Abschied von Calvia

03.11.2004 – Die Schacholympiade 2004 in Calvia ist Vergangenheit. Bis auf einige wenige, die noch auf Mallorca verbleiben, sind alle Spieler, Trainer und Betreuer inzwischen nach Hause gereist. Wären nicht andere Ereignisse dazwischengekommen (wir berichteten), wäre die feierliche Abschlussfeier und Vergabe der Medaillen ein würdiger Schlusspunkt gewesen. Natalia Kiseleva und Carsten Straub berichten. Mehr...

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Abschied von Calvia

Die 36. Schacholympiade ist zu Ende, Zeit für einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse der letzten Tage. Da an anderer Stelle schon genug über die Ereignisse während und nach der Schlusszeremonie geschrieben wurde, beschränken wir uns hier auf das schachliche Geschehen.


Trainer und Betreuer verfolgen die Entscheidung im Internet, rechts, stehend: Teimour Radjabov

In den Runden 13 und 14 konnten die führenden Teams aus der Ukraine bei den Männern und China bei den Frauen ihren Vorsprung behaupten und sich so die Goldmedaillen sichern.


Goldmedaille für chinesisches Frauenteam


Auf dem Siegerpodest...


...Goldmedaillensieger Ukraine


Teamchef Tukmakov mit Pokal, "Tschuki". Vassiliy Ivanchuk gibt Interviews


Andrei Volokitin mit Vater


Die Goldmedaille

Dahinter entbrannte allerdings ein spannender Kampf um die weiteren Podiumsplätze, der erst in der Schlussrunde entschieden wurde. So konnte Russland dank besserer Feinwertung den zweiten Platz behaupten, Alexander Khalifman lieferte mit seinem ersten Sieg in Runde 14 den entscheidenden Brettpunkt.


Silber für Russland


Matchwinner Alexander Khalifman, Alexander Grischuk (RUS)

Da reichte dem Team aus Armenien auch das 3,5:0,5 gegen Georgien nicht, so dass sie sich mit Bronze begnügen mussten.


Vladimir Akopian, Smbat Lputian

Damit konnten sie immerhin die Mannschaften aus den USA, Israel und Indien hinter sich lassen. Das deutsche Team landete nach zwei Unentschieden gegen Tschechien und Polen auf Platz 16.

Das Frauenteam aus den USA konnten den Traum von einer Olympiamedaille verwirklichen und schaffte es sogar, sich vor Russland auf dem zweiten Platz zu behaupten.


USA Team (rechts) holt Silber


Irina Krush, Susan Polgar


Die Gewinnerinnen der Silbermedaille


Bronzemedaille für Russland: Kosteniuk, T. Kosintseva, N. Kosintseva, Kovalevskaya

Die Freude war entsprechend groß. Auch das deutsche Frauenteam konnte sich in der 14. Runde noch mal über einen Sieg gegen Cuba freuen und landete schließlich auf dem 17. Platz.


Die deutsche Frauen-Mannschaft


Ketino Kachiani-Gersinska, Tina Mietzner, Jessica Nill

Am gleichen Abend endete dann auch das Amateurturnier, wo bis zum Schluss um die 150 Preise gekämpft wurde. In der Gruppe B siegte mit Roland Loos ein deutscher Vertreter und durfte sich über die 4500 € Preisgeld freuen.


Roland Loos

Nach langer Partynacht im BCM folgte am nächsten Abend die Schlusszeremonie der Olympiade im Casino zu Calvia. Diese wurde mit einem Konzert und mallorcinischen Tänzen eröffnet.

Anschließend wurden die Großmeister Pomar aus Palma de Mallorca und Victor Kortschnoi sowie die jüngste Teilnehmerin des Turniers geehrt.



Die Protagonisten der letzten zweieinhalb Wochen erhielten für die Erfolge in den jeweiligen Kategorien von Vertretern der FIDE und des spanischen Schachverbandes die Medaillen.


Jana Krivec, Jennifer Shahade

Da die Lichttechniker trotz mehrfachen Bittens der Journalisten nicht bereit waren, die Bühne etwas mehr zu erhellen, und das Podium zu weit von den Journalisten entfernt aufgebaut war, sind die Siegerfotos ein bisschen dunkel geraten. Als Highlight der Zeremonie folgte als Abschluss ein beeindruckendes Feuerwerk über den Köpfen von tausenden staunenden Zuschauern.



Damit diejenigen, die noch nicht genug vom Schachspielen haben, noch ein bisschen auf Mallorca bleiben können, haben die Veranstalter des Schachfestivals noch ein Open angeboten, an dem unter anderem die Großmeister Jan Ehlvest (ISL), Sergey Tiviakov (NED), Stuart Conquest (SCO) und Alexei Barsov (UZB) teilnehmen.


Tiviakov und Conquest im Open

Wir dagegen verabschieden uns und genießen noch ein paar Tage Urlaub ganz ohne Schach.

Natalia Kiseleva und Carsten Straub


Weltmeiserin Antoaneta Stefanova unterlag Anna Muzychuk


Yannick Pelletier und Monika Seps (Schweiz)


Eric Lobron, Karmen Kass


Karmen Kass präsentierte die estnische Olympia-Bewerbung


Andrzej Filipowicz und Dagobert Kohlmeyer


Das ukrainische Team: Natalia Zhukova, Inna Gaponenko und Kateryna Lahno


Nadezda und Tatiana Kosintseva


Alexandra Kosteniuk, Vize-Weltmeisterin Eketeryna Kowalevskaya


Magnus Carlsen und Alexander Onichuk


Das finnische Team: Mika Superman Kartunnen und Tomi Nybäck

 


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