Abhimanyu Mishra jüngster Großmeister aller Zeiten

von ChessBase
01.07.2021 – Die Schachwelt hat einen neuen jüngsten Großmeister alles Zeiten. Der 12.-jährige Abhimanyu ("Abhi") Mishra aus Englishtown, New Jersey, erzielte in Budapest seine dritte und letzte GM-Norm und unterbietet den Rekord von Sergey Karjakin aus dem Jahr 2002. | Foto: Justin N. Lane, jnlane.com/Mit freundlicher Genehmigung von US Chess

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Pressemitteilung der US Chess Federation

Der Amerikaner Abhimanyu ("Abhi") Mishra ist der jüngste Großmeister der Geschichte!

Zwölfjähriger aus Englishtown, New Jersey bricht 19 Jahre alten Rekord mit 66 Tagen Vorsprung

Der 12-jährige Großmeister Abhimanyu ("Abhi") Mishra aus Englishtown, New Jersey, ist der jüngste Großmeister (GM) der Geschichte und bricht damit den Rekord, den bisher der russische GM Sergey Karjakin hielt. Karjakin stellte den Rekord im Jahr 2002 auf und forderte 2016 GM Magnus Carlsen in einem Weltmeisterschaftskampf erfolglos heraus.

Im Alter von 12 Jahren, 4 Monaten und 25 Tagen erspielte sich Mishra seine dritte und letzte Norm (ein Leistungsmaß) am 30. Juni 2021 beim Vezerkepzo GM Mix-Turnier in Budapest, Ungarn, indem er GM Leon Luke Mendonca besiegte und damit den letzten Schritt auf seinem langen Weg zum Großmeister machte.

Er hatte die Ratinganforderung bereits erfüllt, als er im Juni die 2500-Elo-Marke überschritt. Der Weltschachverband FIDE muss den Rekord noch bestätigen.

Da Karjakin seinen Titel im Alter von 12 Jahren und 7 Monaten erlangt hat, übertraf Mishra die bisherige Marke um 66 Tage.

Dies ist nicht der erste Rekord, den Mishra bricht. Er war mit neun Jahren und zwei Monaten der jüngste Meister in der US-Geschichte und mit 10 Jahren, neun Monaten und drei Tagen der jüngste Internationale Meister aller Zeiten. Damit brach er den bisherigen Rekord von GM Rameshbabu Praggnanandhaa um 17 Tage.

Der US-Schachverband (US Chess) ist der offizielle Dachverband und die gemeinnützige 501(c)(3) Organisation für Schachspieler und Schachfans in den Vereinigten Staaten. Unsere Mission ist es, Menschen zu befähigen, Leben zu bereichern und Gemeinschaften durch Schach zu verbessern. Unsere Vision ist es, dass Schach als ein wesentliches Werkzeug anerkannt wird, das inklusiv ist, Bildung und Rehabilitation unterstützt und Erholung und freundschaftlichen Wettbewerb fördert.

Chess Life Cover: Mit freundlicher Genehmigung von US Chess

 


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Pemoe6 Pemoe6 02.07.2021 07:36
Ich würde mich auch eher auf die Seite von @Zugnot schlagen. Seltsamerweise reden hier die meisten von Opfern und Opferbereitschaft ohne im Entferntesten zu wissen, ob das der Junge auch so sieht.
In dem früheren Thread "Auf Rekordjagd..." hatte ich ja schon angemerkt, dass es beim Projekt "Polgar" seinerzeit nicht diese massive Schelte gab und komischerweise wohl auch im Nachhinein nicht gibt. Dabei war Judit in dem Alter (12-13) schon entscheidend weiter, nämlich bei den Frauen Nr. 1 mit ELO 2555 (Liste 1989) - ob das mit einem geringeren Arbeitspensum einhergegangen ist als bei Mishra, darf bezweifelt werden.
(Danke auch für das nette Wort "verwaldorft" - kannte ich noch nicht, könnte glatt Wort des Jahres bei mir werden.)
schachkwak schachkwak 02.07.2021 02:52
@Zugnot
"Ohne Begeisterung und Opferbereitschaft für eine Aufgabe wird eine Gesellschaft verblassen. Im verwaldorften Deutschland wünsche ich mir mehr Ehrgeiz."
So schlecht ist Deutschland nun wirklich nicht aufgestellt. Soll nicht heißen, dass alles perfekt ist. Jedes Land hat seine eigenen Probleme. Die USA haben ihren Rostgürtel z.B.

Ob man es gut findet, dass um ein Kind ein fettes Unternehmen gestrickt wird? Kann schon sein, dass es bei Abhimanyu Mishra nichts ernsthaftes zu kritisieren gibt. Vielfach aber schon. Denn das wird in den USA ja auch in anderen Fällen gemacht. Irgendwelche Schönheitsevents z.B. Da gibt es auch Reportagen darüber und wie sowas aussieht, wenn es dann doch nicht bis ganz nach oben reicht.
Kasparov100 Kasparov100 02.07.2021 07:20
@Zugnot Schach war in Österreich schon vor 20 Jahren ein Freifach in den Schulen. Zuspruch? Überschaubar. Wie wollen sie einer Elterngeneration, die bei Politikern lobbiert und es geschafft hat das in gymnasiumsklassen 4 Fremdsprachen (darunter zb altgriechisch neben Latein) auf Kosten von anderen wichtigen Fächern gelehrt wird, beibringen das Schach ein Kulturgut ist? Da kommt nämlich genau der u.a. Reflex zum Vorschein, dass eben diese Eltern glauben die spätere berufliche Konkurrenzfähig ihrer Kinder durch Fremdsprachkenntnisse erhöhen zu können. Begeisterung und Leistungsbereitschaft wird primär und zu recht von erwachsenen gefordert. Ob es opportun ist, dass Projekt ‚ich bastele mir einen Großmeister‘ so locker und unter den gegebenen Umständen gutzuheißen, da habe ich schon meine Zweifel. 3 Großmeisternormen innerhalb von 2 Monaten in Ungarn zu erzielen, dass kann man mit herausragendem Schach schaffen, könnte man erfahrungsgemäß aber auch ‚beschleunigen‘. Aber wer will einem Vater der schon 270‘000 usd in die schachkarriere seines filius investiert hat, böse Absichten unterstellen. Sollte aber jemand die gespielten Partien untersuchen bzw. Gerüchte über Unregelmäßigkeiten auftauchen, muss die FIDE ihre Verantwortung wahrnehmen und diese Rekordjagden endlich stoppen. Ansonsten ist es verständlich, dass in einem von Viktor orban vermurksten Land, jeder einheimische berufsspieler gerne und gezwungenermaßen an diesen IM und GM Turnieren teilnehmen muss, um in diesen Zeiten einfach seine Familie ernähren zu können...
Zugnot Zugnot 01.07.2021 03:23
Gratulation an den jungen Grossmeister und Respekt für seine harte Arbeit! Kritische Kommentare haben sich zu "Auf Rekordjagd: Abhimanyu Mishra will jüngster Großmeister aller Zeiten werden" gemeldet. Meine Meinung: Ohne Begeisterung und Opferbereitschaft für eine Aufgabe wird eine Gesellschaft verblassen. Im verwaldorften Deutschland wünsche ich mir mehr Ehrgeiz. Fördert die Leistungsfähigen, macht Schach zum Schulfach, schafft eine Elite durch Leistung. Was aber bedeutet diese Leistung für das Schach? Ist Schach noch ein "Probierstein des Gehirns", wenn Kinder Grossmeister werden? Ist Schach wichtiges Kulturgut, wenn Rechner unbesiegbar sind? Willem Klein hat den Physikern im CERN durch Kopfrechnen geholfen, das klingt heute nur sonderbar. Ist Mishra ein Sonderling oder ein Kulturträger?
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