12-Stunden Blitz in Kuppenheim

01.06.2005 – Kommenden Freitag Abend (20 Uhr) startet in Kuppenheim das traditionelle 12-Stunden-Blitzturnier "Sparkassen-Cup". Neben vielen Blitzspezialisten aus der Region werden auch einige Großmeister an den Start gehen,. fest zugesagt haben Vladimir Epishin und Christan Bauer. Interesse haben Normunds Miezis und der Kuppenheimer Rekordsieger Klaus Bischoff angemeldet. Über das Internet spielt außerdem Loek van Wely mit. Er wird sich während des Turniers in New York befinden und seine Partien am Bildschirm über den Schachserver schach.de spielen. Loeks Fans können dort auch die Partien mitverfolgen und ihren Schachheld anfeuern. Zu Rochade Kuppenheim...Details zum Turnier...

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Loek van Wely spielt von New York aus
Neuer Modus beim Kuppenheimer Sparkassen-Cup
Von Hartmut Metz

Mindestens drei hochkarätige Schach-Großmeister werden beim Kuppenheimer Zwölf-Stunden-Blitzturnier am Start sein: Neben Titelverteidiger Loek van Wely meldeten der Russe Wladimir Epischin und der Franzose Christian Bauer für den 17. Sparkassen-Cup, der traditionell am Freitag um 20 Uhr (Anmeldeschluss 19.30 Uhr) in der Wörtelhalle beginnt. Weitere Großmeister wie der Lette Normunds Miezis und der Kuppenheimer Rekordsieger Klaus Bischoff erwägen ebenso einen Start. Das deutet darauf hin, dass mehr Großmeister denn je in Kuppenheim antreten.

Der Niederländer van Wely zählte nicht nur bereits zu den Top Ten. Der aktuelle Weltranglisten-22. (2687 Elo) besticht durch seinen unternehmungslustigen Stil und gehört im Blitz zu den Allerbesten im Internet. „King Loek“, wie sich der Tilburger im weltweiten Web selbstironisch nennt, garantiert aber neben sportlicher Klasse auch beste Unterhaltung. Loek van Wely ist für seine coolen Sprüche bekannt. „Quick Loek“ wäre zwar mit seinen schnellen Autos, die er zum Verdruss seiner Ehefrau liebt, aber auch schon manches davon zerlegt hat, rasch in Kuppenheim – doch weil er nach einem Turnier noch in den USA weilt, tritt der 32-Jährige online an. Die rund 55 Duelle, die er zwischen 20 und 8 Uhr von einem Internet-Cafe in New York aus zu spielen gedenkt, sind live auf dem Fritz-Server von ChessBase zu verfolgen. Zufrieden stellt „König Loek“ fest, dass er damit die Nacht in Kuppenheim zum Tag für sich in New York macht – und deswegen weniger Ermüdungserscheinungen haben dürfte.

Zu seinen Hauptrivalen werden der Weltranglisten-57. Bauer (2640 Elo) und Epischin zählen. Der Weimarer liegt zwar derzeit mit 2605 Elo knapp außerhalb der Top 100, der ehemalige Weltranglistenzehnte ist im Blitz jedoch stets zu beachten. Das bewies Epischin auch schon mit zwei Siegen beim Sparkassen-Cup. Im Vorjahr wurde er Dritter. Zu den herausragenden Teilnehmern in Kuppenheim zählt überdies Nationalspieler Klaus Bischoff. Der Rekordsieger und Vorjahreszweite heimste bereits sechs Mal die Siegprämie in Höhe von 1.000 Euro (beinhaltet ein ChessBase-Softwarepaket im Wert von 359 Euro) ein. Außerdem hat sich der sehr starke Internationale Meister Manik Mikulas (2495 Elo) angemeldet. Der Gesamtpreisfonds dürfte wie gewohnt bei rund 4.000 Euro liegen. Für Vereinsmannschaften mit mindestens vier Spielern gibt es eine Sonderwertung. Dank dem dritten Sponsor neben der Sparkasse und ChessBase, dem Schweizer Verlag Edition Olms, warten auch viele Buchpreise auf die Amateure.



Bisher sah van Wely seinen Sieg beim Zwölf-Stunden-Blitz nur durch seine hübsche Gattin Marion gefährdet: „Wenn sie mich ablenkt, haben die anderen eine Chance“, scherzte der niederländische Schachstar und fürchtete, dass sein Preisgeld vom weiblichen Haushaltsvorstand sofort in „Kleider“ umgesetzt wird – oder es nach seinem Abstecher am Wochenanfang nach Las Vegas selbst dringend benötigt ... Um den Kampf um Platz eins noch etwas spannender zu machen, plädierte der Porzer Bundesligaspieler schon im Vorjahr für einen neuen Modus. „Der Online-Spieler sitzt bequem daheim und ist im Vorteil“, räumte van Wely 2004 nach seinem Erfolg ein.

Auch in den zwei Jahren zuvor hatte mit dem Briten Luke McShane der Online-Teilnehmer die Nase vorn. Daher wird es jetzt gegen 7.30 Uhr ein Halbfinale der vier Besten geben. Der Erstplatzierte trifft auf die Nummer vier nach etwa 50 Runden, der Zweite bekommt es mit dem Dritten in zwei Partien zu tun. Sollte es danach 1:1 stehen, entscheidet die nächste Gewinnpartie. Im Finale gilt derselbe Modus. Somit können die Asse vor Ort selbst ihr Schicksal in die Hand nehmen und den Vorteil für van Wely minimieren. Die Play-off-Spiele beim Sparkassen-Cup bescheren überdies den Zuschauern im Internet auf dem Fritz-Server zusätzliche Spannung.

Die zweite Neuerung betrifft das Frühstücksbüffet. In den Vorjahren wollten immer mehr Teilnehmer nicht darauf warten, sondern sich nach zwölf harten Stunden lieber auf den Heimweg begeben. Dem trägt die Rochade Kuppenheim Rechnung: Das Frühstücksbüffet entfällt nun erstmals bei der 17. Auflage. Dafür sinkt das Startgeld um fünf auf 20 Euro.

Infos: www.RochadeKuppenheim.de




 

 

 

 



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