. Dirk Jordan und Uwe Bönsch schauen sich Schach-TV an
 

Miroslav Shvartz, zu Beginn sächsischer Landestrainer, am Ende schon Präsident des sächsischen Verbandes;


Miroslav Shvartz und Anne Czäczine

Bundestrainer Uwe Bönsch, der immer zu einem Interview bereit ist, immer etwas zu sagen hat und der am spannendsten Tag, am Tag der Tiebreaks zusammen mit WIM Tina Mietzner die Live-Kommentierung übernahm;...


Tina Mietzner und Uwe Bönsch

Thomas Luther, ebenfalls der geboren Radiosprecher, der in der ersten Tiebreakrunde zusammen mit Irina Zakurdjaeva kommentierte...


Thomas Luther

... und häufig als Co-Kommentator auftrat; außerdem: Dr. Karsten Müller, der Otto Sander des Schachs, der aufgrund seiner prägnanten und volumigen Stimme selbst dann noch die Zuhörer erreicht, wenn die Mikrofone ausgefallen sind; ...


Natalia Kiseleva und Dr.Karsten Müller


Carsten Straub, Natalia Kiseleva, Dr. Karsten Müller, André Schulz

... zahlreiche weitere Co-Kommentatoren stellten sich zur Verfügung wie Michail Prusikhin, Raj Tischbierek und Henrik Teske. Für die Technik vor Ort sorgte Benjamin Bartels, dem das Organisationsteam, namentlich Frank Schulze zur Seite stand. Die meiste technische Arbeit im ChessBase-Studio erledigte Carsten Straub, der virtuos alle Probleme löste oder gar nicht erst aufkommen ließ und für gute Stimmung und Cola sorgte.





Carsten Straub


Last, but not least: Die Spielerinnen selbst sorgten mit ihrem aufgeschlossenen Interesse am neuen Medium am meisten für den Erfolg.


 


Live im Studio:

Natalia Kiseleva mit...


Antoanta Stefanova


Elina Sedina


Andrea Hafenstein



Tina Mietzner


Irina Slavina



Maia Lomineishvili und Nana Dzagnidze


Iveta Radziewicz


Miroslav Shvartz und Elena Winkelmann


Irina Levushkina


Cristina Foisor


Karsten Müller mit Akice Winnicki


André Schulz auf Foto-Safari


Hatten immer Spaß: Natalija Pogonina, Lilit Mkrtchian, Turkan Mamedyarova, Nelly Aginian
 

Und so sieht das ChessBase -TV im Fritz-Server aus:


Antoaneta Stefanova


Pia Cramling


Marie Sebag



Vera Papadopoulou


Elisabeth Pähtz (mit Frederic Friedel)


Tina Mietzner


Natalia Zhukova


Jana Krivec


Zhaoqin Peng


Anne Sharevich


Natalija Pogonina


Eugenia Chasovinkova

Und so kommt man auf dem Server zu den Aufnahmen:

Klicken Sie im Raumfenster auf Chess Media System ->Deutsch -> Radio ChessBase -> Dresden Euro 2004. Dort erscheint im Partienfenster die Liste der Aufnahmen. Beim Anschauen wird man nach einer Schnupperzeit zum Zahlen einer kleinen Gebühr aufgefordert (1-2 Dukaten = 10-20 Cent, Dukaten können im ChessBase Shop bestellt werden), die bei Bestätigung sofort vom ChessBase Dukatenkonto abgebucht wird. Viel Spaß!



 

 

 

 

 

 


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