2. Münsterländer Schulschachpokal in Heiden

06.07.2004 – Wenn 85 Teams mit je vier Kindern und Jugendlichen ein Schachturnier spielen, dann braucht man zur Ausrichtung eine sehr große Halle und Organisatoren mit Nerven aus Drahtseilen. Dies war in Heiden beides vorhanden. Außerdem hat es sich unter den Veranstaltern von Jugend- und Kinderschachturnieren herum gesprochen, dass das Aufstellen eines Rechners mit einem installierten Fritz&Fertig-Kinderschachprogramm von großem Vorteil ist. Auch die Mannschaftsleiter wissen dies zu schätzen: Können Sie doch einfach die vermissten Mannschaftsmitglieder genau dort wieder einsammeln. Mehr...

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2. Münsterländer Schulschachpokal in Heiden
Von Hendrik Wellen



„Ein rundum gelungene Veranstaltung“ lobte der Schulschachbeauftragte aus Nordrhein-Westfalen, Herr Beckmann, den 2. Münsterländer-Schulschachcup. In der Heidener Mehrzweckhalle kämpften am 26. Juni dieses Mal 85 Viererteams in fünf verschiedenen Wertungsklassen um Punkte und Preise. Die Turnierleitung, bestehend aus dem Ehepaar Jacob aus Ochtrup und dem Bezirksspielleiter Holtmann aus Ahaus, wurde tatkräftig durch freiwillige Helfer des Schachvereins Heiden 62 e.V. unterstützt.



Die vielen gestifteten Preise der ortsansässigen Firma Schach E. Niggemann, des Schach-Software Herstellers ChessBase aus Hamburg, dem Schachuhren-Fabrikanten BHB sowie einigen Verlagen bekannter Schachzeitschriften (Schachmagazin 64, „Schach“, Computerschach und Spiele) sorgten für zusätzliche Motivation unter den teilnehmenden Mannschaften.

Zwischen den Runden konnten die Teilnehmer und deren mitgereiste Begleiter sich mit Büchern und Software zum Thema Schach eindecken. Der eigens dafür vor Ort errichtete Stand der Firma Niggemann bot dabei alles, was das Schachherz begehrt.



Dabei sprach sich nach und nach unter den jungen Akteuren herum, dass auch ein PC samt „Fritz & Fertig“ zur Verfügung stand, der mit zunehmender Dauer des Turniers immer regeren Zuspruch fand. Später scharte sich gegen Ende der Runden regelmäßig eine Traube von Schülern um den Computer, die entweder König Schwarz aufs Fell rücken wollten oder vielleicht nach einer verlorenen Partie nach Herzenslust einmal Kloschüsseln zerdeppern wollten.

Auch mancher Betreuer musste sich dabei ertappen lassen, wie er dem Treiben z.T. minutenlang zusah. Dabei konnte man schon mal vergessen, sein Team für die nächste Runde zusammenzutrommeln und musste es dann beim Imbiss im Foyer oder draußen auf der Spielwiese wieder „einsammeln“.

Der Rechner stand im Turniersaal; eine Tatsache, welche die zahlreichen Kiebitze jedoch nicht davon abhielt, stets lauthals verbal ins Geschehen am Bildschirm einzugreifen. Da brauchte der- oder diejenige, die den begehrten „Platz an der Maus“ ergattert hatte, schon ganz schön viel Nerven... Bei „Erwachsenen-Turnieren“ verpönt und völlig undenkbar, fiel der zusätzliche Geräuschpegel bei den 340 Teilnehmern allerdings überhaupt nicht auf.



Überhaupt nahmen es die Teilnehmer mit den Regeln nicht immer so genau. Da kam es auch schon mal vor, dass der weiße König etwa 10 Züge lang im Schach stand und beide Beteiligten dies im Eifer des Gefechts hartnäckig ignorierten, bevor Weiß dann seinerseits zum Gegenschlag ausholen und Matt setzen konnte.

Die kinderfreundliche Veranstaltung hat wieder einmal gezeigt, dass das Schachspiel alles andere als langweilig ist und immerhin mehrere hundert Schüler dazu gebracht hat, ihren „freien“ Samstag dem Schachspiel zu opfern. Eine gelungene Werbung für den Königlichen Sport.

 

 


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