Airthings Masters: Radjabov siegt am ersten Finaltag

von Klaus Besenthal
02.01.2021 – Beim 15+10-Online-Turnier "Airthings Masters" ist heute der erste von zwei Finaltagen gespielt worden. Das bessere Ende für sich hatte dabei Teimour Radjabov, als er nach zunächst drei Remisen die letzte der insgesamt zu spielenden vier Partien gegen Levon Aronian gewinnen konnte. Dieses erste Minimatch zwischen den beiden geht also mit 2,5:1,5 an Radjabov. Beim Spiel um Platz 3 ist dagegen noch alles offen: Daniil Dubov und Maxime Vachier-Lagrave trennten sich 2:2. Die zweiten Minimatches des Finales werden am Sonntag (15 Uhr) bestritten. | Foto: Champions Chess Tour

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"Airthings Masters"

Finale, Tag 1: Radjabov - Aronian 2,5:1,5 

Die Spieler starteten mit drei Remisen ins Finale, wobei es in der mittleren dieser Partien eine interessante Schlussstellung zu sehen gab:

 

Würde in der vierten Partie noch etwas gehen? Ja! Als Schwarzer stand Radjabov sehr sicher, litt aber an Raummangel, als Aronian unter unglücklichen Umständen einen Bauern verlor. Es war sehenswert, wie Radjabov anschließend seine solide Stellung in aller Seelenruhe zum Gewinn ausbaute:

 

Das erste der beiden Final-Minimatches geht also an Radjabov. Morgen steht Aronian dann unter dem Druck des Gewinnen-Müssens. Eine solche Situation hat es bei diesem Turnier regelmäßig gegeben - für die Spannung ist das auf jeden Fall gut, für die Qualität der Partien vielleicht weniger.

Spiel um Platz 3, Tag 1: Dubov - Vachier-Lagrave 2:2

In den ersten beiden Partien wurde Maxime Vachier-Lagrave von Daniil Dubov fast schon überrannt, was letztlich zu einem Zwischenstand von 2:0 für Dubov führen sollte. In Partie 2 z.B. sah das konkret so aus:

 

In der dritten Partie schien Dubov dann vollkommen sicher zu stehen und mit einem Remis den Tag für MVL (und für sich selber!) bereits beenden können, doch dann geriet er in ein schlechtes Endspiel und verlor. Über den finalen Stand an diesem Tag musste also eine vierte Partie entscheiden. 

Und tatsächlich schaffte MVL das Comeback: Nachdem sich der Pulverqualm in der Partie gelegt hatte, spielte der Franzose mit zwei Läufern und einem Mehrbauern gegen Dubovs Turm und Springer. Normalerweise wäre dieses Materialverhältnis ungefähr eine halbe "Bauerneinheit" besser für die Turmpartei gewesen, aber hier hatte die Läuferseite gleich zwei (wenn auch vereinzelte) Freibauern vorzuweisen. Erneut stand Dubov also vor einem schwierig zu verteidigenden Endspiel, und erneut scheiterte er an dieser Aufgabe. Das Duell um Platz 3 steht somit nach dem ersten Tag unentschieden.

Partien

 

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.

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