Airthings Masters: Aronian und MVL führen im Viertelfinale

von Klaus Besenthal
29.12.2020 – Beim Online-Turnier "Airthings Masters" sind am Dienstag die ersten Viertelfinal-Minimatches gespielt worden. Dabei konnte Levon Aronian seinen Gegner Hikaru Nakamura mit 2,5:1,5 bezwingen. Maxime Vachier-Lagrave hat gegen Wesley So 3:1 gewonnen. Ein 2:2-Unentschieden gab es zwischen Weltmeister Magnus Carlsen und Daniil Dubov, wobei jeder der Spieler eine Partie gewinnen konnte. Ausschließlich Remisen und somit auch ein 2:2 produzierten Teimour Radjabov und Ian Nepomniachtchi.

ChessBase 16 - Megapaket Edition 2021 ChessBase 16 - Megapaket Edition 2021

Dein Schlüssel zu frischen Ideen, präzisen Analysen und zielgenauem Training!
ChessBase ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

Mehr...

"Airthings Masters"

Gespielt wurden in jedem Duell vier 15+10-Rapidpartien; aus den Einzelresultaten ergab sich dann der Endstand für das Minimatch. 

Partie 1: einziger Sieger Carlsen

Man kann auch Endspiele gewinnen, in denen eigentlich nichts mehr gehen dürfte. Jedenfalls gilt das für den Weltmeister Magnus Carlsen, der seiner Sammlung von in dieser Weise gewonnenen Partien ein weiteres Stück hinzufügen konnte:

 

Die anderen drei Erstrundenpartien endeten unentschieden.

Partie 2: Volle Punkte für Aronian und Vachier-Lagrave

Maxime Vachier-Lagrave schaffte gegen Wesley So die Führung, weil er in einem Endspiel D+T gegen D+T nicht nur jede Menge Mehrbauern hatte, sondern am Ende auch das Tempo diktieren konnte. 

Der Weißsieg von Levon Aronian gegen Hikaru Nakamura war vor allem ein Leckerbissen für Taktikfans (wenn auch hier und da nur in den Varianten), aber die "Lahmlegungsstrategie" Aronians zu Beginn der Partie war gleichfalls ziemlich einzigartig:

 

Dubov und Carlsen bzw. Radjabov und Nepomniachtchi spielten remis.

Partie 3: Dubov schlägt zurück

Die dritte Partie brachte eine Art Duplizität der Ereignisse mit der ersten Partie: Carlsen gegen Dubov wurde entschieden, während die anderen Spiele allesamt remis ausgingen. Anders als in Partie 1 war es diesmal aber nicht Dubov, der geschlagen wurde, sondern Carlsen:

 

Partie 4: Aronian und Vachier-Lagrave sichern ihren Vorsprung

In der vierten Partie war Levon Aronian dann in klar besserer Stellung mit einem Unentschieden zufrieden. Warum auch nicht: Das erste Minimatch gegen Hikaru Nakamura hatte der Armenier dadurch mit 2,5:1,5 gewonnen. Nicht gewonnen hat Magnus Carlsen: Das erste Minimatch des Weltmeisters gegen seinen früheren Sekundanten Daniil Dubov endete nach einem weiteren Remis schließlich 2:2.

Wesley So hätte gegen Maxime Vachier-Lagrave einen Sieg benötigt, um das erste Minimatch noch unentschieden zu gestalten, doch es zeigte sich wieder einmal: Partien, die - zumal auf diesem Niveau - unbedingt gewonnen werden müssen, haben ihre eigenen Gesetze:

 

Die Partie Radjabov gegen Nepomniachtchi endete erneut mit einem Remis. Vier Remisen zwischen den beiden: Das ergab einen Endstand von 2:2. 

Ergebnisübersicht Viertelfinale Tag 1

Carlsen - Dubov 1:0 - ½:½ - 0:1 - ½:½ - Endstand: 2:2

Vachier-Lagrave - So ½:½ - 1:0 - ½:½ - 1:0 - Endstand: 3:1

Nakamura - Aronian ½:½ - 0:1 - ½:½ - ½:½ - Endstand: 1½:2½

Nepomniachtchi - Radjabov ½:½ - ½:½ - ½:½ - ½:½ - Endstand: 2:2

Partien

 

Turnierseite


Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.

Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren