"11..Kd7! – der Wendepunkt"

von ChessBase
29.12.2021 – Das neue ChessBase Magazin #205 bietet eine Vielzahl hochklassig kommentierter Partien, mit Schwerpunkt auf dem FIDE Grand Swiss 2021. Neben dem Sieger Alireza Firouzja kommentieren Nils Grandelius, Grigoriy Oparin, Alexandr Predke, Ivan Saric, Krishnan Sasikiran, Samuel Sevian, Nikita Vitiugov und Yu Yangyi ihre besten Partien. Der junge russische GM Oparin erkämpfte sich mit dem dritten Platz (punktgleich mit Fabiano Caruana) ein Ticket für die kommende Grand-Prix-Serie. Seine Gewinnpartie gegen Landsmann Vitiugov ist "Die Analyse" der neuen Ausgabe. Schauen Sie rein!

ChessBase Magazin 205 ChessBase Magazin 205

"Special" zu Robert Hübner mit Partieanalysen und Videos zu Strategie und Endspiel. Firouzja, Oparin, Predke, Sevian, Vitiugov u.a. kommentieren ihre Partien vom Grand Swiss 2021. Eröffnungsvideos von Kasimdzhanov, Ragger und Marin. 11 Eröffnungsartikel

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„Solche Züge spielt man gern“

Grigoriy Oparin kommentiert seine Schwarzpartie gegen Nikita Vitiugov vom FIDE Grand Swiss 2021

Nikita Vitiugov - Grigoriy Oparin (Grand Swiss 2021 (10.3), 06.11.2021)

Wir gingen in diese Partie einen halben Punkt hinter dem Spitzentrio, und nur ein Sieg ließ uns eine Chance im Kampf um einen Platz im Kandidatenturnier. Trotzdem dachte ich, dass Nikita eine Stellung auf zwei Resultate anstreben würde, daher machte mich seine riskante Eröffnungswahl natürlich froh.

1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.a3 Eine kleine Überraschung. Generell nahm ich schon an, dass Nimzoindisch aufs Brett kommen könnte, aber erwartete eher 4.f3 oder 4.Dc2 und nicht dieses relativ seltene Abspiel.

4...Lxc3+ 5.bxc3 c5 Ich glaube, es ist sinnvoller, mit diesem Bauernzug zu beginnen. Zum Beispiel gibt 5...d6 Weiß eine zusätzliche Möglichkeit mit 6.e4 .

6.f3 Letztes Jahr testete Magnus mehrmals 6.e3 , aber ich bezweifle, dass nach 6...b6 Weiß um Eröffnungsvorteil kämpfen kann.

6...Sc6 In seiner Vorbereitung hoffte Nikita offenbar auf 6...d5 , wie ich küzrlich im Online-Blitz gespielt hatte. Diese Stellung entsteht oft über eine andere Zugfolge (4.f3 d5 5.a3 Lxc3+ 6.bxc3 c5) und ist für Schwarz nicht ohne Risiken.

7.e4 d6 8.Le3 b6

Die Hauptaufgabe von Schwarz ist, die Bauernstruktur zu bewahren, daher ist jegliche exzessive Aktivität, zum Beispiel mit 8...Da5 hier unangemessen. Nach 9.Kf2! opfert Weiß liebend gern einen Bauern, nur um das Spiel ein bisschen zu öffnen.

9.Ld3 e5?! Nach diesem typischen, aber hier konkret recht schwachen Zug, ließe sich das gesamte weiße Eröffnungskonzept rechtfertigen. Es fällt mir schwer zu sagen, was Nikitas Plan nach dem natürlichen 9...Sa5 war . Jetzt ist es nach 10.Sh3 (Und im Fall von 10.Se2 können wir ungestört unser Spiel am Dameflügel fortsetzen. 10...Dc7 mit 11...La6 als Nächstes.) bereits sinnvoll, den Bauern nach e5 zu stellen: 10...e5 11.Sf2 La6 und der Springer auf f2 ist klar fehl am Platz.

10.d5?! "Begnadigung". Das Aufheben der Spannung im Zentrum gibt Schwarz freie Hand und viele zusätzliche Möglichkeiten. Viel unangenehmer war das sofortige 10.Se2 und nach dem wahrscheinlichen 10...Sa5 11.Sg3 fühlt es sich so an, dass der Zug 9...e5?! wegen der Schwächung des Feldes f5 der schwarzen Stellung nur geschadet hat.

10...Sa5 11.Se2 Meines Erachtens ist dies der kritische Moment der Partie, und der psychologische Wendepunkt. Mein nächster Zug erwies sich offenbar als unangenehme Überraschung für meinen Gegner - Nikita, der zuvor sehr schnell gespielt hatte, verbrauchte für seine Antwort fast eine halbe Stunde.

Die Hauptfrage, die ich in dieser Stellung lösen musste, war, wie soll ich die Entwicklung abschließen. Kurze Rochade gleicht offenbar dem Tod - der König auf g8 wird in einen sehr starken Angriff geraten. Daher muss der König zum Damenflügel überführt werden, was eine typische Idee für dieses Abspiel ist. Dies lässt sich zum Beispiel bewerkstelligen durch Entfernen der Figuren von der 8. Reihe (De7, Ld7) und lange Rochade. Zu den Nachteilen dieses Plans kann ich die Notwendigkeit zählen, die Stellung von Dame und Läufer festzulegen, zu einem Zeitpunkt, an dem nicht sehr klar ist, auf welche Felder diese Figuren platziert werden sollten: Der Läufer kann nach a6 und d7 gehen, oder er kann auf c8 bleiben; die Dame steht auf d8 noch nicht allzu schlecht. Darum ...

11...Kd7!

Solche Züge spielt man sehr gern! Der König geht "zu Fuß" nach c7, der Rest der Figuren bleibt dabei in ihren Ausgangsstellungen. Die Idee zu 11...Kd7 kam mir sofort in den Sinn, und ich wollte ihn schon mit der Hand ausführen. Dennoch zwang ich mich, ein wenig die Varianten anzurechnen, um sicherzugehen, dass dieses etwas trotzige Manöver des Königs keine taktischen Schwachstellen hatte.

12.0–0 Vielleicht am kritischsten. Weiß schließt die Entwicklung ab und beabsichtigt, die Partie mit f3–f4 zu öffnen. Es ist offensichtlich, dass das sofortige 12.f4?! nicht funktioniert wegen 12...Sg4 ,; allerdings war es nicht nötig zu versuchen, den Zug 11...Kd7 um jeden Preis zu widerlegen: 12.g4 Kc7 13.h4 führte zu einer komplexen Partie, in der meinem Gefühl nach keine der Seiten die Ressourcen für mehr als Ausgleich haben sollte..

12...Kc7 13.f4 Wieder die konkreteste Wahl. 13.h3 gibt Schwarz Zeit, sich ruhig auf den f4–Vorstoß vorzubereiten. Zum Beispiel sieht 13...Sd7 klasse aus, mit nachfolgendem f7–f6.

13...Sg4 14.Ld2 exf4 Die Maschine bemerkt cool, dass man Schach auf verschiedene Weise spielen kann, und empfiehlt das irrwitzige 14...f5 , aber ein Mensch zieht diesen Zug nicht einmal in Betracht ...

15.Lxf4 f6 Nun wurde das e5–Feld verlässlich unter Kontrolle genommen, und Schwarz braucht nur noch die Entwicklung abzuschließen ...

16.Sd4! Eine absolute Standardidee für solche Strukturen, die es bei 11...Kd7 zu beachten galt. Von jüngeren Beispielen zu diesem Thema erinnere ich die Partie Ding-MVL, Ekaterinburg 2021, aber in diesem Fall erweist es sich nicht als so wirksam - die einzige Drohung, 17.Sb5+, wird leicht pariert.

16...Se5 Schützt sicher den Bauern d6. 16...cxd4? ist natürlich in keiner Weise zu empfehlen wegen des einfachen 17.cxd4+– und die Stellung von Schwarz fällt auseinander mangels adäquater Verteidigung gegen die Hebel auf c5 und e5.

17.Sb5+ Kb7 Der König hätte auch nach b8 zurückgehen können, aber dies wirkt ein bisschen weniger natürlich, da dann das Feld b6 geschwächt werden müsste, damit der a8–Turm über a7 ins Spiel kommen kann.

18.Lxe5 dxe5 19.d6!? Setzt weiter auf eine aggressive und, gleichzeitig, riskante Strategie. Das Konzept von Weiß ist sehr interessant - er versucht, die Koordination von Schwarz und seine Figuren zu stören und zu verhindern, dass sich die Situation stabilisiert. Zudem könnte das Öffnen der d-Linie in Zukunft ein wichtiger Faktor für die Invasion der weißen Türme sein. 19.a4 war wesentlich ruhiger: 19...a6 20.Sa3 Ka7 21.Sc2 Visuell wirkt die schwarze Stellung etwas aussichtsreicher, aber nach dem Transfer des Springers nach e3 und des Läufers nach g4 wird es Schwarz sehr schwer fallen, irgendwelche Fortschritte zu machen.

19...Tb8!? Eine interessante Entscheidung, abzielend auf die langsame Liquidierung des Bauern d6.

Von anderen Alternativen kann ich ein offensichtliches Qualitätsopfer hervorheben: 19...Le6 20.Sc7 Dxd6 21.Sxa8 Txa8 mit ausgezeichneter Kompensation, aber nicht mehr als das. Nach 22.Df3 ist das Spiel von Weiß recht einfach: Tfd1, Le2...; Und 19...a6 verwarf ich wegen 20.Sc7 Tb8 21.Le2 mit dem nachfolgenden Turmmanöver Ta2–Td2. Trotzdem, der Computer zeigt, dass Schwarz auch hier um Vorteil kämpfen kann nach etwa 21...Dd7 22.Ta2 Td8 23.Td2 Ka7 und dann Lb7 oder Sb7.

20.Le2 Verteidigt den d6–Bauern und bereitet Lg4 vor.

20...Le6 21.Sc7 Lf7 Wir sollten den Läufer behalten.

21...Dd7 ist merklich schwächer. Zum Beispiel 22.Sxe6 (22.Tf3!? ist auch interessant.) 22...Dxe6 23.Lg4 Dxc4 24.Dc2 und Weiß hat ein fantastisches Figurenspiel auf den hellen Feldern und der d-Linie.

22.Tb1 Eine sehr natürliche Fortsetzung - nach diesem Turmzug bekommt Weiß neue taktische Ideen, die Gegenüberstellung des Königs in der b-Linie nutzend.

Weiß hatte einen hübschen Weg, die Balance zu halten mit 22.Tf3! Sxc4 (Kaum empfehlen kann ich das "Spiel mit dem Feuer" 22...Dd7 , denn hier ist die weiße Initiative zu gefährlich. Zum Beispiel 23.Tg3 Thg8 24.Sd5 Dxd6 25.Td3 Df8 26.Se7!? Th8 27.Td7+ Ka8 28.Sd5 Tb7 29.Sc7+ Kb8 30.Sa6+ Ka8 Und jetzt, abgesehen von der Zugwiederholung 31.Sc7+, hat Weiß allen Grund, die Partie fortzusetzen mit 31.Ta2 , was den zweiten Turm in die d-Linie bringt.) 23.Td3! Sb2 24.Td2 Sxd1 25.La6+ Kc6 26.Lb5+ Kb7= mit Dauerschach.

22...Dd7 Ich überführe die Dame nach c6 und bereite den Zug Tbd8/Thd8 vor. Logisch, aber ich hätte auch gieriger spielen können. Dazu war es allerdings nötig, die Varianten gut zu berechnen.

22...Sxc4! 23.Lxc4 Lxc4 24.Da4! Eine wichtige Nuance. (Tatsächlich verwarf ich das Schlagen auf c4 wegen des einfachen 24.Tf2 , aber hier kann Schwarz sich konsolidieren: 24...Dd7 25.a4 Thd8 26.Td2 Dc6? und ein Bauer ist ein Bauer...) 24...Dxd6 (Es lohnt sich eindeutig nicht, die Qualität zu nehmen: 24...Lxf1 25.Txf1 Dxd6 26.Sb5 mit 27.Td1 in der Trommel.) 25.Tfd1 Dc6 26.Dxc4 Dxc7 27.Dd5+ Dc6 28.Df7+ Ka6 29.a4! (Oder 29.Td7?! Tb7 30.Txb7 Dxb7 31.Dc4+ b5 32.De2 Ka5! 33.c4 a6? und der Angriff "ertrinkt".) 29...Dxe4 30.a5 bxa5 31.Ta1 De3+ 32.Kh1 Dxc3 Weiß hat aktuell fünf (!) Bauern weniger, aber die Einschätzung der Stellung ist nicht weit weg von dynamischem Ausgleich ... 33.Tdc1 Db2 34.Dd5 Thd8 35.Dxc5 Dd2 und die Partie geht weiter mit de König auf a6, als wenn nichts gewesen wäre.

23.Lg4 Andere Alternativen sind weit weniger attraktiv.

Zum Beispiel mündet die Partie im Fall von 23.Sd5 Dxd6 (23...Tbd8!? verdient auch Aufmerksamkeit.) 24.Sxf6 Dxd1 25.Tbxd1 Lxc4 26.Lxc4 Sxc4 27.Td7+ Ka6 28.Txg7 in ein komplexes Endspiel, in dem die Chancen von Schwarz aufgrund der aktiveren Stellung des Königs leicht höher sind.; Dagegen hat Schwarz nach 23.Tb5 die starke Antwort 23...Thd8! (23...Sxc4 ist ebenfalls sinnvoll, aber hier demonstriert die Engine fantastische Findigkeit: 24.Da4 Sxd6 25.Txb6+ Kxc7 26.Dxa7+ Tb7 27.Txb7+ Sxb7 28.Tb1 Dc6 29.a4! c4 30.Kf1! und trotz Abwesenheit einer ganzen Figur steht das übliche 0.00 auf dem Display ...) 24.Da4 Dxd6 25.Sd5 Ka8? und Weiß hat nicht genug Ressourcen, um den Angriff fortzusetzen.

23...Dc6 24.Le6!

Der Tausch der weißfeldrigen Läufer zur Eroberung der Kontrolle über das Feld d5 spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewahrung des Angriffspotentials.

24...Lxe6 24...Thf8? ist eindeutig nicht gut. Nach 25.Dd3? schafft Schwarz es nicht, ausreichenden Druck auf die Bauern d6 und c4 aufzubauen.

25.Sxe6 Sxc4 26.Dg4 Thg8 Keinesfalls sollte man den Schlüsselbauern auf g7 abgeben.

27.d7? Der erste wirklich ernsthafte Fehler, der den Ausgang der Schlacht entscheidet. Zunächst wirkt der Zug recht vielversprechend, aber die konkreten Varianten erweisen sich als günstig für Schwarz ...

Ganz wichtig war es, sofort die letzte Figur ins Spiel zu bringen: 27.Tfd1! Se3 (Mir gefällt 27...Sxd6 weit weniger, denn nach 28.Td5 hat Weiß eine sehr kraftvolle Kompensation für zwei geopferte Bauern.) 28.Dh5 De8 Sieht aus, als müsste ich so spielen. (28...Sxd1 ist aus praktischer Sicht viel schwächer: 29.Df7+ Ka6 30.Txd1 Da4 31.Td5 mit unangenehmer Initiative.) 29.Sxc5+ Ka8 30.Dxe8 Tgxe8 31.d7 Sxd1 32.dxe8D Txe8 33.Txd1 bxc5 34.Td7= with a more or less equal rook endgame.

27...Se3 28.Dh3 Erzwungener Rückzug.

Es mag so aussehen, als hätte Weiß eine schöne Ressource zur Verfügung 28.d8S+ , aber ich hatte alles berechnet: 28...Tbxd8 29.Sxd8+ (29.Dxg7+ führt zu ähnlichen Konsequenzen: 29...Txg7 30.Sxd8+ Kc7 31.Sxc6 Sxf1 32.Sxa7 (32.Txf1 Kxc6 33.Txf6+ Kb5–+) 32...Sd2 33.Te1 Sf3+–+) 29...Txd8 30.Dxg7+ Td7 31.Dxf6 Sxf1 32.Dxf1 (Oder 32.Dxc6+ Kxc6 33.Txf1 Kb5–+ mit leichtem Gewinn.) 32...Dxe4 33.Te1 Df4–+ und die Aktivität des schwarzen Königs gibt den Ausgang der Partie vor.

28...Sxf1 29.Txf1 Dxe4 In diesem Fall hat Gier keine Nachteile.

Es war auch möglich, mit 29...Tbd8 zu beginnen, und nach 30.Td1 ergäbe sich höchstwahrscheinlich irgendeine Art von Übergang.

30.Dh5?! Macht meine Verwertung viel einfacher.

Nötig war 30.Td1 , um den Freibauern so sehr wie möglich zu stützen. Höchstwahrscheinlich verwarf Nikita diese Fortsetzung wegen 30...De2 , was die Schwäche der 1. Reihe nutzt. (Nach 30...Tbd8 31.Sxd8+ Txd8 32.De6 Dc6 33.Td6! ist die Aufgabe von Schwarz ebenfalls nicht trivial.) Aber unerwarteterweise geht Weiß ins Endspiel mit 31.Df3+! Dxf3 32.gxf3 Tbd8 33.Td6! , was die schwarzen Figuren ernsthaft einschränkt. Ich sah diese Idee am Brett, und offen gestanden war ich ein wenig in Sorge, denn der einzige vernünftige Plan - das Vorstoßen der Bauern - schien mir nicht so aussichtsreich.

30...Tgd8 31.Td1 g6

Die klarste Lösung hier war eine hübsche geometrische Ressource: 31...Da4! und Weiß kann den d7–Bauern nicht halten. Trotzdem, der Zug in der Partie verdirbt ebenfalls nichts. Ich lenke die Dame von dem Feld d1 ab, kicke den Turm aus der d-Linie und nehme in Ruhe auf d7.

32.Dxh7 De2 33.Tb1 Oder 33.Tf1 De3+ 34.Tf2 Dd3–+

33...Dc2 34.Tf1 Dd3 35.Sxd8+ Txd8 36.De7 Txd7 37.Dxf6

Der Rest ist simpel. Der Plan von Schwarz ist, den c-Bauern vorzustoßen, während Weiß aufgrund der Schwäche seines Königs nicht in der Lage ist, irgendein Gegenspiel aufzuziehen.

37...Dxc3 38.Dxg6 De3+ 39.Kh1 c4 40.De6 Dd3 41.Kg1 c3 42.Dxe5 c2 43.Tc1 Dd1+ 44.Kf2 Dd2+ 45.Kg3 Td3+ Es ist absolut unpraktisch zu berechnen, wie der schwarze König nach dem Schlagen auf c1 den Schachs entkommt.

46.Kh4 Dxg2 Weiß gab auf. Eine hochkarätige Partie, und ein ganz wichtiger Sieg für mich bezüglich des Turnierergebnisses. 0–1

Diese und 19 weitere, ausführlich kommentierte Partien (größtenteils vom Grand Swiss 2021) finden Sie im neuen ChessBase Magazin #205!

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Einzelausgabe: 19,95€ oder im Jahresabo (6 Ausgaben) 99,70€. Die verschiedenen Abo-Angebote für das ChessBase Magazin (inkl. ChessBase USB-Stick für Neuabonnenten) finden Sie auf der CBM-Startseite!

 

Neu: ChessBase Magazin #205

Highlights

Auf der Startseite von ChessBase Magazin #205 finden Sie die besonderen Empfehlungen der Redaktion – die Highlights zum Anklicken und Genießen!

Partieanalysen vom FIDE Grand Swiss 2021 vom Sieger Alireza Firouzja ebenso wie von Grigoriy Oparin, Yu Yangyi, Alexandr Predke, Samuel Sevian, Nikita Vitiugov u.a. Eine Klasse für sich: Anish Giri kommentiert seinen spektakulären Schwarzsieg über Abhijeet Gupta von der Chess Super League. Oder wie wäre es mit einem überraschenden Mittelgambit gegen das beliebte Londoner System? Sergey Grigoriants erläutert die Ideen und Varianten nach 6…e5! Auf keinen Fall verpassen: Interaktive Trainingseinheiten mit Martin Breutigam und Robert Ris!

Special: Meine Lieblingspartie von Robert Hübner

CBM Autoren kommentieren ihre Lieblingspartie des früheren Weltklassespielers und Kandidatenfinalisten. Exklusive Sammlung von 16 Partien Robert Hübners aus den Jahren 1970 bis 2017.

Spitzenschach und Meisteranalysen

FIDE Grand Swiss 2021: Alireza Firouzja sicherte sich trotz einer Niederlage gegen Fabiano Caruana den ersten Platz und qualifizierte sich damit für das Kandidatenturnier 2022. Firouzja analysiert seinen Sieg gegen Nijat Abasov. Zudem kommentieren Grigoriy Oparin, Yu Yangyi, Alexandr Predke, Samuel Sevian, Nikita Vitiugov, u. a. ihre besten Partien.
Europamannschaftsmeisterschaft 2021: Gold für die Ukraine, Silber für Frankreich, Bronze für Polen. Radoslaw Wojtaszek analysiert seinen gewinnbringenden h-Bauernlauf gegen Victor Mikhalevski, und Ivan Saric zeigt, wie man gegen einen Alireza Firouzja in Topform remis hält.

"All in one"

Hier erfahren Sie alles, was es zu einem konkreten Abspiel aktuell zu wissen gilt. Und das anhand nur einer ausführlich kommentierten Partie! Spyridon Kapnisis macht Sie fit für die Sizilianische Rossolimo-Variante (1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 d6 4.Lxc6+!? bxc6 5.e5!). Igor Stohl stellt frühe Bajonettangriffe in der Caro-Kann Abtauschvariante und der Spanischen Eröffnung vor.

Eröffnungsvideos

Grünfeld-Experte Markus Ragger ernennt das neue 5...c5 zur Hauptwaffe in der Variante mit 5.Ld2. Rustam Kasimdzhanov berichtet von seinem Experiment mit der Französischen Vorstoßvariante. Mihail Marin erläutert das Hübner-System der Nimzo-Indischen Verteidigung.

Markus Ragger: Grünfeld-Indisch
1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.cxd5 Sxd5 5.Ld2 c5
Rustam Kasimdzhanov: Französisch
1.e4 e6 2.d4 d5 3.e5 c5 4.c3 Db6 5.Sf3 Sc6 6.Le2 cxd4 7.cxd4 Sh6 8.Lxh6 Dxb2 9.Sbd2 gxh6 10.0-0
Mihail Marin: Nimzo-Indisch Hübner-System
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.e3 c5 5.Ld3 Sc6 6.Sf3 Lxc3+ 7.bxc3 d6

Neue Ideen für Ihr Repertoire

CBM #205 bietet mit 11 Eröffnungsartikeln viele spannende Ideen für Ihre nächsten Partien:

Petra Papp: Wolga-Gambit 4.cxb5 a6 5.b6 e6
Krisztian Szabo: Sizilianisch Nimzowitsch 2.Sf3 Sf6 3.e5 Sd5
Robert Ris: Sizilianisch Najdorf 6.Lg5 e6 7.f4 Dc7?!
Christian Braun: Französisch Tarrasch 8.0–0 g5!
Evgeny Postny: Vierspringerspiel Rubinstein-Var. mit 5.0-0
Renato Quintiliano: Italienisch mit 6...d5 / 11.Lb3!
Lars Schandorff: Spanisch mit 5.De2
Sergey Grigoriants: Londoner System 5.Db3 c4 6.Dc2 e5!
Alexey Kuzmin: Grünfeld-Indisch mit 7.Sf3/8.h3
Imre Hera: Damenindisch 4.g3 Lb7 5.Lg2 c5
Patrick Zelbel: Königsindisch-Rezepte gegen 6.Le2

Aktuelle Eröffnungsfallen

„Von cool bis hochspekulativ“ Unser Experte Rainer Knaak nimmt acht Fallen aus der aktuellen Turnierpraxis unter die Lupe, drei davon stellt er zudem im Videoformat vor. Budapester Gambit, Sizilianisch, Königsindisch u.v.m.

Zug für Zug

Intensiv, mutig und nahezu perfekt. Martin Breutigam lädt Sie ein, Vincent Keymers Kampfpartie gegen US-Jungstar Jeffery Xiong vom Grand Swiss in Riga nachzuspielen. Zug für Zug, mit vielen Trainingsfragen und Videofeedback.

Move by Move

Lassen Sie sich von Robert Ris auf die Probe stellen. Spielen Sie gemeinsam mit dem IM aus den Niederlanden Nikita Vitiugovs spektakuläre Gewinnpartie gegen Andreikin nach. Finden Sie die Züge des neuen Russischen Meisters?

„Hübners Strategiekunst“

Wie lässt sich Robert Hübners Spielstil am besten beschreiben? Mihail Marin hat viele Partien Hübners von den Interzonenturnieren analysiert und beleuchtet diverse Elemente seiner Spielkunst. Von den Ergebnissen seiner Analyse ist der GM aus Rumänien selbst überrascht!

Der Klassiker

Dorian Rogozenco präsentiert die Partie zwischen Botwinnik und dem damaligen Weltmeister Aljechin vom AVRO-Turnier 1938. „Eine beeindruckende Partie, von Anfang an in eine Richtung“!

Taktik: „Läufer legen los!“

Schulen Sie Ihren taktischen Scharfblick anhand von Oliver Reehs Sammlung von 36 Partien, gespickt mit vielen Trainingsfragen und drei interaktiven Videos! "Meine Favoriten" lösen Sie am besten zusammen mit dem Internationalen Meister in der interaktiven Format mit Videofeedback!

Endspielfeinschliff – „Endspiele von Dr. Robert Hübner“ u.v.m.

Endspielexperte Karsten Müller steuert zu dieser Ausgabe gleich drei verschiedene Beiträge bei. Neben einer Auswahl von Robert Hübners besten Endspielen (inkl. Video) präsentiert der GM aus Hamburg Highlights von der Hou Yifan Challenge 2021 und geht zudem ausführlich auf Leserbriefe ein. 

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