"Speaking without lips, thinking without brains"

09.06.2006 – Kommenden Donnerstag lädt die Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen zu einem Vortrag ein, denn Brigitte Felderer, Ernst Strouhal und Jakob Scheid aus Wien über den Ingenieur Wolfgang von Kempelen und dessen Werke halten. Im Mittelpunkt stehen dabei die bekanntesten Arbeiten von Kempelens, der Schachtürke und die Sprechmaschine. Gezeigt wird dabei u.a. die von Jakob Scheidl konstruierte Box, ein Nachbau des Mechanismus von Kempelens berühmten Schachtürken. Der Sprechautomat, eigentlich als Sprechhilfe für Taubstumme gedacht, wurde schließlich zum technischen Vorläufer von Graham Bells Telefon. Zur Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen...Mehr...

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Speaking without lips, thinking without brain
Die Automaten und Maschinen des Wolfgang von Kempelen, 1734 – 1804
Vortrag und Präsentation von Brigitte Felderer, Ernst Strouhal und Jakob Scheid, Wien

Brigitte Felderer und Ernst Strouhal präsentieren in ihrem Vortrag Ergebnisse ihrer langjährigen Beschäftigung mit dem Leben und Werk des Wolfgang von Kempelen. Der Beamte des Wiener Hofs lebte in einer Zeit, in der Mechanik und technische Neuerungen zwar Begeisterung bei den Menschen hervorriefen, gleichzeitig haftete den Themen auch etwas Surreales an. Maschinen oder Automaten wurden mit „Okkultismus“ assoziiert oder auch als „Physikalische Wunder“ bezeichnet.

Wolfgang von Kempelen beschäftigte sich daher vorwiegend mit der Technik, um innerhalb der Gesellschaft Anerkennung und Aufmerksamkeit zu erhalten. Daneben schrieb er Dramen und Gedichte oder entwarf eine Schreibmaschine für eine blinde Pianistin. Viele seiner Arbeiten sind in Vergessenheit geraten, doch zwei seiner damaligen Maschinenentwürfe haben noch heute eine wissenschaftliche Bedeutung: Kempelens sprechende Maschine und seine Schrift „Über den Mechanismus der menschlichen Sprache”, 1791 in Wien erschienen, zählen zu den Grundlagen der Experimentalakustik. Die sprechende Maschine sollte damals Gehörlosen dazu verhelfen, sich durch eine mechanische Stimme artikulieren zu können. Kempelens berühmteste Erfindung ist allerdings sein schachspielender Androide, anhand dessen Fragen der Visualisierung, des rational Entertainment und der Rezeptions- und Aneignungsgeschichte von Technik diskutiert werden können.

Die Grundlage der aktuellen Präsentation bietet eine Box, die von Jakob Scheid konstruiert und gemeinsam mit Brigitte Felderer und Ernst Strouhal, den Autoren von „Kempelen – zwei Maschinen“ (Sonderzahl Verlag, 2002) entwickelt wurde. Inhalt der Box sind Rekonstruktionen der Experimente Kempelens. Anhand von funktionierenden Modellen werden Bedeutung, Geschichte und Rezeption der Kempelenschen Erfindungen von der Aufklärung bis in die Gegenwart beschrieben.

Donnerstag, 15. Juni 2006, 19 Uhr (Eintritt: 3 Euro)

Eine Veranstaltung der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen e.V. im Rahmen unserer Ausstellung LIVING ROOMS. HAPPY END OF THE 21St CENTURY zum Zusammenspiel von Mensch und Technik.

 

 

 

 

 



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